Serbische Einbrecher-Bande vor Gericht

Trier. Vor der großen Strafkammer am Landgericht Trier hat am 19.10.2015 der Strafprozess gegen eine Einbrecher-Bande begonnen. Die Angeklagten sind alle serbische Staatsbürger. Sie hatten in Deutschland soweit bekannt keine festen Wohnsitze. Ein Angeklagter ist 29 Jahre, einer vermutlich 45 Jahre (er soll mehrere Aliaspersonalien mit abweichenden Geburtsdaten besitzen und Kopf des Trios sein) und der Drittte ist 26 Jahre alt. Seit dem 18.02.2015 befinden sich zwei Täter davon ununterbrochen in Untersuchungshaft, der Dritte seit dem 05.03.2015.  Am 31.07.2014 soll der 26-Jährige mit einer gesondert verfolgten Mittäterin in ein Wohnhaus in Föhren eingebrochen sein und Schmuck im Wert von 6.930 Euro erbeutet haben. Am 03.08.2014 soll der gleiche Täter mit einer gesondert verfolgten Mittäterin versucht haben, in ein Einfamilienhaus in Pronsfeld eingebrochen sein. Als ein Nachbar die Beiden angesprochen hat, sollen diese den Einbruchsversuch abgebrochen haben. Der Zeuge soll versucht haben, den Einbrecher festzuhalten, woraufhin dieser dem Zeugen mit einem Schraubenzieher auf die Hand geschlagen haben soll. Am 29.08.2014 sollen wiederum der 26-Jährige mit der gesondert verfolgten Mittäterin versucht haben, in ein Einfamilienhaus in Plein einzubrechen. Es soll ihnen aber nicht gelungen sein, die Tür zu öffnen.

Familienbande
Der 45-Jährige soll das Oberhaupt einer großen und weit verzweigten Familie sein. Deren Mitglieder soll er spätestens November 2014 angesprochen haben, um Mitglieder für eine Bande zwecks Begehung von Wohnungseinbruchsdiebstählen und sonstigen Diebstählen zu gewinnen. Neben weiteren Mitgliedern der Familie sollen auch sein Neffe und sein Schwiegersohn Teil der Bande gewesen sein. Die Taten sollen so begangen worden sein, dass der 45-Jährige seine jeweiligen Mittäter zum Tatort gefahren, diese dort abgesetzt und „Schmiere gestanden“ hat. Die jeweiligen Mittäter sollen dann meist zu zweit ins Haus eingebrochen sein und die Beute beim 45-Jährigen abgeliefert haben. Nach diesem Schema sollen die Täter Einbrüche in Hillesheim,  Dudeldorf, Bollendorf und Weinsheim durchgeführt und dabei im Wert von ca. 9.000 Euro Uhren, Schmuck und Bargeld erbeutet haben.

Einbrecher schlagen sich frei
Bei einem dieser Einbrüche sollen die Angeklagten von den zurückkommenden Eigentümern des Hauses überrascht worden sein. Die Geschädigten sollen versucht haben, den 29-Jährigen und die gesondert verfolgte Tochter des 45-Jährigen aufzuhalten, was zunächst gelungen sein soll. Dabei soll es dem 29-Jährigen gelungen sein, zu entkommen, die Tochter des 45-Jährigen soll von dem Geschädigten aber festgehalten worden sein. Der 29-Jährige soll sodann mit einem Baseballschläger oder einem ähnlichen Gegenstand zurückgekommen sein und auf eine Geschädigte eingeschlagen haben, um den anderen Geschädigten dazu zu bewegen, seine Mittäterin freizulassen. Diese soll daraufhin freigekommen sein.

Drogen und kein Führerschein
Am 09.02.2015 sollen der 26-Jährige eine gesondert Verfolgte in einem REWE Geschäft in Speicher Lebensmittel und Kosmetikartikel im Gesamtkaufpreis von 91,09 Euro gestohlen haben. Darüber hinaus soll der gleiche Täter am 22.01.2015 in Trier ein Kfz geführt haben, ohne im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Bei einer Kontrolle durch die Bundespolizei soll er dieser einen gefälschten, serbischen Führerschein gezeigt haben. Er soll auch am 08.02.2015 nach vorangegangenem Cannabis- und Kokain-konsum ohne Fahrerlaubnis die A 60 auf Höhe der Anschlussstelle Prüm in Richtung Wittlich befahren haben. Am 12.02.2015 soll er ohne Fahrerlaubnis die B51 von Prüm kommend in Richtung Olzheim befahren haben. Nach seiner Festnahme soll er zwei Polizeibeamte fortwährend mit französischen Schimpfwörtern beleidigt haben.

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