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ADAC Eifel Rallye Festival 2019 –Rallye Around The World

  • Spektakulär: Rallye-Boliden von allen Kontinenten in der Vulkaneifel
  • Vormerken: Nennbeginn zum Eifel Rallye Festival am 01.03.2019
  • Beeindruckend: Wintertreffen von „Slowly Sideways“

Foto: Jürgen Hahn

Daun. Das wird wieder ein Fest für die Fans: Das Eifel Rallye Festival (18. bis 20. Juli 2019) steht diesmal unter dem Motto Rallye Around The World. Historische Rallye-Boliden von allen Kontinenten werden beim größten rollenden Rallye-Museum durch die Vulkaneifel am Start sein. „Unser Festival wird immer internationaler, dem wollen wir mit dem diesjährigen Motto Rechnung tragen“, so Otmar Anschütz (Daun), Vorsitzender des veranstaltenden MSC Daun und Organisationsleiter der Großveranstaltung. „Die Stadt Daun und die gesamte Vulkaneifel freuen sich schon auf die internationalen Gäste, einige Fahrzeuge werden Wochen brauchen, bis sie in ihren Containern mit dem Schiff und über Land hier ankommen.“

In der Region ist das Festival fest verankert, zur neunten Ausgabe werden am Veranstaltungswochenende wieder bis zu 40.000 Fans erwartet. Die 182 teilnehmenden Teams kamen im vergangenen Jahr aus 18 Nationen, über 100 Journalisten aus 19 Nationen von Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Online-Medien, Hörfunk oder Fernsehen berichteten über das ‚Elefantentreffen des historischen Rallyesports‘.

Die Demonstrationsfahrt historischer Rallye-Fahrzeugen hat sich inzwischen auch zu einem Klassentreffen der internationalen Rallye-Szene entwickelt. Viele Rallye-Stars, Teamchefs, Mechaniker und Fans haben sich das Festival fest in ihrem Terminkalender verewigt. „Ein Journalist hat unser Festival als ‚ein einzigartiges Gemisch aus Sport, Show, Rallye-Romantik und touristischem Gipfelsturm auf die Vulkaneifel‘ beschrieben. Dem ist nicht viel hinzuzufügen,“ sagt Mitorganisator Reinhard Klein (Köln). Als Kopf von ‚Slowly Sideways‘, der europaweiten Vereinigung von Besitzern historischer Rallye-Fahrzeuge, ist er für die Zusammenstellung des Starterfeldes verantwortlich. „Für uns ist es sehr schön zu sehen, wie die Teilnehmer sich immer mehr unserer Intention von Originalität oder perfekten Nachbauten annähern. Das Eifel Rallye Festival leistet so einen sehr wichtigen Beitrag zur Sicherung der originalgetreuen Historie des Rallye-Sports.“

Slowly Sideways: Das Herz des historischen Rallyesports schlägt in der Vulkaneifel

Sie sind von Beginn an das sportliche Grundgerüst des Eifel Rallye Festivals: Die Teams von ‚Slowly Sideways‘ bringen die originalen oder originalgetreu nachgebauten automobilen Zeugnisse der Rallye-Geschichte in die Eifel. Auf den abgesperrten Prüfungen können sie den Fans ihre Boliden zudem in Aktion zeigen, ein optischer und auch akustischer Hochgenuss. Wenn die Nachbereitungen der vergangenen Saison abgeschlossen und die Vorbereitungen für die neuen Einsätze noch nicht so richtig am Laufen sind, bleibt Zeit für ein Wintertreffen. Diesmal lud Wolf-Dieter Ihle die ‚Slowlys‘ nach Stuttgart ein. Über 60 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, seine außergewöhnliche Sammlung von Rallye-Schätzen anzuschauen, darüber hinaus gab es am Wochenende neben den Planungen für die Saison 2019 viel Gelegenheit zu intensiven ‚Benzingesprächen‘. Ein Teilnehmer beschrieb seinen Eindruck von Ihles Sammlung treffend mit: ‚Heute war ich in den heiligen Hallen des Rallye-Sports‘.

Foto: Jürgen Hahn

„Wir sind noch nicht so lange in dieser Halle, vorher standen die Fahrzeuge an verschiedenen Orten. Auch für mich ist es das erste Mal, dass ich all diese Schätze so großartig präsentiert an einem Ort sehe“, freute sich Ihle. „Für mein Team war es viel Arbeit, die Autos so herzurichten. Aber es hat sich mehr als gelohnt. Ich habe glücklicherweise die Möglichkeit, diese tollen Zeitzeugen besitzen zu können. Diesen Anblick möchte ich mit vielen Fans teilen, und bin deshalb mit den Autos abwechselnd bei verschiedenen Veranstaltungen vor Ort. Manchmal ergibt sich dabei auch die Gelegenheit, dass ich an der Seite eines prominenten Fahrers mitfahren kann.“ Akribisch bereitet Ihle die Geschichte seiner Original-Fahrzeuge auf. „Es ist sehr spannend die Leute ausfindig zu machen, die damals an der Entstehung und Betreuung der Fahrzeuge beteiligt waren. So erhalten wir viele Infos für die Restauration, jedes Auto hat seine ganz eigene Geschichte.“

Harald Demuth: Erste WM-Punkte für Audi

Ein besonderes Wiedersehen gab es für Harald Demuth, der bislang bei jeder Ausgabe des Eifel Rallye Festivals am Start war. In der Halle von Ihle entdeckte Demuth jenen Audi 80 Gruppe 2, mit dem er gemeinsam mit Co-Pilot Arwed Fischer im März 1979 beim WM-Lauf in Portugal auf Platz sechs fuhr. Damit sicherten sie für Audi die ersten WM-Punkte in deren Rallye-Geschichte überhaupt. Dieser 80er ist zudem einer von nur vier jemals gebauten Werkswagen. „An das Auto habe ich schöne Erinnerungen,“ sagte Demuth schmunzelnd, „es zu bewegen war harte Arbeit. Die 165 standhaften PS wirkten über ein Viergang-Getriebe auf die Vorderachse, und das alles ohne Servolenkung.“

Begehrtes Ziel: Bester Nachbau des Festivals

Das ist das, wovon alle Teilnehmer von ‚Slowly Sideways‘ träumen: Wenn ihr Nachbau auf dem Eifel Rallye Festival als ‚Best Replikation‘ des Jahres ausgezeichnet wird. Den Berlinern Wolfgang Schröder und Detlef May wurde diese Auszeichnung 2017 mit ihrem BMW 2002 zuteil. Der originalgetreue Nachbau des Fahrzeuges von Achim Warmbold / Hans-Joachim Dörfler von der Olympia Rallye 1972 überzeugte die Jury. „2010 haben wir begonnen, den seit 1973 verschollenen 02er nachzubauen. Da es fast nur schwarz/weiß-Fotos gab, war es eines der größten Probleme, die originalgetreuen Farben der Aufkleber zu ermitteln“, berichtet May. Die Detailverliebtheit beim Nachbau führte dazu, dass auch der kurz vor dem Start in Kiel umgeklebte Aufkleber auf der Motorhaube auf der Replika jetzt ebenfalls schief aufgeklebt ist. „Die Fotos beweisen ja, dass er genau so platziert war,“ so May. „Bis auf das Benzin und die Öle sind alle Teile am Auto über 40 Jahre alt.“ Neben der Auszeichnung auf dem Festival sind für May und sein Team zwei Anerkennungen sehr wichtig: „Wir konnten Warmbolds Co Hans-Joachim Dörfler ausfindig machen und er kam zu uns nach Berlin. Als er in ‚seinem‘ Auto saß, sagte er, das wäre genauso, wie er es damals verlassen habe. Das größte Lob aber kam von Reinhard Klein. Er sagte uns, ‚ihr habt die Philosophie von ‚Slowly Sideways‘ verstanden‘.“

Festival-Nennungen ab dem 01.03.2019 möglich

Der Ablauf des Festival-Wochenendes verspricht Sport, Spannung, Show und einen tiefen Einblick in die Rallye-Geschichte. Nach dem Shakedown folgt am Donnerstag der Welcome-Abend mit Open-Air-Kino in der Rallye-Meile mitten in Daun. Hier findet Freitag früh auch die öffentliche Abnahme der Fahrzeuge mit anschließender Autogrammstunde der Top-Stars statt. Schon traditionell sorgt am Freitagnachmittag die Super Stage auf Schotter mit Driftkurve, Sprungkuppe und Wasserdurchfahrt für spektakuläre Szenen, anschließend verwandelt die Nachtprüfung „proWIN Hilgerath“ die kleine Gemeinde Sarmersbach erneut in ein riesiges Festival-Gelände. Der Samstag führt über die anspruchsvollen Asphalt-Prüfungen in der Vulkaneifel, bevor am Abend das Wochenende mit einer großen Rallye-Party ausklingt. Und dazwischen lockt immer wieder die Rallye-Meile inmitten von Daun. Hier werden die Fahrzeuge zwischen ihren Einsätzen auf den Wertungsprüfungen präsentiert und können aus nächster Nähe begutachtet werden, während die Piloten für Benzingespräche und die Stars der Szene für Autogramme zur Verfügung stehen. Ihre Anmeldungen zu dem internationalen Festival des historischen Rallye-Sports können die Teams ab dem 1. März abgeben.

Weitere aktuelle Infos auf: www.eifel-rallye-festival.de

EAZ Eifel-Zeitung – Regionale Nachrichten aus Eifel und Mosel der Landkreise Vulkaneifel, Daun, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler-Adenau, aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Polizei und Sport.