Souveräner Auftaktsieg von Phoenix Racing

Nürburg. Eine Woche nach den Test- und Einstellfahrten ging es wieder los mit dem ersten Saisonlauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Bestes Wetter und hohes Zuschaueraufkommen bescherten den Teilnehmern ideale Bedingungen für ein tolles und spannendes Rennen. Das Qualifying war durchsetzt von vielen Gelbphasen und schweren Unfällen. Besonders viel Glück hatte Kevin Estre im Dörr MCLaren 12C GT3 als beim Anbremsen in die Mercedes Arena plötzlich die Bremsen versagten und er ungebremst in die Reifenstapel krachte – Estre konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen. Eine weitere Schrecksekunde gab es im Streckenabschnitt Pflanzgarten 2 als es zu einem Unfall zwischen dem neuen BMW M235i von Bonk-Motorsport und einem Porsche vom Team Car Collection kam, bei dem der BMW über die Leitplanken aufstieg und in den angrenzenden Wald hineinflog. Beide Fahrer blieben auch hier unverletzt. Durch die umfangreichen Aufräumarbeiten musste der Rennstart um eine Stunde auf 13 Uhr verschoben werden.

Nur 8:11.100 Minuten benötigte der R8 LMS Ultra vom Team Phoenix Racing (Marc Basseng, Frank Stippler und Laurens Vanthoor) für die schnellste Runde. Platz 2 in der Startaufstellung ging an den Mercedes SLS von Black Falcon (Andreas Simonsen, Jeroen Bleekemolen und Lance David Arnold) mit einer Sekunde Rückstand verfolgt von den Marc VDS und Schubert BMW Z4 GT3. Der Frikadelli Porsche kam bedingt durch die vielen Gelbphasen nicht über die 22. Startposition hinaus – „Wir haben es ganz einfach verwachst und konnten durch diese Gelbphasen keine Bestzeit einfahren“ so Abbelen in einem Interview. – Später im Rennen musste das Team aufgrund eines Reifenschadens aufgeben.
Der Ford GT von Jürgen Alzen platzierte sich überraschenderweise auf den achten Platz und zeigte im Rennen eine starke Performance – Platz 6 am Ende des Rennens war das Resultat eines perfekten Wochenendes.

Der Rennstart verlief weitestgehend problemlos – Startfahrer Stippler im Audi R8 LMS konnte seine Pole Position vor dem BMW Z4 GT3 von Uwe Alzen verteidigen, der einen idealen Start erwischt hatte und von Platz fünf aus startend einige Positionen schon zu Beginn des Rennens gut machen konnte. Auf dem dritten Rang konnte sich der Marc VDS Z4 GT3 mit Startfahrer Jörg Müller festsetzen der aber schon in der vierten Runde zum ersten Boxenstop einkehrte. Alzen konnte sich nach den ersten Stop vor dem Phoenix Audi in Führung setzen – Nach einem spannenden Duell holte sich der Audi die Führung zurück musste aber im Verlauf des Rennens mehrfach, bedingt durch die unterschiedlichen Boxenstrategien der Teams, die erste Position abgeben. Die starke Performance des Fahrertrio Uwe Alzen und Philipp Wlazik wurde nicht belohnt. Das Team stellte das Auto kurz vor Rennende in der Boxengasse ab. Grund war ein vorausgegangener Reifenschaden. Auch das Team von ROWE Racing stellte nach gleich zwei Reifenschäden das Fahrzeug in der Box ab. Der Phoenix Audi konnte sich so problemlos den ersten Sieg in der Saison 2014 sichern – Es war der 26. Gesamtsieg für Marc Basseng, der 10. für Frank Stippler und der zweite für Laurens Vanthoor wohlgemerkt im dritten Rennen. Platz zwei sicherte sich der Mercedes SLS von Black Falcon noch vor dem Schubert Z4 GT3 mit Jens Klingmann, Dominik Baumann und DTM-Fahrer Martin Tomczyk.

In der CUP5 Klasse konnte das Team Adrenalin Motorsport (Guido Wirtz, Christopher Rink und Oleg Kvitka) im neuen BMW M235i den Klassensieg einfahren – Platz zwei in der Klasse ging an den „Eifelblitz“ Scheid Motorsport. Die amtierenden VLN-Meister Tim und Dirk Groneck mussten sich mit Rang zwei in der CUP3-Klasse begnügen. Das Team Get Speed Performance rund um Adam Osieka, Christopher Mies und Steve Jans holten sich den Sieg in der stark besetzten CUP2-Klasse. Der nächste Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft findet am 12.04.2014 statt. Text & Bilder: Florian Hanf

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