Franz Pauly

Maler und Weinhändler aus St. Aldegund

Franz Pauly kam am 18. Dezember 1837 im idyllischen Weinort St. Aldegund als Sohn des Weinhändlers Peter Philipp Pauly (1813–1881) und dessen Ehefrau Maria Margarethe Andries (1811–1880) zur Welt. Beide elterlichen Familien waren alteingesessen, Angehörige der lokalen Oberschicht und wohlsituiert. Die Paulys lebten schon vor dem Dreißigjährigen Krieg in Aldegund und stellten über Jahrhunderte Hofleute, Gerichtsschreiber und Bürgermeister. Auch Vater Peter Philipp war über 20 lang Bürgermeister von Aldegund; seinen „rastlosen Anstrengungen“ (Wilhelm Klein: Chronik der Gemeinde Aldegund) war es zu danken, dass Aldegund 1872 eine neue Kirche erhielt; deren Inneneinrichtung gestaltete Franz Pauly mit. Weiterlesen

Heinrich Andres

– Lehrer und Botaniker aus Bengel

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang es einem jungen Südeifler Volksschullehrer, die Fachwelt mit seinen botanischen Forschungen auf sich aufmerksam zu machen. Der am 5. Mai 1883 in Bengel geborene Heinrich Andres besuchte weder Gymnasium noch Universität, sondern entwickelte sich auf autodidaktischem Weg zu einem anerkannten Spezialisten für mehrere Bereiche des weiten Feldes der Pflanzenwissenschaft. Andres hatte nach der Volksschule von 1900 bis 1903 das Lehrerseminar in Wittlich besucht und war dann 1904 Volkschullehrer im nahe gelegenen Hetzhof geworden. Bereits als Jugendlicher begann er mit dem Erforschen heimischer Pflanzen und erwarb sich durch Lektüre und Naturbeobachtung ein staunenswertes Wissen. Weiterlesen

Alois Thomas

Bistumsarchivar und Kirchenhistoriker aus Klotten

Viele eifelstämmige Familien- und Geschichtsforscher kennen das historische Gebäude des Bistumsarchivs in Trier aus eigenem Erleben. Die Verantwortung für das dort aufbewahrte historische Gedächtnis des Bistums – Kirchenbücher und andere meist unersetzliche Dokumente – oblag über 50 Jahre lang dem in Klotten bei Cochem geborenen Archivar, Gelehrten und Priester Alois Thomas. Der schmächtige, aber zähe Eifelmoselaner war im 20. Jahrhundert eine herausragende Persönlichkeit in Sachen Geschichte und Kultur des Bistums Trier. Weiterlesen

Bücher für Eifelfreunde – Ideale Weihnachtsgeschenke

Die Eifel-Zeitung kooperiert seit Jahren mit Professor Hermann Simon. Im Umfeld dieser Kooperation sind eine Reihe von Büchern entstanden, die von Eifelfreunden geschätzt werden und die sich bestens als Weihnachtsgeschenke eignen. Weiterlesen

Carl-Erich Alken

Herausragender Urologe aus Hönningen

Der 1909 im Ahrtaldorf Hönningen geborene Carl-Erich Alken zählt zu den prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Urologie nach 1945. Er galt in seiner letzten Lebensphase als „Mentor und Altmeister der Urologie“ (F. Moll/T. Halling, 2015) und wurde als „Monument seines Faches“ (Prof. Ferdinand Eisenberger) gewürdigt. Weiterlesen

Arthur L. Loeb – Physiker und Designpionier

Enkel eines Kaufmanns aus Münstereifel

Zu den großen Wissenschaftlern, die aus den einst in der Osteifel beheimateten jüdischen Loeb-Familien hervorgingen, zählt der Physiker, Kristallograph und Designwissenschaftler Arthur Loeb. Als er 2002 in Cambridge (Massachusetts) starb, galt er als international führender Designpionier.

Arthur Loeb kam 1923 in Amsterdam als Sohn von Herbert Loeb (1893–1994) und dessen Ehefrau Nelly Isaac (1897–1981) zur Welt. Der in Utrecht geborene Herbert Loeb stammte aus einer jüdischen Familie, die im späten 18. Jahrhundert in Hain am Fuß der Burg Olbrück ansässig war, dann nach Münstereifel zog und sich von dort international ausbreitete. Weiterlesen

Johann Peter Limbourg

Gutsbesitzer und Politiker aus Helenenberg

Helenenberg, zwischen Bitburg und Trier gelegen und heute Ortsteil von Welschbillig, wurde 1735 Sitz der Familie Limbourg (teilweise auch: Limburg), die sich im 19. Jahrhundert zu einer der wohlhabendsten und prägendsten der Südwesteifel entwickelte. Zu den namhaften Limbourg-Persönlichkeiten gehört der Reichstagsabgeordnete Johann Peter Limbourg (1832– 1891), um den es in diesem Beitrag geht. Man muss aufpassen, ihn nicht mit seinem gleichnamigen Bitburger Verwandten Johann Peter Limbourg (1820-1905) zu verwechseln, der sich um seine Geburtsstadt hoch verdient machte und die Bitburger Ehrenbürgerwürde erlangte. Weiterlesen

Philipp Karl von Eltz-Kempenich

Kurfürst von Mainz und Reichserzkanzler

Die grandiose Südeifler Burg Eltz ist seit über 30 Generationen im Besitz der ursprünglich freiherrlichen, später reichsgräflichen Familie von Eltz. Unter den namhaften Persönlichkeiten dieser ruhmvollen Adelsfamilie ragt Philipp Karl von Eltz-Kempenich als besonders ranghoher Kirchenfürst des 18. Jahrhunderts hervor. Weiterlesen

Michael Esch

– Astronom aus Eupen

Nicht erst durch das Schreiben „Ut mysticam“ (1891) von Papst Leo XIII. (1810 – 1903) wurde der hohe Stellenwert sternkundlicher Forschung für die katholische Kirche hervorgehoben. Die Geschichte der Astronomie in der Neuzeit ist bis ins 20. Jahrhundert hinein stark mit der Tätigkeit des Jesuitenordens verbunden. Zahlreiche bedeutende Astronomen waren Mitglieder dieses Ordens. In diesen Umkreis gehört auch der 1869 in Eupen geborene Gärtnersohn Michael August Esch, der sich einen geachteten Namen unter den Astronomen seiner Zeit machte. Weiterlesen

Karl Eschweiler

– Theologe aus Euskirchen

Nicht nur für den in Augsburg lehrenden Dogmatiker Thomas Marschler (geb. 1969) gehört Karl Eschweiler zu den interessantesten katholischen Theologen der Weimarer Republik. Marschler gab mehrere Hauptwerke Eschweilers heraus, ließ sie digitalisieren und verfasste eine wissenschaftliche Biografie des 1886 in Euskirchen geborenen Theologen. Das Interesse an Eschweiler beruht einerseits auf seinem theologischen Werk, andererseits auch auf dem provozierenden Umstand, dass er nach 1933 Nationalsozialismus und Katholizismus für vereinbar erklärte. Zudem stand Eschweiler in vertrautem Kontakt mit dem gleichfalls eifelstämmigen Staatsrechtler Carl Schmitt, der zu den meistdiskutierten Rechtsdenkern des 20. Jahrhunderts zählt.  Weiterlesen

Pierre Prüm

Luxemburgischer Politiker aus Ulflingen

Am Dreiländereck, wo der deutsche Teil der Eifel an die belgische Eifel und an Luxemburg grenzt, liegt auf luxemburgischer Seite der Ort Ulflingen. Dessen französischer Name Troisvierges (Drei Jungfrauen) hängt vermutlich mit der vorchristlichen Verehrung einer weiblichen Dreiergottheit zusammen, wie sie auch für andere Eifelorte bezeugt ist. Aus diesem Grenzgebiet, bei dem eine sprachlich-religiös und kulturell gleiche Bevölkerung durch die Politik auf verschiedene Staaten verteilt wurde, stammt der 1886 in Ulflingen geborene Politiker Pierre Prüm. Weiterlesen

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