A.R.T. beantwortet die „Windelfrage“

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) hat anlässlich seiner letzten Verbandsversammlung am 3. Dezember 2019 die Ergebnisse der Prüfaufträge aus den verschiedenen Landkreisen zum Thema „Windelbonus“ vorgestellt. Ob es künftig Windelsäcke geben wird, liegt nun im Ermessensspielraum der Landkreise und der Stadt Trier. Darüber hinaus wurde der Wirtschaftsplan 2020 beschlossen, der für das kommende Jahr ein insgesamt großes Investitionspaket vorsieht.

Die Windelfrage – entscheidet sich voraussichtlich erst 2020

 

Sehen in Zukunft so unsere öffentlichen Parkplätze überall aus? Die beiden weißen Plastiksäcke links unten sind voller Windeln. Die illegalen Müllentsorgungen der Umweltverschmutzer verschandeln touristisch wertvolle Aussichtspunkte wie z.B. auf dem Parkplatz am Kröver Berg. (Foto vom 1. Advent!). Die Entsorgung müssen die Steuerzahler bezahlen. (Foto: Eifel-Zeitung)

Im Vorfeld der ab Januar geltenden Neuregelungen in Sachen Müllabfuhr wurde viel diskutiert. Es ging dabei auch um Sozialverträglichkeit und Familienfreundlichkeit. Zwei Gruppen standen dabei im Fokus: Familien mit Kleinkindern und pflegende Haushalte. Am Ende verband beide die gleiche Sorge. Durch die verursachergerechten Abfallgebühren werden Haushalte mit mehr Abfall stärker zur Kasse gebeten als jene, die nur wenig Abfall entsorgen. Die Forderung nach einer Unterstützung oder einem Ausgleich der Mehrkosten wurde durch die zuständigen Gremien an den A.R.T. herangetragen. Entsprechende Prüfaufträge wurden erteilt, und der A.R.T. aufgefordert, in seiner letzten Verbandsversammlung 2019 das Ergebnis dieser Prüfung vorzustellen.

Gebührenfreie Windelsäcke rechtlich nicht zulässig!

„Rechtlich ist die bisher vereinzelt praktizierte gebührenbefreite Ausgabe von Windelsäcken oder Leerung des Restabfallbehälters für Familien mit Wickelkindern oder pflegende Haushalte nicht zulässig, da sie wenige Gebührenschuldner begünstigt und dies gegen das sogenannte Äquivalenzprinzip des Kommunalen Abgabengesetzes verstößt.“ erklärt Kirsten Kielholtz, Pressesprecherin des A.R.T.

Kommunen sollen Kosten für Windelsäcke übernehmen

Von allen geprüften Möglichkeiten und deren Anwendbarkeit auf das Verbandsgebiet des A.R.T. blieb im Ergebnis ein Lösungsansatz, der sowohl gebührenrechtliche Vorgaben erfüllt, höhere Kosten für die betroffenen Haushalte vermeidet und außerdem Unterstützungsmöglichkeiten durch die Kommunen bietet. Dieser Ansatz sieht vor, dass der A.R.T. Windelsäcke den Kommunen gegen ein kostendeckendes Entgelt zur Verfügung stellt. Die Kosten würden somit von den Kommunen übernommen, welche dann entscheiden, in welchem Umfang und zu welchen Konditionen sie die Windelsäcke an ihre Bürgerinnen und Bürger ausgeben möchten. Im Rahmen der 14-täglichen Sammeltouren könnten die Säcke dann mitgenommen werden.

Satzungsänderung vorgeschlagen

Die Mitglieder der Verbandsversammlung haben einer Satzungsänderung zugestimmt, die diese Lösung für alle Gebietskörperschaften ermöglicht. Ob dieser Lösungsansatz in den Landkreisen bzw. der Stadt Trier umgesetzt wird, muss nun in den einzelnen Gebietskörperschaften individuell beraten werden. Eine diesbezügliche Entscheidung wird für das Frühjahr 2020 erwartet. Lediglich im Landkreis Vulkaneifel wird es im Rahmen der noch anstehenden Kreistagssitzung voraussichtlich noch in diesem Jahr zu einer Entscheidung kommen.

Wirtschaftsplan 2020 – 4,5 Mio. Euro Unterdeckung    

Im nächsten Punkt der Tagesordnung befasste sich die A.R.T. Verbandsversammlung mit der Haushaltssatzung zum Wirtschaftsplan 2020. Trotz der bereits beschlossenen Anpassungen der Gebühren muss nach wie vor von einer Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 4,5 Millionen Euro ausgegangen werden. Dies liegt darin begründet, dass die eigentlich für die Deckung aller Kosten erforderlichen Gebühren in der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg um mehr als die jetzt erfolgte Anpassung hätten erhöht werden müssen.

Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg gegen Gebührenerhöhung in voller Höhe

Die politischen Vertreter in der Verbandsversammlung des A.R.T. hatten sich gegen eine Gebührenerhöhung in voller Höhe und für zwei Gebührenschritte ausgesprochen. Im kommenden Jahr werden die Mindereinnahmen noch durch den weiteren Verzehr von Eigenkapital ausgeglichen. Ob und in welcher Höhe eine weitere Anpassung dann notwendig sein wird, hängt entscheidend von der tatsächlichen Entwicklung der Gebühreneinnahmen ab. Der Zweckverband wird sowohl die Einsparungen durch reduzierte Restabfallmengen sowie die veränderten Einnahmen durch seltenere Inanspruchnahme der Leerungen der Restabfallgefäße beobachten, um daraus die notwendigen Entscheidungen für 2021 ableiten zu können.

67 Millionen Euro Investitionsvolumen geplant

Neben den Gebühreneinnahmen liegt ein wesentliches Augenmerk auf dem beachtlichen Investitionsvolumen. „Wir planen für das kommende Jahr mit Investitionen in Höhe von 67 Millionen Euro, von denen 45 Millionen Euro in Neubauten und technische Anlagen und 22 Millionen Euro in die Sanierung von Altlasten investiert werden sollen “ erklärt Stefan Mock, stellvertretender Verbandsdirektor.

„Während bei den Neubauten der Ausbau der Abfallbehandlungsanlage in Mertesdorf oder von Wertstoffhöfen im Vordergrund steht, sind bei der Altlastensanierung der Rückbau der Deponie Saarburg sowie Oberflächenabdichtungen auf den Deponien Mertesdorf, Sehlem und Plütscheid von Bedeutung.

Diese Maßnahmen dienen dazu, Kosten für die Entsorgung von Abfällen und für die Nachsorge von Deponien zu reduzieren, um so das Gebührenaufkommen möglichst konstant zu halten.

Sinkende Einnahmen bei Verwertung von Altmetall und Altpapier und Nullzins-Politik  

Doch auch andere Einflussfaktoren spielen bei der Gebührenkalkulation eine Rolle. So betrachten die A.R.T.-Verantwortlichen mit Sorge die fehlenden Erlöse aus der Metallverwertung und der Altpapierverwertung. Die dort bisher erzielten Einnahmen haben in den vergangenen Jahren den Gebührenhaushalt deutlich entlasten können – gegenwärtig gibt es für den Verkauf von Altmetallen und Altpapier nur noch weniger als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. Das Gleiche zeigt sich bei den Zinseinnahmen aus der Anlage der Deponierückstellungen – die Einnahmen sinken weiter.

A.R.T. Mitarbeiter im Dauereinsatz

Für Geduld und Verständnis bei den aktuell laufenden Behälteränderungen warben Verbandsvorsteher Landrat Gregor Eibes und Verbandsdirektor Max Monzel. Der A.R.T. hat in den vergangenen Wochen 140.000 Kundenanschreiben verschickt. In der Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben daraufhin 40% der Kunden andere Behälter beauftragt. Selbst in Trier/Trier-Saarburg, wo die Berechnung der Mindestbehältergröße wie bisher erfolgt, gab es viele Rückmeldungen. Überraschend wenig Beauftragungen gab es bislang für den Hol- und Bringdienst in der Stadt Trier. Bisher liegen dem A.R.T. hierzu nur Aufträge von weniger als 15% der Kunden vor.

3000 Telefonate am Tag

Der A.R.T. verweist darauf, dass man trotz erheblicher personeller Aufstockung in der Verwaltung bei dem derzeit hohen Anruferaufkommen mit zum Teil über 3.200 Anrufen pro Tag mit Wartezeiten rechnen müsse. Das bedeutet 300% mehr Anrufe als im normalen Tagesgeschäft. Lange Wartezeiten lassen sich daher momentan nicht vermeiden. Vor allem Anfragen zum Thema Behältergröße können per Email oder über die ART APP an den Verband übermittelt werden. Die Bearbeitung erfolgt dann in der Reihenfolge des Maileingangs.

 

 

 

 

 

Die neue Glühweinkönigin heißt Verena Müller

Verena Müller (Foto: Thomas Vatheuer)

Trier. Seit dem 26. November 2019 residiert nun die 32-jährige Verena Müller als amtierende Deutsche Glühweinkönigin. Am gleichen Tag wurde übrigens auch die rheinland-pfälzische Milchkönigin in Bitburg gewählt. Verena Müller kommt aus Beßlich, einem Ortsteil von Newel im Landkreis Trier-Saarburg. Die gebürtige Triererin arbeitet seit vielen Jahren als Verkäuferin im Einzelhandel in der City und ist ein echter Weihnachtsmarkt-Fan. Read more

Frau stürzt 12 Meter tiefen Abhang hinab

Saarburg. Am vergangenen Montagnachmittag, 02.12.2019 alarmierte eine 15-Jährige die Rettungsleitstelle darüber, dass ihre Mutter während eines gemeinsamen Spaziergangs im Bereich des sogenannten Kammerforstes zwischen Saarburg und Serrig einen Abhang hinuntergestürzt sei und Hilfe brauche. Vor Ort wurde festgestellt, dass es sich bei der abgestürzten Frau um die 45-jährige Mutter der Mitteilerin handelt, die einen ca. 12 Meter tiefen Steilhang hinuntergestürzt war und aufgrund von Knochenbrüchen schwer, nicht jedoch lebensgefährlich verletzt war. Ihre Tochter war den Hang hinunter zu ihr geklettert und harrte bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bei ihr aus. Read more

Zertifikatsübergabe am DLR Mosel

Die Zertifikatsempfänger prägen das Essverhalten der Kinder und bringen ihnen Geschmacksvielfalt auf den Teller. Sie gehören mit zur „Kitafamilie“ und leben den Kindern gesundes Essen vor. Gerne unterstützen sie die Erzieherinnen bei der Ernährungsbildung und Lebensmittelkunde. Die Eltern freuen sich, wenn sie wissen, dass fachlich gut geschultes und ausgebildetes Personal für ihre „Kleinen“ kocht. Foto: DLR Mosel

Bernkastel-Kues: Zwei Jahre lang haben sich engagierte Damen und Herren in der Seminarreihe „ESSEN UND TRINKEN IN KINDERTAGESSTÄTTEN“ der Ernährungsberatung Rheinland-Pfalz am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum MOSEL in 6 Seminarbausteinen weitergebildet.

Am Donnerstag konnten der Dienststellenleiter Hubert Friedrich und Hannelore Jacobi von der Ernährungsberatung am DLR MOSEL den Teilnehmern/innen zum erfolgreich bestandenen Abschlusstest gratulieren. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde den 16 Köchinnen und Köchen aus den Kindertagesstätten ein Zertifikat verliehen. Read more

Unbekannte menschliche Skelettteile im Wald gefunden

Palzem/Mosel. (ots) Zeugen haben am vergangenen Sonntagmittag, 1. Dezember, in einem Wald an der Mosel Teile eines menschlichen Skeletts gefunden. Gegen 15.40 hatte ein Teilnehmer einer Jagdgesellschaft die menschlichen Knochen und Reste von Kleidung in einem unzugänglichen Waldstück an der Mosel zwischen Palzem und dem Ortsteil Wehr gefunden. Mit Hilfe der Feuerwehr konnte die Polizei die Überreste bergen. Bisher ist noch unklar, um wessen sterbliche Überreste es sich handelt. Auch die Todesumstände sind nicht bekannt. Die Kripo Trier hat die Ermittlungen aufgenommen.

Brand in den Moselauen von Trier

Trier. Am 28. November, um 17:52 Uhr, melden Zeugen ein brennendes Auto auf einem Parkplatz in den Moselauen in Trier. Der Brand konnte durch die Feuerwehr gelöscht werden, der schwarze Ford Fiesta brannte jedoch völlig aus. Nach erstem Stand der Ermittlungen, ist Brandstiftung nicht auszuschließen. Die Kriminalpolizei Trier bittet daher Zeugen, die etwas beobachtet haben, sich unter 0651 9779 2290 zu melden.

Kammerpräsident Rudi Müller geht in seine vierte Amtszeit

Das neugewählte Präsidium der Handwerkskammer Trier (v. l.): Vizepräsident Edgar Gröber, Kammerpräsident Rudi Müller, Vizepräsident Bernd Elsen

Rudi Müller bleibt auch für die nächsten fünf Jahre Präsident der Handwerkskammer Trier. Die neu gewählte Vollversammlung bestätigte den 68-jährigen Schreinermeister aus Pluwig in ihrer konstituierenden Sitzung am 22. November. Damit tritt Müller bereits seine vierte Amtsperiode an. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Im Präsidium wechselte die Besetzung des Stellvertreterpostens auf der Arbeitgeberseite: Zum neuen Vizepräsidenten wurde der 51-jährige Elektrotechnikermeister Bernd Elsen aus Speicher bestimmt. Der frühere Kreishandwerksmeister und Obermeister der Elektroinnung Westeifel löst Zimmerermeister Hermann Zahnen aus Sellerich ab, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte. Als Vizepräsidenten der Arbeitnehmerseite bestätigte das oberste Gremium der Kammer den 2014 gewählten Morbacher Edgar Gröber, Geprüfter Polier und Bürokaufmann. Die 27 Handwerker zählende Vollversammlung setzt sich aus 18 Arbeitgeber- und 9 Arbeitnehmervertretern zusammen. Hinzugewählt wurden drei weitere sachverständige Personen, sodass sich im Plenum insgesamt 30 Mitglieder ehrenamtlich für die Interessen des Handwerks engagieren. Read more

IHK ehrt die Landesbesten in der Höheren Berufsbildung

In insgesamt 30 Prüfungsfeldern der Höheren Berufsbildung wurden am 13.11.2019 die Auszeichnungen für die landesbesten Teilnehmer durch die Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern feierlich im historischen Saalbau des Frankfurter Hofes in Main übergeben.

Der Kabarettist und Mundart-Comedian Christian Habekost führte routiniert und humorvoll durch das Programm und hatte sein Publikum, darunter die Preisträger mit ihren Begleitungen sowie die Vertreter und Prüfer der Industrie- und Handelskammer schnell auf seine Seite gezogen. Das bunte Unterhaltungsprogramm wurde durch die Band AmoKoma musikalisch abgerundet.

Persönlich übergaben Dr. Engelbert Günster, Präsident der IHK Rheinhessen gemeinsam mit Staatssekretärin Daniela Schmitt die Auszeichnungen. „Mit Ihrer Leistung geben Sie ein leuchtendes Beispiel für alle, die nach einer beruflichen Karriere durch Aufstiegsfortbildung streben. Read more

Brandereignis in der Müllverbrennungsanlage Mertesdorf

Falsche Entsorgung führt erneut zu Schwelbrand

Mertesdorf. Am heutigen Vormittag (25.11.2019) meldeten die Überwachungssysteme in der mechanisch-biologischen Trocknungsanlage erneut einen Schwelbrand. Die Anlage befindet sich auf dem Gelände des Entsorgungs- und Verwertungszentrums des A.R.T. in Mertesdorf. Die Mitarbeiter vor Ort konnten den Brand eigenständig löschen. Gemeinsam mit der sicherheitshalber alarmierten Feuerwehr aus Mertesdorf und Kasel konnten die Löscharbeiten schnell abgeschlossen werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Read more

Ruwertaler Reisedienst übernimmt O.V.B. Becker

Standort und Arbeitsplätze durch luxemburgischen Investor gesichert

Trier, 18.11.2019. Die Zukunft für O.V.B. Omnibus-Verkehre-Becker ist gesichert. Mit der Ruwertaler Reisedienst GmbH wurde ein Investor gefunden der den Geschäftsbetrieb einschließlich aller 42 Arbeitsplätze übernimmt. Am 14.11. wurde ein entsprechender Unternehmenskaufvertrag mit dem Insolvenzverwalter geschlossen. Read more

Ausbildungsmesse „Chance Handwerk“ im neuen HWK-Bildungszentrum Trier

„Chance Handwerk“ in der Handwerkskammer Trier (HWK) ist die große Ausbildungsmesse des Handwerks in der Region. Die nächste Auflage steht vor der Tür: Am 15. November von 13 bis 17 Uhr präsentieren sich im nagelneuen HWK-Bildungszentrum in der Loebstraße 18 mehr als 40 Aussteller. Schüler und deren Eltern sind eingeladen, sich dort über rund 130 unterschiedliche Handwerksberufe zu informieren. Große Karrierechancen im Handwerk warten darauf, entdeckt zu werden: Mehr als 500 freie Ausbildungsplätze bietet das Handwerk der Region derzeit – vom Anlagenmechaniker bis zum Zimmerer. Ein Rahmenprogramm rund um die Themen Ausbildung und Bewerbung ergänzt das Angebot. Die Messe richtet sich an alle Schulformen, vom Hauptschüler bis zum Gymnasiasten. Read more