„Bauernmilliarde“ kein Ausdruck der Wertschätzung der Bauern

Die Einigung der Bundesregierung, der Landwirtschaft mit einer weiteren Milliarde an Steuergeldern beim anstehenden Transformationsprozess unter die Arme greifen zu wollen, ist nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. ein Hohn für die Landwirte, die sich seit Jahren dafür einsetzen, dass man mit politischem Handeln die Ursachen der katastrophalen wirtschaftlichen Situation der Bäuerinnen und Bauern angeht statt mit immer neuen Finanzspritzen hilflos an den Folgen herum zu kurieren.

„Wir Milchbauern erleben das seit Jahren quasi in der Dauerschleife: Wir haben eine Krise, fordern politisches Handeln und kriegen öffentlichkeitswirksam Geld. Geld, das noch dazu nicht einmal ansatzweise ausreicht, um die Probleme wirklich zu lösen. Geld, das man uns bei jeder Diskussion als vermeintliche Hilfe unter die Nase reibt. Geld, das nicht die dringend nötige Wirkung haben wird und uns mundtot machen soll “, kritisiert BDM-Vorsitzender Stefan Mann vehement. Read more

Teuerungsrate im Januar bei plus 1,7 Prozent

Die Inflationsrate ist zum Jahresauftakt gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war der Verbraucherpreisindex im Januar 2020 um 1,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das ist der höchste Wert seit April 2019. Im Dezember 2019 hatte die Inflationsrate bei plus 1,4 Prozent gelegen

Die Energiepreise stiegen im Januar 2020 das erste Mal seit August 2019 wieder. So mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher 3,3 Prozent mehr für Energie bezahlen als ein Jahr zuvor. Zwischen August und Dezember 2019 verringerten sich die Preise für Energie zwischen 0,5 und 5,5 Prozent. Mineralölprodukte waren gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent teurer: Während die Kraftstoffpreise um 3,3 Prozent stiegen, verbilligte sich Heizöl (einschließlich Umlage) um 1,9 Prozent. Steigende Preise waren auch für Strom (plus 6,0 Prozent), Gas (einschließlich Umlage; plus 3,7 Prozent) und Fernwärme (plus 2,3 Prozent) festzustellen. Read more

Schlaganfallpatienten brauchen auch vor und nach der Intervention ein optimales (Notfall-)Management

Deutschland. Der Schlaganfall ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache und der Hauptgrund für Behinderungen im Erwachsenenalter. 85 Prozent aller Schlaganfälle liegt ein sogenannter ischämischer Insult (Hirninfarkt) zugrunde. Dabei kommt es durch eine Thrombose oder Embolie zum Verschluss von Hirnarterien. Die Akuttherapie des schweren Schlaganfalls hat sich in den letzten fünf Jahren massiv verändert. Die Thrombektomie, also die katheterbasierte Wiedereröffnung eines großen, verschlossenen Hirngefäßes, hat für tausende von Patienten Behandlungszeiten, -situationen und vor allem -ergebnisse gebracht, die deutlich über die vorherige alleinige Therapiemöglichkeit der intravenösen Thrombolyse hinausgehen. Den Patienten Zugang zur Thrombektomie, die den großen Schlaganfallzentren vorbehalten ist, zu verschaffen und die Prozedur dort in optimaler Weise zu realisieren, ist heute eine der Hauptaufgaben der neurologischen Notfall- und Intensivmedizin.

Gold und Silber für Wittlicher Athleten

Florian Raadts

Wittlich/Ludwigshafen. Gleich sechs Mal Edelmetall gab es für die Leichtathleten des Wittlicher Turnvereins bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Ludwigshafen. Am Ende standen zwei Titel und vier Vizemeister-Titel auf den Ergebnislisten.

Top-Läufer Florian Raadts wurde zweifacher Rheinland-Pfalz-Meister bei der männlichen Jugend U20. Über 200 m stand er ebenso auf dem Siegertreppchen wie über 4 x 200 m mit der Staffel der LG Bernkastel-Wittlich. Daneben wurde er Vize-Rheinland-Pfalz-Meister über 60 m. Anna-Sophie Schmitt wurde ebenfalls zweimal Vize-Rheinland-Pfalz-Meisterin  bei der weiblichen Jugend U18 über 60 m und im Hochsprung. Weiteres Edelmetall in Form der Silbermedaille gab es für Jamal Hassane, Chaibou Hassane und Maximilian Fuchs mit der Staffel der LG über 4 x 200 m bei den Männern. Jamal wurde darüber hinaus Zweiter im Hochsprung.

ADAC neutral zum Tempolimit auf Autobahnen – Umfassende Faktenklärung statt Empfehlung an die Politik

Angesichts des unklaren Meinungsbildes in Bevölkerung und ADAC Mitgliedschaft enthält sich der ADAC bis auf weiteres einer Empfehlung an die Politik zum allgemeinen Tempolimit auf Autobahnen. Zusätzlich ergibt sich aus bisherigen Studien und Statistiken ein sehr heterogenes Bild zu den Wirkungen eines Tempolimits sowohl bezüglich des Klimaschutzes als auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit. Read more

Grüne Woche: 170 königliche Hoheiten treffen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

IGW 2020. Fotoshooting mit königlichen Hoheiten und Bundelandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. (obs/Messe Berlin GmbH/Messe Berlin – Ralf Günther)

Berlin. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am Sonntag auf der Grünen Woche 170 königliche Hoheiten empfangen – so viele wie nie zuvor. Die Ministerin beließ es nicht bei einem Grußwort. Sie nahm sich die Zeit, jedes einzelne Mitglied des landwirtschaftlichen Produkt-Adels einzeln zu begrüßen. Read more

Bösartige Lungenkrankheit aus China – Deutsche Flughäfen im Pandemiefall gut gerüstet

Die Entwicklung und Verbreitung der neuartigen Lungenkrankheit aus China – das Coronavirus – wird auch in Deutschland mit höchster Aufmerksamkeit beobachtet. Die Situation einer möglichen Einschleppungsgefahr hierzulande wird durch die zuständigen Behörden fortlaufend neu bewertet. An den deutschen Flughäfen gibt es für den Ernstfall detaillierte Notfallpläne mit klaren Prozessabläufen. Die erforderlichen medizinischen Kapazitäten stehen bereit. Grundlage für die Weiterentwicklung dieser Notfallpläne sind Erkenntnisse und Vorschriften der Weltgesundheitsorganisation. Read more

„Wir haben es satt!“-Großdemonstration: Agrarwende anpacken, Klima schützen – Bauern beim Umbau der Landwirtschaft unterstützen!

Zeit: Samstag, 18. Januar 2020, 12 Uhr Ort: Brandenburger Tor, Platz des 18. März, 10117 Berlin

Ablauf: Ca. 12.30 Uhr: Start der Demonstration Ab ca. 14.30 Uhr: Abschluss mit Reden, Musik und Essen am Brandenburger Tor

Vormittags: 10 Uhr: Ankunft der Traktoren-Demo beim Agrarministergipfel und Übergabe der bäuerlichen Protestnote an die Agrarminister der Welt. Ort: Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin

Bauernhöfe beim notwendigen Umbau der Landwirtschaft unterstützen – das fordern in zwei Wochen zehntausende Bäuer*innen und Verbraucher*innen bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration. Angeführt vom Traktor-Konvoi ziehen die Demonstrant*innen dann mit kreativen Schildern, Tierkostümen und Kochtöpfen in der Hand durch das Berliner Regierungsviertel. Dort drücken sie ihre Wertschätzung für bäuerliche Arbeit aus und fordern von Landwirtschaftsministerin Klöckner ein sofortiges Umsteuern in der Agrarpolitik. Read more

Der Landwirtschaft eine Perspektive geben: Agrarwende anpacken!

Aufruf zur „Wir haben es satt!“-Großdemonstration am 18. Januar / Motto: „Agrarwende anpacken, Klima schützen!“ / 100 Organisationen für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Berlin. Wenige Tage vor der großen „Wir haben es satt!“-Demonstration am 18. Januar fordern 100 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft von der Bundesre-gierung, das Höfe- und Insektensterben zu stoppen, das EU-Mercosur-Abkommen zu verhin-dern und endlich die Klimakrise ernsthaft zu bekämpfen. Auf einer Pressekonferenz in Berlin warfen Bündnis-Vertreter*innen der Regierung vor, Bauernhöfe weiter die eigenen politischen Versäumnisse ausbaden zu lassen statt sich den Zukunftsaufgaben zu stellen.

„Agrarwende anpacken, Klima schützen!“ lautet das Motto der Demonstration, bei der zum Auftakt der Grünen Woche wieder Zehntausende auf die Straße gehen. Im Schulterschluss mit der Gesellschaft treten Bäuer*innen, Imker*innen, Bäcker*innen und Köch*innen am Samstag im Berliner Regierungsviertel für artgerechte Tierhaltung, Artenvielfalt und konse-quenten Klimaschutz ein.
Während der EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte muss Deutschland mit der EU-Agrarreform die Agrarwende anschieben. Damit bekommen die Bauernhöfe eine Zukunft, die Tiere mehr Platz und der Klimaschutz eine Chance – und die gesamte Landwirtschaft würde endlich wieder von der Gesellschaft akzeptiert.

Saskia Richartz („Wir haben es satt!“-Sprecherin) sagt mit Blick auf die EU-Agrarreform, deren Verhandlungen 2020 auf die Zielgerade einbiegen:
„Julia Klöckner muss jetzt endlich der zukunftsfähigen Landwirtschaft eine Perspektive geben. Mit den 60 Milliarden Euro an EU-Agrar-Fördergeldern im Jahr können europaweit Bäuerinnen und Bauern bei der Agrarwende unterstützt werden. Statt auf Billigexporte und unfaire Han-delsabkommen sollte die Bundesregierung auf hochwertiges, regionales Essen setzen. Dann müssten die Bäuerinnen und Bauern auch nicht mehr befürchten, dass sie die Zeche für eine falsche Politik zahlen müssen.“

Georg Janßen (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) erklärt für die bäuerlichen Organisationen im Demonstrations-Bündnis:
„Der Umbau der Landwirtschaft ist eine große Herausforderung. Damit dieser gelingt, muss der Schlingerkurs des Bundeslandwirtschaftsministeriums aufhören. Wir Bäuerinnen und Bau-ern machen Politik und Gesellschaft ein konkretes Angebot: Bis 2035 werden wir in Deutsch-land flächendeckend umwelt- und klimaschonenden Ackerbau praktizieren und unsere Nutz-tiere artgerecht halten, wenn hierfür endlich ein politischer und wirtschaftlicher Rahmen ge-schaffen wird.“

Reinhild Benning (Germanwatch) blickt auf ein Jahrzehnt Landwirtschaftsministerium unter Führung der CDU/CSU zurück:
„Ein Jahrzehnt des organisierten Versagens im Agrarministerium liegt hinter uns. Zuerst unternahm Ilse Aigner zu lange nichts gegen Dioxin-Eier, dann kam Christian Schmidts Allein-gang bei der Glyphosat-Wiederzulassung. Die jetzige Ministerin Julia Klöckner schwingt im Nestlé-Video Lobreden auf die Ernährungsindustrie und verhindert zugleich die Lebensmittel-ampel und die verbindliche Haltungskennzeichnung auf Fleisch. Die Bundesregierung ver-stärkt die Macht der Lebensmittel- und Agrar-Chemie-Konzerne – auf Kosten von bäuerlichen Existenzen, mehr Transparenz und gesunder Ernährung.“
Antonio Andrioli (Universitätsprofessor und Agrar-Experte aus Brasilien) sagt:

„Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten wäre fatal für die bäuerliche Landwirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks. Damit würde sich das agrarindustrielle Modell mit Gentechnik, Pestiziden und Tierfabriken noch mehr verfestigen. Wir freuen uns, dass auch in Deutschland der Protest gegen das Abkommen wächst. Deutsch-land muss ein Veto einlegen, nicht zuletzt damit die Brandrodungen im Amazonas eingedämmt werden.“
Nicolas Barthelmé (Du bist der Chef! Die Verbrauchermarke) berichtet, wie in Frankreich Verbraucher*innen gemeinsam Verantwortung für Bauernhöfe übernehmen:

„Wer weiß, was drin steckt und entscheiden darf, wie Lebensmittel produziert werden sollen, zahlt auch einen höheren Preis für gutes Essen. Wenn die Menschen eine echte Wahl haben, entscheiden sie sich an der Ladentheke für mehr Umweltschutz, Tierwohl und faire Preise für die Bauernhöfe. Dafür braucht es Mitbestimmung und Transparenz – und das stellen wir mit unserer Initiative sicher, die demnächst auch in Deutschland auf den Markt kommt.“
Hintergrund: Die „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration wird von Tausenden Bäuerinnen und Bau-ern – konventionell und bio – getragen, von denen etliche mit ihren Traktoren aus dem gesam-ten Bundesgebiet anreisen. Zusammen mit rund 100 Organisationen aus der Gesellschaft treten sie für eine Landwirtschaft und Lebensmittelpolitik ein, in der Bauernhöfe fair entlohnt werden und sich alle Menschen gesund ernähren können.
Die Demonstration am 18. Januar beginnt um 12 Uhr am Brandenburger Tor. Auf der Bühne sprechen die alternative Nobelpreis-Trägerin Vandana Shiva, ein Vertreter von Fridays for Future, Imker, Bäuerinnen, Naturschützer und viele mehr. Alle Menschen, die sich für gute Landwirtschaft und gesundes Essen einsetzen, sind herzlich wilkommen.

Weitere Informationen: www.wir-haben-es-satt.de

 

„Klebriger Protest“ – Imker verschütten Honig am Agrarministerium und fordern konsequenten Insektenschutz

Wenige Tage vor der „Wir haben es satt!“-Großdemonstration hat ein Brandenburger Imkerpaar heute Vormittag über einhundert Eimer mit Honig vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin abgeladen. Die insgesamt rund vier Tonnen Honig von Sebastian und Camille Seusing sind ein Fall für den Müll. Wegen zu hoher Belastung mit Glyphosat – es wurde eine bis zu 152-fache Überschreitung des erlaubten Grenzwerts gemessen – darf der Honig nicht verkauft werden. Der Gegenwert des Schadens beträgt rund 60.000 Euro. Die eigentlich erfolgreiche Imkerei steht dadurch jetzt vor dem Aus. Read more

CeramTec beweist sich erneut als herausragender Ausbildungsbetrieb

CeramTec CEO Dr. Hadi Saleh gratuliert Dominik Köstlin. Ausbilder Albrecht Baumann freut sich mit ihm über das tolle Ergebnis. Foto: CeramTec

Plochingen/Wittlich. Mit Dominik Köstlin hat ein CeramTec-Auszubildender im Fach Industriemechaniker bei den Abschlussprüfungen das beste Ergebnis in der Region Stuttgart erzielt. Damit hat der Keramikspezialist CeramTec nach der Auszeichnung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ Ende März 2019 erneut bewiesen, dass er zu den besten Ausbildungsbetrieben gehört.

CeramTec-Azubis haben in der Vergangenheit schon mehrfach als Beste ihres Fachs geglänzt, ob als „Bayernbester“ oder gar als „Bundesbester“. Im Oktober letzten Jahres ist eine Auszeichnung hinzugekommen: So hat der angehende Industriemechaniker Dominik Köstlin seine dreijährige Ausbildung mit 97,66 Punkten in der Abschlussprüfung absolviert. Damit erreichte er unter den 748 Absolventen der Ausbildung zum Industriemechaniker das beste Ergebnis der IHK Region Stuttgart. Read more

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