Mehrere Polizeieinsätze beim Wittlicher Oktoberfest

In der Nacht von Freitag auf Samstag musste die Polizei im Rahmen des Oktoberfestes in Wittlich viermal wegen Körperverletzungsdelikten einschreiten. Einem 25jähriger Mann aus Köln wurde durch einen Faustschlag vor dem Festzelt das Nasenbein gebrochen. Der Tatverdacht richtet sich gegen einen 24jährigen aus der Verbandsgemeinde Wittlich-Land.

Ein 23jähriger Mann aus Daun versuchte sich im Festzelt durch die Menge zu drängen. Als er dabei einen 20jährigen Gast aus dem Raum Koblenz am Ellenbogen berührte, versetzte dieser ihm ohne Vorwarnung einen Kopfstoß gegen die Nase. Wenig später kam es zu einer Körperverletzung bei der Abfahrt eines Reisebusses. Ein 20jähriger Fahrgast aus Trier, hatte von einem flüchtig bekannten jungen Mann einen Faustschlag ins Gesicht erhalten. Außerdem habe der Mann ihn gewürgt. 

Bei diesem Einsatz wurde auch ein 25jähriger Mann aus Morbach angetroffen, der von einem unbekannten Mann einen Schlag mit dem Ellbogen erhalten hatte, und ebenfalls eine Gesichtsverletzung davon getragen hatte. Aufgrund des hohen Alkoholisierungsgrads der beiden Geschädigten gestalteten sich die Ermittlungen nach den Tatverdächtigen entsprechend schwierig.

Auch in der Nacht zum Sonntag kam zu weiteren Einsätzen rund um das Oktoberfest. Eine 16jährige erlitt eine Schnittverletzung am Fuß. Sie gab an, eine männliche Reinigungskraft habe ihr auf der Toilette absichtlich ein Bierglas auf den Fuß fallen lassen. Zwei Mitarbeiter des Security-Dienstes wurden von einem 21jährigen aus der Eifel beschuldigt, ihn unberechtigt an Armen und Beinen gepackt und aus dem Festzelt transportiert zu haben. Dabei habe er sich Verletzungen zugezogen.

Am frühen Montagmorgen wurde ein 22jähriges Paar aus dem Raum Wittlich auf dem Nachhauseweg vom Oktoberfest von 3 Insassen eines dunklen Vans attackiert. Die 3 jungen Männer stiegen aus und schlugen auf den 22jährigen Mann ein. Im Handgemenge wurde offensichtlich auch die Frau verletzt. Im Rahmen der eingeleiteten Fahndung konnte das Fahrzeug durch Beamte der Polizeiautobahnstation Schweich gestellt werden. Gegen die 3 Männer aus Konz wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Während es auch am vergangenen Wochenende tausenden Gästen gelang, während des Oktoberfests friedlich zu feiern, schafften es wieder einige Unvernünftige, die gute Stimmung zu trüben. Solange diese Personen glauben, Konflikte könne man durch Gewalt lösen, wird weder das aufwendige Sicherheitskonzept des Veranstalters, noch die durchgehende Präsenz der Polizeiinspektion Wittlich diese unangenehmen Randerscheinungen gänzlich verhindern können.

Die Kooperation zwischen Ordnungsamt, Veranstalter und Polizei hat auch in diesem Jahr wieder vorbildlich funktioniert. Ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch nach Abschluss der Veranstaltung ist bereits vereinbart.

Auch auf dem Verkehrssektor gab es am Wochenende reichlich zu tun. 9 Verkehrsunfälle, 8mal Fahren unter Alkoholeinwirkung, 1 Drogenfahrt sowie 2mal Fahren ohne Fahrerlaubnis lautet hier die Bilanz der Polizeiinspektion Wittlich.

Ein 32jähriger Mann hielt sich am Freitagabend in einer Gaststätte in Wittlich auf. Nachdem er nachmittags in einer anderen Gaststätte 2 Mobiltelefone entwendet hatte, konnte ihn die Geschädigte als Tatverdächtigen identifizieren. Weil der alkoholisierte Mann nun in der Gaststätte noch randalierte, seine Zeche nicht bezahlen wollte und den Wirt beleidigte, wurde er zur Verhinderung weiterer Straftaten in Polizeigewahrsam genommen, wo er den Rest der Nacht verbringen musste.

Am frühen Montagmorgen nahmen Beamte der Polizeiinspektion Wittlich einen Pkw-Dieb fest. Der 28jährige hatte mit einem 15jährigen Mittäter eine günstige Gelegenheit ausgenutzt und einen Pkw mit steckendem Zündschlüssel in Binsfeld entwendet. Eine fahndungsmäßige Überprüfung des Tatverdächtigen ergab, dass gegen ihn Haftbefehl bestand und er eine Gesamtfreiheitsstrafe von über 600 Tagen zu verbüßen hatte. Weil er bei seiner Festnahme auch noch unter Alkohol- und Drogeneinwirkung stand wurde eine Blutprobe entnommen. Danach erfolgte die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt Wittlich.

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