Anti-Atomkraft-Proteste zum 30. Tschernobyl-Jahrestag

Bonn/Berlin. Am 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) von der Bundesregierung und von den zuständigen Landesregierungen konsequente Schritte zum Schutz der Bevölkerung vor weiteren Atomkatastrophen gefordert. In vielen Städten wird an die Opfer von Tschernobyl erinnert und gleichzeitig wird für den weltweiten und sofortigen Atomausstieg demonstriert. Der BBU spricht sich dafür aus, dass den noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerken sofort die Betriebsgenehmigungen entzogen werden. Außerdem sollen auch die Uranfabriken in Gronau und Lingen sofort stillgelegt werden, damit mit ihren Produkten nicht länger Atomkraftwerke in aller Welt, inklusive Belgien, betrieben werden können. Global fordert der BBU einen noch umfassenderen Umstieg der Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen. Den Einsatz von Atomkraftwerken und sonstigen Atomanlagen lehnt der BBU auch international grundsätzlich ab. „Die Atomindustrie handelt weltweit. Und Tschernobyl hat gezeigt, dass die Folgen einer Atomkatastrophe von der Bevölkerung international getragen werden müssen. Eine weitere Atomkatastrophe darf es nicht geben“, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

In den letzten Tagen haben anlässlich des 30. Tschernobyl-Jahrestages bereits mehrere Tausend Menschen im ganzen Bundesgebiet ihre Forderung nach der sofortigen Stilllegung aller Atomkraftwerke und Atomanlagen bekräftigt. Am Wochenende wurde u. a. an den Atomkraftwerken Brokdorf, Biblis, Gundremmingen und Grafenrheinfeldm sowie gegen das geplante Atommüll-Lager Schacht Konrad bei Salzgitter und das bereits im Betrieb befindliche Atommüll-Lager in Ahaus demonstriert. Am 25. April, haben Anti-Atomkraft-Initiativen grenzüberschreitend vor der niederländischen Urananreicherungsanlage in Almelo für deren sofortige Stilllegung demonstriert. Und heute, direkt am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe, finden weitere Aktivitäten der Anti-Atomkraft-Bewegung statt. Proteste und Gedenkveranstaltungen werden u. a. an den Atomstandorten Duisburg, Gronau, Lingen, Mosbach (AKW Obrigheim) und Neckarwestheim durchgeführt, aber auch in Städten wie Bonn und Hameln. Weitere Informationen zu den Gedenk- und Protestveranstaltungen findet man auf der Internetseite des BBU unter http://bbu-online.de, Direktlink: http://bbu-online.de/Termine/Termine.htm.

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33. Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter http://bbu-online.de, telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72 <http://www.facebook.com/BBU72>. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

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