Ehemaliger BWV-Vizepräsident Ökonomierat Walter Schaefer verstorben

Mainz (bwv). Am 20. Januar 2022 ist Ökonomierat Walter Schaefer aus Rüssingen, ehemaliger Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V. und langjähriger Vorsitzender des Fachausschusses Ackerbau/Pflanzliche Produktion der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, im Alter von 91 Jahren verstorben. Die Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt, und der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ökonomierat Norbert Schindler, trauern mit der Familie um eine herausragende Persönlichkeit.

Walter Schaefer engagierte sich über mehr als drei Jahrzehnte hinweg im Sinne seiner Berufskollegen und war davon mehr als 25 Jahre als Ortsvorsitzender in seiner Heimatgemeinde Rüssingen aktiv. Im Jahre 1968 wurde Schaefer in den BWV-Kreisvorstand und zwei Jahre später zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt, bevor er 1983 das Amt des Kreisvorsitzenden des BWV-Kreisverbandes Donnersberg übernahm. Darüber hinaus war Walter Schaefer über viele Jahre hinweg Vizepräsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V.

Auch bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz engagierte sich der Verstorbene über viele Jahrzehnte hinweg. Dort hat Walter Schaefer den Berufsstand von 1987 bis 1999 als Vorsitzender des Ausschusses „Ackerbau/Pflanzliche Produktion“ vertreten, engagierte sich in verschiedenen Fachgremien sowie als Mitglied der Vollversammlung.

Darüber hinaus war Walter Schaefer ehrenamtlich in der Fördergemeinschaft Braugerste Rheinland-Pfalz, dem Bundesverband der Saatguterzeuger, dem pfälzischen Acker- und Saatbauverband, der Raiffeisenbank Donnersberg und der Raiffeisenhauptgenossenschaft Frankfurt über viele Jahrzehnte hinweg sehr erfolgreich tätig. Für seinen herausragenden Einsatz im Sinne der Landwirtschaft wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen zu Teil. Neben der Ernennung zum Ökonomierat wurde Walter Schaefer 1995 mit der Goldenen Medaille der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz und 1998 mit der Goldenen Ehrennadel des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V. ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden Walter Schaefer das Bundesverdienstkreuz am Bande, die Goldene Ehrennadel des Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenverbandes und die Silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes verliehen.

„Landwirtschaft in Deutschland – Eine Branche zwischen vielen Stühlen“

Die Reihe „Wirtschaft – für wen?“ der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Trier stellt in diesem Jahr das Thema Landwirtschaft in den Mittelpunkt der Reihe. Landwirtschaft hat in der Regel nichts mit ländlicher Idylle zu tun, sondern wir sprechen von moderner, industrialisierter Landwirtschaft, wo die Abläufe zunehmend mechanisiert, automatisiert und rationalisiert werden, und hohe Erträge bei möglichst niedrigen Preisen eine zentrale Rolle spielen. Wir haben es mit ganz unterschiedlichen Akteuren zu tun: der Gruppe der Landwirten, die der vor- und nachgelagerten Industrie, mit den verschiedenen Branchen der Zulieferindustrie und der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten. Außerdem mit der Politik, die die Rahmenbedingungen setzt und inzwischen maßgeblich von der europäischen Ebene bestimmt wird, auf der die verschiedenen Lobbyverbände Einfluss nehmen. Nicht zuletzt sind die Verbraucher*innen zu nennen, auch keine homogene Gruppe.

Diese Gemengelage soll ein bisschen entwirrt werden, den Auftakt macht eine Online-Veranstaltung zur aktuellen Situation „Landwirtschaft in Deutschland – Eine Branche zwischen vielen Stühlen“, am Donnerstag 17.02.2022, 19.00 Uhr, Referent ist Prof. Dr. Thomas Herzfeld (Direktor am IAMO).

Der landwirtschaftliche Sektor in Deutschland ist seit Jahrzehnten durch einen tiefgreifenden Wandel gekennzeichnet. Unsere Lebensmittel sind in vielen Fällen hochverarbeitet und kommen aus verschiedenen Ländern. Gleichzeitig werden die Umstände der Agrarproduktion immer wieder in öffentlichen Debatten thematisiert. Somit bestimmen zahlreiche Faktoren beginnend mit unseren Konsumentscheidungen über gesellschaftliche Umwelt- und Tierschutzvorstellungen bis zu technologischen Entwicklungen und die Agrarpolitik den Wandel in der Landwirtschaft.

Der Vortrag wird die aktuelle Struktur der Landwirtschaft vorstellen und die Rolle der erwähnten Einflussfaktoren für die Entwicklungsprozesse des Sektors diskutieren. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die gemeinsame Agrarpolitik der EU dar. Gemeinsam mit dem Auditorium wird ein Ausblick auf die derzeitigen Herausforderungen gelegt und mögliche Wege für deren Bewältigung debattiert.

Der Referent, Prof. Dr. Thomas Herzfeld ist seit Oktober 2011 Direktor am IAMO (Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien) und leitet die Abteilung Agrarpolitik, gleichzeitig ist er Professor für „Politik und Institutionen im Agrarsektor“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). 

Interessenten können sich anmelden über anmelden-keb.de/59155, den Zugangslink erhalten sie nach der Anmeldung oder über Themenschwerpunkt Arbeit, Tel. 0651 993727-10.

Diese Reihe ist eine Kooperation der KEB-Mittelmosel, der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Themenschwerpunkte Schöpfung und Arbeit im Bistum Trier.

 

 

Betriebe mit bewirtschafteter Fläche kleiner als fünf Hektar erstmals nicht mehr größte Betriebsgruppe in Rheinland-Pfalz

Im Jahr 2021 bewirtschafteten rund 15.900 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz 706.200 Hektar Fläche. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, bewegt sich die Zahl der Betriebe nahezu auf Vorjahresniveau. Gegenüber 2010 nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um knapp 23 Prozent ab (minus 4.600).

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Am Puls der Gesellschaft für die Milchwirtschaft in Rheinland-Pfalz und dem Saarland

„Altbewährtes erhalten – Neues gestalten“ ist das Motto der Führungsriege von Milchwirtschaftlicher Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz-Saar e.V. (Milag) und Landeskontrollverband Rheinland-Pfalz-Saar e.V. (LKV). Hier repräsentiert durch (v.l.n.r.) Michael Horper (Vorsitzender Milag), André Nolden (Milag-Geschäftsführer), Hergen Rowehl (LKV-Geschäftsführer) und Manfred Zelder (Vorsitzender LKV).

Der Vorstand der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz-Saar e.V. (Milag) hat den 46-Jährigen André Nolden am 10. Januar 2022 zum neuen Geschäftsführer ernannt.

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Solarverband Agri PV – Wo bleiben die Initiativen aus Rheinland-Pfalz?

Angesichts der Dringlichkeit, mit der die Solarenergie in Rheinland-Pfalz ausgebaut werden müsste, bittet der Solarverband Rheinland-Pfalz das Klimaschutzministerium um eine aktivere Rolle bei der Umsetzung von Agrophotovoltaikprojekten. Der unter der international üblichen Bezeichnung Agri-PV bekannte neue Projektansatz soll eine Doppelnutzung von Agrarflächen durch aufgeständerte Photovoltaikanlagen und landwirtschaftliche Nutzung vereinen. Dabei handele es sich nicht um eine Freiflächenanlage, die nur der Stromerzeugung dient.

Während Länder wie Italien oder Frankreich in Europa sich an die Spitze der Agri-PV Bewegung gesetzt haben, fristet das Thema in dem agrargeprägten Rheinland-Pfalz noch ein Schattendasein. Gerade in diesem Bundesland wären aber auf Grund der besonderen Eignung im Sonderkulturbereich bei Obst- & Weinbau große Fortschritte denkbar. An der Grenze zu Nordrhein-Westfalen sei im Landkreis Ahrweiler eine erste Apfelplantage mit einer Agri-PV Anlage überdacht worden. Das renommierte Fraunhofer ISE Institut aus Freiburg ist dort für die Begleitforschung zuständig. Ansonsten seien in Rheinland-Pfalz lediglich an einigen Orten weitere Ideen formuliert ohne konkrete Umsetzungen. So sei in Heimbach eine bifaziale Anlage im Gespräch, die aber von der Landwirtschaftskammer blockiert werde. Im Hunsrück in der Gemeinde Briedel sei eine 50 ha Anlage von der Orts- und Verbandsgemeinde positiv aufgenommen worden, aber noch nicht realisiert. In Neustadt an der Weinstraße werde ebenfalls an einer Agri-PV Projektidee gearbeitet.

Der Landesverband Solarenergie bedauert, dass Bundes- und Landesregierung sowie die Planungsbehörden für die Agri-PV noch sehr hohe Hürden aufgebaut haben. Auch die starre Haltung der Landwirtschaftskammer sei ein Problem. Deshalb wünscht sich der Solarverband eine Initiative des Klimaschutzministeriums im Bundesrat sowie Abbau von Planungshürden in Rheinland-Pfalz. Für den Verband müsse auch über eine Privilegierung solcher Maßnahme ähnlich wie bei der Windkraft nachgedacht werden. Die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen könnten nicht nur Landwirten ein zweites Einkommen bescheren, sondern auch einen großen Beitrag zur Energiewende leisten, so der Verband.

 

Marktbox – der neue Verkaufsautomat

© https://marktbox.de/home

Einen neuen Anbieter gibt es auf dem Markt der Verkaufsautomaten. Ein Landwirt und ein Programmierer haben sich zusammengetan und die „marktbox“ entwickelt.

Was sie gestört hat, waren die hohen Investitionskosten für Verkaufsautomaten. Sie haben gemeinsam einen einfachen Verkaufsautomaten aus Leimholzplatten entwickelt. Im Vergleich zum beispielsweise Regiomaten wirkt er leichter und vielleicht auch etwas unscheinbarer. Er besitzt auch weder Kühlung noch Heizung, was bei vielen Produkten den Betrieb in einem geschützten Raum nötig macht, aber abgesehen davon verfügt der Fächerautomat über verschiedene Fachgrößen, die kombinierbar sind. Mehrere Module sind über eine Steuereinheit zu bedienen.

Das Besondere an dem Automaten ist Vor- und Nachteil zugleich: Möglich ist nur die bargeldlose Bezahlung. Das erleichtert vieles (kein Vandalismus, einfache Abrechnung, kein Geldtransport), kann aber auch den einen oder anderen Kunden abschrecken. Andererseits: Die bargeldlose Zahlweise liegt im Trend und wird sich früher oder später durchsetzen. Vielleicht ist es bei uns in Deutschland dafür noch etwas früh, aber der Automat besitzt ein weiteres starkes Argument: Ein Modul mit Steuereinheit, dass auch über eine App vom Handy aus zu steuern ist, kostet 5.800 €, jedes weitere Modul ohne Steuereinheit 4.100 €. Dies liegt weit unter dem Preis anderer Automaten.

Die betriebswirtschaftliche Beratung geht in die Verlängerung – nutzen Sie jetzt Ihre Chance!

© Landwirtschaftskammer RLP

Sie möchten Ihren Betrieb weiterentwickeln und haben bereits einige Ideen dazu? Sie fragen sich, wie sich diese umsetzen lassen, sodass es für den bestehenden Betrieb einen Zusatzgewinn erbringt? Dazu ist es wichtig zu wissen, wie sich der Betrieb aktuell betriebswirtschaftlich präsentiert und ob mögliche Investitionen getragen werden können.

Um letztendlich eine gut vorbereitete und durchdachte Entscheidung für oder gegen die geplante Investition treffen zu können, ist es sinnvoll, sich strukturiert und mit fachlicher Unterstützung diesem Thema anzunehmen. Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz unterstützt Sie bei Ihren Projekten zur Betriebsentwicklung, -erweiterung und -umnutzung. Im Beratungsteam Einkommensalternativen werden Fragen zur Direktvermarktung, Gästebeherbergung sowie zur Entwicklung hofgastronomischer Angebote beantwortet. Das Beratungsteam der betriebswirtschaftlichen Beratung befasst sich mit Anliegen zur Landwirtschaft und zum Weinbau. Hier können beispielsweise Auswirkungen auf das Betriebsergebnis durch Stallbauten, veränderte rechtliche Rahmenbedingungen (GAP-Reform, etc.) und Ähnliches betriebswirtschaftlich abgebildet werden. Weiterlesen

Massentöten männlicher Küken vermeiden

Tel Aviv (dpa) – Ein israelisches Unternehmen hat eine neue Technologie vorgestellt, mit deren Hilfe das Massentöten männlicher Küken künftig vermieden werden soll.

Durch einen genetischen Eingriff bei der Henne wird dabei die Entwicklung männlicher Embryonen in einem frühen Stadium gestoppt. Es schlüpfen nur weibliche Küken, die aber nicht als gentechnisch verändert gelten. Das Unternehmen NRS Poultry arbeitet mit dem anerkannten israelischen Volcani-Zentrum in der Nähe von Tel Aviv zusammen.

Eine Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, nach Anwendung des Verfahrens sei die erste Legehenne vor einigen Wochen geschlüpft. Nach Angaben von NRS Poultry werden gegenwärtig weltweit jährlich sieben Milliarden männliche Eintagsküken getötet. Das neue Verfahren könne Grausamkeit gegen Tiere verhindern.  Weiterlesen

vlf Eifel: Wenn Landwirte an ihre Grenzen kommen

Bitburg. Die für den 18. Januar 2022 vorgesehene Mitgliederversammlung des Vereins für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) Eifel mit dem Fachvortrag „Wenn Landwirte an ihre Grenzen kommen“ wird wegen der nicht absehbaren Entwicklungen der Corona-Pandemie auf den Herbst verschoben. Die Einladung dazu wird rechtzeitig versendet.

 

Greenpeace für höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch und Milch

Berlin (dpa) – In der Debatte um ein Ende ständiger Preiskämpfe bei Lebensmitteln wirbt die Umweltorganisation Greenpeace für eine höhere Mehrwertsteuer auf tierische Produkte.

«Die neue Bundesregierung sollte die Mehrwertsteuer für Fleisch und Milchprodukte an den regulären Satz von 19 Prozent anpassen», sagte Agrarexperte Matthias Lambrecht den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). «Im Gegenzug kann sie die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse absenken oder ganz streichen.» Prompter Widerspruch kam von der mitregierenden FDP. Über eine Finanzierung von mehr Tierschutz in den Ställen auch über Preisaufschläge im Supermarkt stehen im neuen Jahr Klärungen an.

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