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Wenn die Fahrt zur Geburtshilfe zum Albtraum wird

Wohin diese Art der Geburtshilfe führt? Na geradewegs dahin, dass es den Männern ermöglicht wird, selbst die Kinder zu bekommen und zu sehen, wie man sich dabei fühlt, vor allem, wenn es eilig ist. Das kann man nie vorher wissen. Vielleicht sollte es die Natur umdrehen und zur Abwechslung einmal den Männern den Vorzug des Gebärens geben. Der Mensch hält doch heute alles für machbar. Denn wenn es so käme,

1. wären Krankenhäuser genug da und mindestens die halbe Besatzung besteht aus Hebammen und Ärzten der Geburtshilfe,

2. nach der Geburt wird man mindestens 10 Tage in der Klinik bleiben dürfen, um sich zu erholen (ich war früher 10 Tage, dann 8 Tage, dann 6 Tage in der Klinik – nur mal so – als es sich noch nicht rechnen musste,

3. es werden weniger Kinder geboren, was ja der Überbevölkerung entgegenwirken würde,

4. es gäbe männliche Hebammen und keine Hausgeburt mehr.

So wären vielleicht alle zufrieden, und die selbständigen Hebammen bräuchten nicht mehr horrende Versicherungssummen zu zahlen. Es ist nicht zu glauben, was für Geld alles getan wird, damit es sich rechnen lässt. Ist ja auch so einfach, mal eben 30 oder 40 Minuten ins Krankenhaus zu fahren. Deswegen: Siehe oben und selbst ausprobieren wie angenehm das ist. Von der Angst für werdende Eltern gar nicht zu sprechen. Das interessiert heute niemand mehr. Wie gesagt, es muss sich rechnen.

Gisela Lescher, Wittlich

EAZ Eifel-Zeitung – Regionale Nachrichten aus Eifel und Mosel der Landkreise Vulkaneifel, Daun, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler-Adenau, aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Polizei und Sport.