Exkursion zum Meerfelder Maar und zum Windsborn-Kratersee

Bettenfeld/Wittlich. Bei gefühlten 10 °C und trotzdem guter Laune unternahm der 13 Bi L1 Kurs am 07. und 08.09.2015 eine zweitägige Exkursion nach Bettenfeld zur biologisch-ökologischen Station „Mosenberg“, die der Universität Koblenz-Landau angegliedert ist.

Die SchülerInnen absolvierten ein abwechslungsreiches Programm: Unter anderem wurde das Meerfelder Maar von oben nach unten meterweise nach physikalischen und chemischen Parametern durchgemessen, sozusagen „gescannt“. Zurück in der Station wurden die mitgebrachten Planktonproben ausgiebig mikroskopiert. Dabei entdeckten die Jungforscher teilweise bizarr aussehende Lebewesen, die auch noch seltsame Namen besaßen wie „Zackenrädchen“, „Schwebesternchen“, Weiher-Rüsselkrebs oder Sack-Rädertier. Nach der genauen Bestimmung der biologischen Artnamen konnten die SchülerInnen die gefundenen Phyto- und Zooplankton-Organismen zeichnen, fotographieren und filmen, wobei die Leiterin der Station, Frau Dipl.-Ing. agr. Dorothée Karger unermüdlich mit Rat und Tat zur Seite stand. Die Grobauswertung nach den gefundenen Organismenarten ergab für das Meerfelder Maar eine Gewässergüte zwischen 2 (mäßig belastet) und 2 – 3 (kritisch belastet).

Die chemischen Konzentrationsbestimmungen einiger Nährsalze wurden in dem hervorragend ausgestatteten Labor der Station unter Anleitung des technischen Assistenten Gerhard Dawen durchgeführt, der die SchülerInnen intensiv betreute und sich viel Zeit für Erklärungen nahm. Die Auswertung der Daten ergab im Überblick, dass sich das Maar noch in der Sommerstagnations-phase befindet und eutroph (nährsalzreich) ist.

Am zweiten Tag war der Wettergott gnädiger und sorgte für wärmere Temperaturen. Diese konnten die Kursteilnehmer gut gebrauchen – stand doch nach der Anfertigung von Diagrammen der am vorigen Tag gemessenen Werte und der mikroskopischen Untersuchung der Schlammprobe des Meerfelder Maars eine Fahrt zum Windsborn-Kratersee (nördlich des Mosenbergs) an. Wieder wurden physikalische und chemische Parameter bestimmt, Planktonproben genommen und die besondere Ufervegetation (Dreiblättriger Fieberklee, Flatter-Binse und Seggen) betrachtet.

Die spätere Auswertung in der biolog.-ökolog. Station zeigte deutliche Unterschiede zum Maar: Der bräunlich-moorige Windsborn-Kratersee ist um ca. 3 °C kühler, viel weniger nährsalzreich, infolgedessen viel weniger planktonreich und weniger sauerstoffreich als das grünliche Meerfelder Maar. Auch die Planktonorganismen gehörten meist anderen Arten an als die im Meerfelder Maar gefundenen. Der Kratersee ist einer der seltenen „echten“ Kraterseen nördlich der Alpen. Echt ist er deshalb, weil er in das Gestein eingebettet ist und sich nur aufgrund von Regenwasser gefüllt hat. Er ist nur 1-2 m tief und besitzt am Seegrund eine tiefe Torfschicht.

Die Schüler- und Schülerinnen hatten bei aller Arbeit auch viel Spaß. Für die gute Betreuung bedankten sie sich herzlich bei Frau Karger und Herrn Dawen und malten noch eine lustige Zeichnung ins Gästebuch.

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