Interview: Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz: „Ich habe viel vor!“

Friedhelm Bongartz

Gerolstein. Er will nochmal: Eine Legislaturperiode ist Stadtbürgermeister Friedhelm Bongartz im Amt. Am 26. Mai 2019 tritt er noch einmal als Bürgermeisterkandidaten zur Wahl an. Die Eifel-Zeitung sprach mit ihm über seine Beweggründe und seine Ziele für die Zukunft.

EAZ: Was reizt Sie an dieser Aufgabe?

Bongartz: In meinem langjährigen Berufsleben haben mich immer wieder Aufgaben erfreut, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, – Probleme zu lösen, Neues zu gestalten, Mitmenschen zu helfen, deren Sorgen anzunehmen und zu einer zufriedenstellenden Lösung beizutragen. So sehe ich auch in unserer Heimatstadt Gerolstein diese Möglichkeit als gegeben an.

EAZ: Was war Ihre Motivation für die Bewerbung?

Bongartz: Nach meinen zahlreichen privaten und geschäftlichen Auslandsreisen habe ich mich immer wieder auf die Rückkehr in „mein „ Gerolstein gefreut. Trotz einer gewissen Betriebsamkeit strahlt Gerolstein eine natürliche Beschaulichkeit aus, versteckt in einer reizvollen und zur Entspannung anregenden Landschaft. Wohltuend für Geist und Seele. Abseits großstädtischer Hektik – ein Ruhepol zur eigenen Besinnung.

EAZ: Wo gibt es Probleme – wie kann man sie lösen?

Bongartz: Natürlich gibt es Probleme bei uns – wie überall auf der Welt – der strukturelle Wandel in den Innenstädten belastet auch Gerolstein. Hier gilt es, gegenzusteuern und unsere Innenstadt noch attraktiver zu gestalten und durch neue Ideen, Verbesserungen herbeizuführen. Hierzu sind auch bauliche Änderungen notwendig und neue Gestaltungswege zu gehen. Dazu wird viel Geld, in die Hand zu nehmen sein. Planungen diesbezüglich existieren seit einiger Zeit und befinden sich schrittweise in der Umsetzungsphase. Die Lösung einzelner Poblemfälle an denen wir arbeiten, wird sicherlich in nicht allzu langer Zeit ermöglicht, sofern die Langfristigkeit einzelner Verwaltungswege zügig überbrückbar ist.

EAZ: Was wünschen sich die Einwohner?

Bongartz: Ein vielfach erfahrener Einwohnerwunsch besteht in dem Bestreben eines harmonischen Stadtbildes, einer schönen Innenstadt mit hohem Aufenthaltsniveau. Sauber, gepflegt und gesunder Wirtschaftsstruktur. Die Sicherheit medizinischer Versorgung, der Erhalt des Krankenhauses, kurze Verwaltungswege, gute und schnelle Verkehrsanbindung (weitestgehend vorhanden und im weiteren Ausbau geplant.)

EAZ: Welche Themen liegen Ihnen persönlich sehr am Herzen. Wo setzen Sie besondere Schwerpunkte?

Bongartz: Meine besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf die Bereiche medizinische Versorgung, Erhaltung vorhandener Substanzen und deren Ausbau. Kontaktpflege mit den medizinischen Fachbereichen durch Informationen und Einholung fachlich beratender Vorschläge und deren Empfehlungen. Außerdem spielt die Betreuung und Pflege unserer älteren Mitbürger eine bedeutsame Rolle, ebenso die Prüfung und ggf. Erweiterung (Verbesserung) sozialer Notwendigkeiten. Eine weitere sehr wichtige Maßnahme ist die Kontaktpflege als Informationsaustausch mit unseren vielfältigen, caritativen Einrichtungen.

EAZ: Welche drei Maßnahmen würden Sie als Bürgermeister nach der Wahl in Bezug auf die Stadtentwicklung als erstes angehen und warum?

Bongartz: Die wichtigste Maßnahme bei erneuter Bürgermeister-Wahl ist die Entwicklung der Innenstadt, die sich teilweise schon in Bearbeitung und Entwicklung befindet.  Hier steht die Verschönerung des Stadtbildes im Vordergrund, z. B. Bildung eines „sog. Stadtbalkons“ in der Oberen Hauptstraße sowie eine harmonische Verbindung zwischen Oberer Hauptstraße und Innenstadt (befindet sich ebenfalls in der laufenden Planungsphase). Im „unteren Bereich“ der Bahnhofstraße ist die Schaffung einer Zugänglichkeit zwischen dem Groß-Parkplatz und Brunnenstraße sowie Innenstadt – Richtung Bahnhof wünschenswert. Wobei ich davon ausgehe, dass hier eine harmonische Konkretisierungsmaßnahme möglich ist.

EAZ: Wo sehen Sie in diesem Zusammenhang Nachholbedarf?

Bongartz: Schwerpunkte sind die Entwicklung der Innenstadt (verstärkte Zusammenarbeit mit Geroteam-TW), die medizinische Versorgung – ggf, Bau eines MVZ (mediz.Versorg.Zentrum), touristische Weiterentwicklung – verstärkter Schulterschluss mit TW.

EAZ: Wo sehen Sie die Stärken und die Schwächen der Stadt Gerolstein und welche Ideen bringen Sie für Stadtmarketing und Tourismus mit?

Bongartz: Die Stärkung des Gewerbestandortes steht in direktem Zusammenhang mit den Kontakten Geroteam-TW. Notwendige Maßnahme wäre die Weiterentwicklung der Internet- Breitbandversorgung und ein gemeinsamer Internetauftritt: Gewerbe, Vereine etc.), Überprüfung ggf. Verbesserung der bestehenden Struktur. Die Impulse müssen (sollten) von den Gewerbetreibenden und deren Vereinsbildungen ausgehen (die Stadt kann hier primär nur fördernd eingreifen).

EAZ: Was wollen Sie für junge Familien tun?

Bongartz: Derzeit beauftragten wir ein Planungsbüro bezüglich der städtischen Entwicklung – z.B.: auch die Beschaffung und Zurverfügungstellung neuer Bauflächen (neuer Baugebiete). Ebenfalls führe ich derzeit Gespräche mit Investoren zur Herstellung von Wohnungen für junge Familien bzw. sog.“Zeitsoldaten“ der Bundeswehr.

EAZ: Wie unterstützen Sie das Vereinswesen, Sport und Kultur?

Bongartz: Die Unterstützung von Vereinen, Sport, Kultur etc. wird in bisher praktizierter Weise beibehalten.

EAZ: Sagen Sie unseren Lesern, warum Ihnen die Gerolsteiner bei der Wahl am 26. Mai 2019 ihr Vertrauen schenken sollten?

Bongartz: Meine Unterstützung und Hilfestellung gilt natürlich allen unseren Stadtteilen – denn diese bilden insgesamt mit dem Stadtzentrum: die Stadt GEROLSTEIN. Dabei ist Pflege und Erhalt von Sehenswürdigkeiten bzw. Bauwerken sakraler oder örtlicher Bedeutung vordergründig. Meine größte Sorge ist jedoch die Finanzierung der anstehenden Maßnahmen, da die Finanzmittel in nächster Zeit sehr begrenzt sind, was die Arbeit nicht erleichtert. Dennoch bleibe ich mit meinem Wahlspruch treu, den ich vor fünf Jahre prägte: „Gerolstein-auf-dem-Weg-nach-Vorne“ was ich u.a. mit dem Erhalt des ehemalige Hotel Calluna dem Bürgerauftrag als Hotelerhalt folgend, trotz schwierigster Bedingungen beweisen konnte. Ein weiteres Indiz für die Richtigkeit meiner vergangenen 5-jährigen Bürgermeisterzeit: der Verkauf der ehemaligen Drahtwarenfabrik Oos – zu Gunsten der Stadt – mit der Möglichkeit einer Ansiedlung des LBM auf diesem Gelände, da die Nutzungsmöglichkeit des Brunnengeländes in naher Zukunft nicht ansteht und deshalb auch kein kostspieliger Architektenwettbewerb erfolgte. Auch der Ausbau der Radstrecke Gerolstein-Prüm auf dem ehem. „Bahndamm“ mit der Entschärfung des Gefahrenknotenpunktes K 32/B 410 ist nicht vergessen. Hier kann Gerolstein ein Alleinstellunsgmerkmal als „Radknotenpunkt zwischen NL-B-Lux-TR und Westeifel bis Rhein gewinnen, wenn Vernunft und Einsicht der Betroffenen zur Freigabe der Strecke obsiegt. Sie sehen, Vieles und Wichtiges ist getan – Neue Aufgaben warten. Mit meiner Chance als Stadtbürgermeister geht´s weiter in eine positive Zukunft für Gerolstein und seine Stadtteile. Darum: Ihre Stimme für Friedhelm Bongartz als Stadtbürgermeister am 26.05.2019.

EAZ: Vielen Dank für das Gespräch!

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