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Glasfaser und schnelles Internet – Landkreis Bernkastel-Wittlich gibt beim Ausbau der Zukunftstechnik weiter Gas

  • Bereits mehr als 215 Kilometer Tiefbau durchgeführt 
  • Erste Inbetriebnahmen abgeschlossen
  • Flächendeckender Breitbandausbau schreitet mit großen Schritten voran

Gornhausen. Schnelleres Internet ist in vielen Orten im Landkreis Bernkastel-Wittlich derzeit noch ein Traum. Allerdings tut sich gewaltig etwas. Das digitale Zeitalter schreitet voran, das Internet ist nicht mehr wegzudenken und wächst auch als wirtschaftlicher Faktor immer mehr. Deswegen erfolgte im Frühjahr 2018 der Spatenstich zum gemeinsamen Ausbau eines Hochgeschwindigkeits-Internetnetzes durch den Landkreis Bernkastel-Wittlich und den Netzbetreiber innogy TelNet GmbH.

Jetzt kamen Vertreter des Landkreises, von innogy und Westnetz in Gornhausen in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues zusammen, um sich persönlich ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten zu machen. So konnte die Verlegung von Glasfaserkabeln in der Ortslage abgeschlossen werden, so dass Anwohner und Gewerbetreibende künftig im schnellen Internet surfen können. Nun können die Nutzer daher auf Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde zurückgreifen, für unterversorgte Gewerbegebiete und Schulen im Ausbaugebiet sind sogar noch höhere Bandbreiten möglich.

„Den Fortschritt der Glasfaserverlegung haben wir lange herbeigesehnt. Eine zukunftsfähige Breitbandversorgung ist heute ein entscheidender Standortfaktor. Der leistungsfähige Ausbau der Mega- und Gigabitnetze wird die Basis für volkswirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand sein. Sie bietet insbesondere dem ländlichen Raum und damit unserer Region enorme Chancen“, sagte Landrat Gregor Eibes. Dem schloss sich auch Marco Felten, Kommunalbetreuer bei innogy aus der Region Trier, an: „Es freut mich, dass wir bei diesem geförderten Projekt partnerschaftlich mit dem Landkreis zusammenarbeiten und beim Bau und Betrieb des Breitbandnetzes unterstützen können.“

Gemeinsam mit Vertretern aus der Lokalpolitik und vom Energieunternehmen innogy nahm Gregor Eibes, Landrat des Kreises Bernkastel-Wittlich (3.v.l.) das schnelle Internet in der Ortsgemeinde Gornhausen in Betrieb.

Beim Besuch in Gornhausen informierten sich die Gäste zudem über den Fortschritt des flächendeckenden Breitbandausbaus im Kreisgebiet. Ziel ist es, dass rund 6.300 heute unterversorgte Adressen, darunter 230 Gewerbetreibende und 37 Schulstandorte, von deutlich höheren Bandbreiten profitieren und Zugang zur Internet-Autobahn erhalten. Dabei sollen bis Ende Herbst 2019 insgesamt ca. 550 Kilometer neue Glasfaserkabel im gesamten Kreisgebiet verlegt werden.

„Der flächendeckende Breitbandausbau schreitet weiter mit Siebenmeilenschritten voran. Wir freuen uns, dass wir bereits erste Inbetriebnahmen des schnellen Netzes wie zum Beispiel im Gewerbegebiet Mülheim erfolgreich vornehmen konnten. Mit dem Fortschritt der Bauarbeiten liegen wir sehr gut im Zeitplan“, freut sich Rainer Jakobs, Leiter der Netzplanung bei Westnetz, dem für den Netzbau zuständigen Verteilnetzbetreiber von innogy.

Sämtliche Gemeinden sollen im gesamten Ausbaugebiet sukzessive bis Ende Herbst 2019 an das schnelle Internet angeschlossen werden. Im Rahmen des Ausbauprojekts konnten in den letzten Monaten die Bauarbeiten in allen sieben Tiefbaulosen mit Hochdruck vorangetrieben werden. Bislang wurde auf einer Trassenlänge von über 215 Kilometern neue Infrastruktur für Glasfaserleitungen errichtet.

Eine Karte des Ausbaugebietes und den Bauabschnittsplan finden Interessierte auf der Internetseite des Landkreises http://www.bernkastel-wittlich.de/wirtschafttourismus/breitbandversorgung/. Weiterhin werden in vielen Orten vor der Inbetriebnahme der neuen Technik Informationsveranstaltungen des Netzbetreibers innogy TelNet GmbH stattfinden, zu der Anwohner und Gewerbetriebende rechtzeitig über die Presse bzw. per Hauspostwurfsendung eingeladen werden.

EAZ Eifel-Zeitung – Regionale Nachrichten aus Eifel und Mosel der Landkreise Vulkaneifel, Daun, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Cochem-Zell, Ahrweiler-Adenau, aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Polizei und Sport.