Ein Kind der Eifel wird Intendant des SWR

Der Chefredakteur der ARD Tagesschau, Kai Gniffke, ist am 23. Mai 2019 als Nachfolger von Peter Boudgoust zum neuen Intendanten des SWR gewählt worden. Gniffke bekam im zweiten Wahlgang die notwendigen Mehrheiten im Gesamtgremium von Rundfunk- und Verwaltungsrat. Zur Wahl gestanden hatte auch Stefanie Schneider, die SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg. Zuvor hatten die beiden Kandidaten Gelegenheit, sich in einer Sitzung dem Wahlgremium zu präsentieren. Weiterlesen

Jakob Mangers

Norwegischer Bischof aus Stolzemburg

Noch zu Lebzeiten Luthers hatte der im schleswigschen Schloss Gottorf geborene Christian III. (1503–1559), König von Dänemark und Norwegen, in seinen Ländern die Reformation durchgesetzt. Norwegen war seither ein lutheranisches Land; die wenigen Katholiken hatten keinen eigenen Bischof. Mehr als 400 Jahre später erhielt Norwegen mit dem Westeifler Dr. Dr. Jakob Mangers erstmals wieder einen katholischen Bischof. Weiterlesen

Oswald Mathias Ungers

Architekt aus Kaisersesch

Neben Ludwig Mies van der Rohe (1886 – 1967) war der am 12. Juli 1926 in Kaisersesch geborene Oswald Mathias Ungers der zweite eifelstämmige Architekt, der im 20. Jahrhundert zu internationalem Ruhm und Einfluss aufstieg. Während Mies van der Rohe als prägender Baumeister der Moderne gilt, ist das Lebenswerk Ungers schwerer einzuordnen. Öfters fällt das Stichwort Postmoderne, vor allem aber wird Ungers verbunden mit dem Anspruch auf zweckfreie architektonische Reinheit und der prinzipienstrengen Reduktion des Bauens auf das Wesentliche. Seine Konzentration auf geometrische Grundformen, insbesondere das Quadrat, faszinierte und irritierte gleichermaßen: „Kein anderer Architekt wird so innig verehrt und so feurig gehasst wie Oswald Mathias Ungers“, stellte der Architekturkritiker Hanno Rauterberg anlässlich dessen 80. Geburtstags fest. Weiterlesen

August Weckbecker

Bildhauer, Altarbauer und Maler aus Münstermaifeld

„Ein gottbegnadeter Künstler“: So charakterisierte der Kunsthistoriker Michael Hartig (1878 – 1960) den am 28. Mai 1888 in Münstermaifeld geborenen August Weckbecker. Eine Einschätzung, die von zeitgenössischen Kennern und Freunden katholischer Kunst geteilt wurde – bis hin zu Papst Pius XII. Die Anfänge dieses auch von Ludwig III., dem letzten König von Bayern, bewunderten Künstlers, lagen in einer Handwerkerfamilie aus dem Eifler Maifeld. Die zahlreichen Weckbecker-Familien dieses Gebietes haben ihren Ursprung in dem dortigen Dorf Naunheim, wo der Name bereits im 16. Jahrhundert nachweisbar ist. Weiterlesen

Walter Büngeler

Pathologe aus Niedermendig

Noch vor 100 Jahren waren grundlegende Fragen der Krebserkrankungen weitestgehend unbekannt. Man rätselte etwa, ob die gefürchtete Krankheit erbliche Ursachen hatte oder ob bestimmte Stoffe für ihre Entstehung verantwortlich sein könnten und fragte sich, was Tumorzellen von anderen unterscheidet. Grundlagenprobleme der Tumorforschung zählten zum Kern des Lebenswerks von Walter Büngeler, der zu den großen deutschen Pathologen des 20. Jahrhunderts gerechnet wird. Weiterlesen

Eduard Pütz

– Komponist und Lehrer aus Illerich

Eduard Pütz kam am 13. Februar 1911 in Illerich als Sohn eines Volksschullehrers zur Welt. In diesem Südeifeldorf zwischen Kaisersesch und Cochem verbrachte er seine frühen Kinderjahre, ehe die Familie – bedingt durch die Versetzung des Vaters – nach dem Ende des Weltkriegs nach Köln zog. Während seiner Schuljahre in Köln führte ihn sein Vater verstärkt an Musik heran und gab dem hoch talentierten Sohn Klavierunterricht. Von 1930 bis 1935 studierte Pütz: Schulmusik an der Kölner Hochschule für Musik, aber auch Mathematik an der dortigen Universität. Seine wichtigsten Kompositions-Lehrmeister wurden Professor Heinrich Lemacher (1891 – 966), Dr. Kaspar Roeseling (1894 –1960) und der hoch begabte junge Dozent Hermann Schröder (1904 – 1984), ein gebürtiger Bernkasteler. Weiterlesen

Carl de Nys

– Musikologe aus Eupen

Carl de Nys wurde am 26. März 1917 in Eupen als ältester Sohn eines musikbegeisterten Amtsgerichtsrats und als Nachfahre vieler Generationen von Juristen aus dem Aachener Raum geboren. In die belgische Eifel gelangte die Familie, als der Anwalt Peter Joseph de Nys um 1800 die Burg Raeren erwarb. In Raeren starb auch Karl de Nys (1833–1907), der über 40 Jahre lang Trier als Oberbürgermeister regierte; er war der Großvater des Musikwissenschaftlers. Weiterlesen

Ulrich von Manderscheid

Kämpfer um die Herrschaft im Erzbistum Trier

Das an Kriegen und Konflikten reiche Kurfürstentum Trier erlebte zwischen 1430 und 1440 eine unruhige Zeit mit ungewisser politischer Lage. Grund dafür war aber nicht, wie sonst meistens, ein feindlicher Eingriff äußerer Mächte, sondern der Machtwille eines Mannes aus einem aufstrebenden Eifler Adelsgeschlecht. Nach dem Tod des Trierer Kurfürsten und Erzbischofs Otto von Ziegenhain im Februar 1430 wollte Ulrich von Manderscheid, getragen vom Mehrheitswillen der erzbischöflichen Ritterschaft, dessen Nachfolger werden. Gegen den Widerstand von Papst, Konzil und Kaiser versuchte er fast ein Jahrzehnt lang, dieses Ziel zu erreichen. Weiterlesen

Hans-Peter Burghof

– Bankprofessor aus Herschbroich/Adenau

Lehrerkinder kommen herum, wenn ihre Eltern im Schuldienst vorankommen wollen. So wurde Hans-Peter Burghof in Bad Kreuznach geboren, lebte als Kind in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Neuwied und als junger Erwachsener an seinem Studienort Bonn und am Familienwohnsitz in Herschbroich bei Adenau. Dort war sein Vater Karl Burghof zwischenzeitlich zum Leiter des Erich-Klausener-Gymnasium aufgestiegen. War es also mehr der Zufall dieser beruflichen Laufbahn, die den Sohn in die Eifel brachte, so hat ihre Natur das ursprünglich eher kränkliche Kind tief geprägt. Ihre Wälder und Landschaften erkundete er intensiv in endlos scheinenden Indianerspielen nach der Schule. Später kamen lange Wanderungen und Fahrradtouren hinzu, darunter eine in mehreren Etappen quer durch die Eifel bis nach Luxemburg und zurück. So wurde ihm die Eifel eine Quelle der Gesundheit, von Abenteuerlust und Optimismus. Weiterlesen

Georg W. Kreutzberg

Neurowissenschaftler aus Ahrweiler

Am 20. März 2019 endete das Leben eines Wissenschaftlers von Weltrang: Der in Ahrweiler geborene Hirnforscher Georg Wilhelm Kreutzberg verstarb im Alter von 86 Jahren. Kreutzberg zählte als Neuropathologe zur Weltelite seines Faches. Bereits bis zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2012 wurden seine Forschungsarbeiten über 21.000 mal zitiert. Eine gigantische Zahl, die ebenso beeindruckt wie sein h-Index, der als Maß für den Einfluss eines Wissenschaftlers gilt: Er lag 2012 bei 80 und damit in einem Spitzenbereich, den nur wenige Forscher erreichen. Eine Studie von Kreutzberg über Mikroglia ist weltweit die meistzitierte zu dieser eminent wichtigen Nervenzellenform. Weiterlesen

Karl Wilhelm Arnoldi

Arzt und Naturforscher aus Winningen

Angehörige der Familie Arnoldi gehörten seit dem 17. Jahrhundert zur Bildungselite des evangelischen Bürgertums im Untermoselraum. Über Generationen stellten sie evangelische Pfarrer in Trarbach, etwa Johann Justus Arnoldi (1626 – 1692), ehe sich mehrere Arnoldis anderen Gebieten zuwandten. So wurde der Trarbacher Jurist Ernst Christoph Arnoldi (1696 – 1744) Hochschullehrer in Gießen, dessen Sohn Johann Ludwig Ferdinand Arnoldi Theologe und Taubstummenpädagoge. Den Winninger Zweig der Arnoldis zog es vor allem zur Medizin. Wie der hier vorgestellte Karl Wilhelm, so war auch sein gleichnamiger Vater Dr. Karl Wilhelm Arnoldi bereits Arzt. Aus der Ehe dieses älteren Karl Wilhelm mit Johanna Carolina von Ey ging der 1809 in Winningen geborene Karl Wilhelm Arnoldi jr. hervor. Er besuchte das Gymnasium in Koblenz und studierte dann drei Jahre lang Medizin an der Universität Bonn. 1830 wechselte der Medizinstudent an die Universität Halle, wo der renommierte Professor für Pathologie und Therapie Peter Krukenberg (1788 – 1865) sein wichtigster Lehrer wurde. Weiterlesen

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