Die Biotüte des Landkreises Vulkaneifel macht vielen Menschen das Leben schwer

Wie sollen Senioren oder Mitmenschen ohne Fahrzeug weiterhin ihren Rasenschnitt ordnungsgemäß entsorgen? Dieser darf ab Januar 2020 nicht mehr in die Biotonne, sprich Biotüte, geworfen werden. Also muss man mit dem öffentlichen Verkehrsmittel am Samstag, zwischen 14:00 und 16:00 Uhr, zu einer der derzeit 13 Annahmestellen für Grüngut im Landkreis Vulkaneifel fahren. Danach muss man die Leiter des blauen Containers erklimmen können, um den Rasenschnitt einzuwerfen. Wie macht das eine 80-Jährige, die ihren Vorgarten noch selbst in Ordnung hält und bis jetzt den Rasenschnitt in der Biotonne entsorgt hat? Der Landkreis Vulkaneifel sollte stolz auf seine Bewohner sein, die Haus und Hof eigenständig in Ordnung halten. Meiner Meinung nach unterbindet der Kreis mit der Biotüte genau dieses Verhalten und nimmt den Senioren, Behinderten und Menschen ohne Auto die Würde, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Vielleicht ist der Artikel 1 des Grundgesetzes unseren Kreispolitikern nicht mehr bekannt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. „Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Fragen Sie beim Landkreis Vulkaneifel nach, welche Lösung er für diese Probleme hat. Ab 01.01.2020 wird die Bevölkerung das Problem mit den Biocontainern haben und nicht mehr die Kreispolitiker.

Hardy Schmidt-Ellinger, Ortsvorsteher von Bewingen