Die Frikadelle siegt in einem turbulenten Rennen

Lange Unterbrechung nach schweren Unfällen

 

Nürburgring. Bei bestem Eifelwetter sorgte Nico Bastian im Qualifying im ROWE AMG Mercedes SLS GT3 gleich einmal für klare Verhältnisse – 8:01.441 Minuten – Pole Position. Mit zwei Sekunden Rückstand kam der Manthey Porsche unter anderem mit Jochen Krumbach am Steuer auf Platz zwei vor dem Z4 GT3 mit Uwe Alzen und Philipp Wlatzik schon mit 6 Sekunden Rückstand. Die dritte Startergruppe führte der neu designte Eifelblitz BMW M 235i an mit einer Qualifyingrunde von 9:14.791 Minuten und ganze fünf Sekunden vor dem zweiten ebenfalls auf einem BMW M 235i startenden Team Adrenalin Motorsport an. Beim Start konnte der ROWE SLS seine Pole Position vor dem Manthey Porsche verteidigen. Das Frikadelli Team konnte von Position fünf startend den Ford GT von Jürgen Alzen und den BMW Z4 von Uwe Alzen bereits in den ersten Metern überholen und sich auf die dritte Position setzen. Noch in der ersten Runde konnte sich die Frikadelle den Manthey Porsche und den ROWE SLS auf der langen Gerade der Döttinger Höhe schnappen und in die zweite Runde als Gesamtführender ziehen. Auch nach dem ersten Boxenstop wo der SLS wieder die Führung übernahm konnte der Frikadelli Porsche wiederum kontern und sich nach vorne setzen

Es war ein turbulenter Lauf – Die erste Stunde im Rennen war noch nicht ganz gelaufen dann musste das Rennen nach mehreren schweren Unfällen mit der roten Flagge unterbrochen werden. Im Pflanzgarten kollidierten der Porsche vom Team Get Speed mit Steve Jans am Steuer und der VW Scirocco von Mathilda Racing mit Constantin Kletzer am Steuer. Der Scirocco überschlug sich über die Leitplanke und blieb vor dem Wald liegen. Das war der zweite schwere Unfall in diesem Abschnitt innerhalb kürzester Zeit. Da stellt sich die allgemeine Frage, ob man das Sicherheitskonzept noch einmal überdenken sollte. Während auf der Zuschauerseite die FIA-Fangzäune hochgezogen sind (Was natürlich sinnvoll ist!), bleibt die Flugschneise in die Wälder neben der Strecke frei – und das ist nicht nachvollziehbar! Zahlreiche Einsatzkräfte waren bei den Bergungen der Fahrer und Fahrzeuge im Einsatz – Sogar ein Rettungshubschrauber musste auf der Döttinger Höhe landen. Die gute Nachricht aber für alle: Die Fahrer waren nicht in Lebensgefahr.

Während der langen Rennunterbrechung wurden die Parc Fermé Bedingungen ausgesetzt, so dass an den Fahrzeugen notwendige Reparaturen vorgenommen werden. Nachdem die Bergungs- und Reparaturarbeiten abgeschlossen waren, ging es nach zwei Einführungsrunden in den Restart des Rennens. Der Frikadelli Porsche konnte seine Führung vor dem ROWE SLS behaupten. Diese Führung musste die Frikadelle aber nach seinem Boxenstop allerdings an den Phoenix Audi R8 LMS Ultra unter anderem mit dem zweifachen Le Mans Sieger Marcel Fässler abgeben. Dieser wurde am Ende zwar als erster abgewunken jedoch nicht als Gesamtsieger gewertet. Durch den großen Vorsprung den sich das Frikadelli Racing Team bis zur Unterbrechung herausgefahren hatte, konnte der Audi die zeitliche Lücke nicht mehr zufahren und kam auf Platz zwei im Gesamt. Rang drei ging völlig überraschend an den Falken-Porsche mit den Fahrern Alxandro Imperatoni und Martin Ragginger und das ganze nach dem schweren Unfall mit Totalschaden beim ersten Lauf der RCN im Rahmen des Qualifikationsrennen für das 24h-Rennen. Über die Woche hinweg haben die Mechaniker den Porsche komplett neu aufgebaut und dann wieder an den Start gebracht. Die Hoffnung auf einen Podestplatz für den ROWE SLS jedoch zerschlug sich als einer der Schubert Z4 auf das Heck des SLS fuhr und ihn auf der GP-Strecke zum Drehen brachte. Der Eifelblitz erreichte am Ende den 58. Platz im Gesamtklassement und die zweite Position in der Klasse CUP5 mit neun Sekunden Rückstand auf Adrenalin Motorsport, dem Klassensieger. Die Wertung in der Klasse V6 wurde wie schon im ersten Rennen ausgesetzt. Christian Menzel diesmal wieder in einem CUP2-Porsche unterwegs kam mit seinem Mitstreiter Wolfgang Kohler auf dem zweiten Rang in der Klasse und auf die 20. Gesamtposition. Während des Rennens wurde seitens der Rennleitung bekannt gegeben, dass das Ergebnis aus dem ersten Lauf der VLN korrigiert wurde. Eine ohne triftigen Grund gezeigte rote Flagge hatte kurzzeitig für Verwirrung gesorgt. Der BMW Z4 GT3 mit Uwe Alzen und Philipp Wlazik wird nun als Gesamtzweite gewertet – Damals hatte das Team kurz vor Rennende wegen eines Reifenschadens die Box angesteuert, dass Rennen allerdings nicht wieder aufgenommen. Der nächste Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft findet am 26.04.2014 statt. Text und Bilder Florian Hanf

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