Starke Verluste bei Passagieren und Frachtaufkommen am Flughafen Hahn im Januar 2020

Hahn. Die Talfahrt des Flughafens Frankfurt-Hahn bei Passagieren und Frachtaufkommen setzt sich auch im Januar 2020 fort. Dabei schönen Transitpassagiere und Transitfracht auch noch die Zahlen. Die Passagierzahlen im Januar 2020 sanken um 40.051 bzw. 31,84 % von 125.782 auf nur noch 85.731 Passagiere. In diesen Passagierzahlen sind jedoch 10.979 Transitpassagiere enthalten, fast ausschließlich US-Soldaten auf dem Weg in den Nahen Osten. Dies entspricht einem Anteil von 12,81 % an den Gesamtpassagieren.
Auch das Frachtaufkommen sank um 2.422 Tonnen bzw. 17,54 % von 13.805 Tonnen auf nur noch 11.383 Tonnen. In den 11.383 Tonnen enthalten sind 2.277 Tonnen Transitfracht. Dabei handelt es sich zu fast 100 % um Nachschub für das US-Militär in Afghanistan, im Nahen Osten und am Horn von Afrika. Der Anteil der Transitfracht machte im Januar bereits 20 % des Gesamtaufkommens an Luftfracht aus.

175 Flüge des US-Militär: verstärktes Aufkommen wegen Iran-Krise

Ursache für den hohen Anteil an US-Soldaten in den Passagierzahlen und an der Militärfracht im Frachtaufkommen ist die Iran-Krise nach der völkerrechtswidrigen Tötung des iranischen Generals Soleimani. Große US-Truppenkontingente und deren Ausrüstung wurden deswegen im Januar 2020 über den Hahn in den Nahen Osten expediert.  Im Januar 2020 registrierte die Bürgerinitiative „Gegen den Nachtflughafen“ 175 Flüge von Fluggesellschaften, die im Auftrag des US-Militärs Truppen und Nachschub transportierten. Damit beträgt der Anteil mehr als 20% der gesamten in der Luftverkehrsstatistik der Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen für den Januar 2020 ausgewiesenen 852 Linien-, Pauschalflug- und Charterflüge.

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