Welche Vorteile bringt ein Klapprad mit sich?

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Klappräder sind besonders handlich und in der Stadt daher praktische Fortbewegungsmittel.

Ein kleines Fahrrad, das sich bei Bedarf zusammenklappen lässt? Wer noch nie von einem Klapprad gehört hat, wird beim Anblick der faltbaren Modelle große Augen machen. Tatsächlich gibt es die handlichen Räder jedoch schon seit dem späten 19. Jahrhundert. Bis heute gehören sie zu den beliebten Fortbewegungsmitteln von Freizeitfahrern, Familien oder Pendlern.

Warum lohnen sich Fahrräder zum Klappen?

Klappräder erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Wie eine Umfrage von Statista zeigt, gehören zu den beliebtesten Herstellern 2020:

  • Tern,
  • Dahon und
  • Prophete

Mit einem zusammenklappbaren Rad profitiert man von hoher Flexibilität. Schließlich gibt es kaum einen anderen fahrbaren Untersatz, auf dem man während der Fahrt gemütlich sitzen und sich ihn anschließend bequem unter den Arm klemmen kann.

Der große Vorzug der Modelle besteht in dem geringen Packmaß. Mit wenigen Handgriffen gelingt es, das Fahrrad zu falten und die Größe damit um gut die Hälfte zu reduzieren. Bei einigen Modellen ist das Faltmaß klein genug, dass sie problemlos in Rucksack oder Koffer transportiert werden können. Dieser Faktor erweist sich beispielsweise für Berufspendler besonders praktisch. Statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, nutzen sie das Klapprad.

Aufgrund seiner geringen Größe geht es als normales Gepäckstück durch. Während einer Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus oder Bahn kann das Faltrad in einer Tragetasche ohne Zusatzkosten mitgenommen werden. Sperrzeiten für Fahrräder müssen die Nutzer nicht berücksichtigen. Noch einen Pluspunkt gibt es: Im ICE, in dem die Fahrradmitnahme die Reisekasse teilweise belasten kann, sind Gepäckstücke kostenfrei mitzuführen. Das bedeutet, man kann auf die teurere Fahrradkarte verzichten und bares Geld sparen.

Für den Weg auf Arbeit oder in den Freizeitspaß sind Falträder eine gute Wahl. Sie können ebenfalls beim Wochenendausflug oder in den Kurzurlaub mitgenommen werden. Dementsprechend sind die Fahrer überall mobil, ohne Zusatzkosten befürchten zu müssen. Wer mit dem eigenen Auto in den Urlaub fährt, kann das Klapprad ohne Probleme in den Kofferraum packen. Spontan lässt sich bei der Urlaubsfahrt eine Pause einlegen – diese bietet Zeit für eine kleine Radtour. Im Vergleich zum klassischen Fahrrad, das vom Fahrradhalter gehoben werden muss, sind Klappräder deutlich leichter und handlicher.

Die Hersteller achten bei den Modellen auf besonders leichte und dennoch langlebige Materialien. Daher fällt es nicht schwer, das Klapprad bei Bedarf treppauf zu tragen. Ein weiterer Vorteil geht mit der geringen Größe einher: Die Suche nach einem passenden Stellplatz gestaltet sich besonders einfach. Ist kein Fahrradständer in der Nähe, kann man das Faltrad auch bequem in seiner Tragetasche verstauen und mitnehmen. Dadurch reduziert sich ebenfalls das Risiko eines Fahrraddiebstahls.

Für wen lohnt sich ein Klapprad?

Grundsätzlich empfiehlt sich ein Faltrad für alle Menschen, die auf ein Rad mit geringem Gewicht und Packmaß Wertlegen. Berufstätige profitieren von den Vorzügen der Modelle ebenso wie Senioren. Auch für Kinder sind Klappräder eine gute Wahl. Wichtig ist, dass ihre Ausstattung den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung entspricht.

Der praktische fahrbare Untersatz kann ebenfalls beim Thema Beschleunigung punkten. Damit eignet er sich für alle Fahrer, die gern schnell unterwegs sind. Aufgrund der kleineren Reifen und der kompakten Form klappt das Beschleunigen im Vergleich zum klassischen Fahrrad oftmals schneller. Speziell im dichten Stadtverkehr, wenn Autos sich nur im Schneckentempo durch die Straßen bewegen können, ist auf den Fahrradwegen ausreichend Platz, um an ihnen vorbeizuziehen.

Wer zum ersten Mal mit einem Klapprad unterwegs ist, sollte jedoch beachten, dass sich das Fahrgefühl von einem normalen Citybike unterscheiden kann. Teilweise zeigt sich das Fahrverhalten der Modelle gewöhnungsbedürftig. Ist man jedoch an die kleinen Räder und die lange Lenkstange gewöhnt, macht das Fahren von Tag zu Tag mehr Spaß.

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Die erste Fahrt auf einem Klapprad kann gewöhnungsbedürftig sein.

Zudem sollte man beachten, dass Klappräder zwar stabil und im Stadtverkehr praktisch sind, es handelt sich jedoch nicht um Geländeräder. Über Stock und Stein fahren die kleinen Räder, Stoßdämpfung und Fahrkomfort lassen dann aber zu Wünschen übrig.

TIPP: Lange Zeit hielt sich das Gerücht, aufgrund der geringen Radgröße müsse man mit einem Klapprad mehr treten als bei anderen Fahrrädern. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Mythos. Die meisten modernen Modelle verfügen über eine entsprechende Übersetzung der Schaltgänge.

Klappräder gibt es auch mit Motorunterstützung

Wer es beim Radfahren eher gemütlich mag, hat sich wahrscheinlich bereits über E-Bikes informiert. Mit der praktischen Motorunterstützung erleichtern sie nicht nur das Anfahren. Sie können während der gesamten Strecke das Treten in die Pedale ersetzen. Nicht nur klassische Fahrräder werden mit einem leistungsstarken Motor angeboten. Auch das ein oder andere Klapprad in mit ihm ausgestattet. In der Regel handelt es sich um einen 250-Watt-Motor, der das Rad auf bis zu 25 Stundenkilometer beschleunigen kann.

Die Modelle beeindrucken mit einer unkomplizierten Fahrunterstützung. Speziell auf einer Strecke mit vielen Steigungen ist diese vorteilhaft. Für ältere Personen und unsportliche Menschen sind E-Klappräder eine gute Alternative zu den oftmals kostenintensiveren E-Bikes.

Zu bedenken ist, dass Klappräder mit Motor schwerer ausfallen als Varianten ohne Motorisierung. Auch ihr Preis fällt oftmals höher aus.

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