„Wir wollen helfen e.V.“ hat geholfen

Salmtal. Der Verein Wir wollen helfen e.V. (WWH) aus Salmtal überreichte am 09.02.2020 einen Scheck an den Verein Hilfe für Rohingya e.V. über eine Spende von 7.100 €, um die Lebenssituation der vertriebenen Minderheit der Rohingya in ihren provisorischen Camps in Bangladesch zu verbessern. Die Spende konnte im vergangenen Jahr durch verschiedene Veranstaltungen und Aktionen des WWH zusammengetragen werden. Wie der Verein Wir wollen helfen e.V. stammt auch der Verein Hilfe für Rohingya e.V. aus Salmtal.

Die Rohingya sind eine Volksgruppe sunnitischer Muslime, denen 1982 die Staatsbürgerschaft entzogen wurde und seitdem in Myanmar nicht mehr als ethnische Minderheit anerkannt sind. Sie werden in ihrem Heimatland unterdrückt und militärisch verfolgt. Beinahe eine Million Menschen wurden ins benachbarte Bangladesch vertrieben. Auch viele Kinder sind betroffen. Im Zuge der Verfolgung sind ganze Dörfer durch das burmesische Militär flächendeckend abgebrannt worden. Viele Menschen haben auf ihrer Flucht schwerste Verletzungen erlitten, darunter starke Verbrennungen und Schussverletzungen.

Bangladesch gewährt den Rohingya vorübergehend Zuflucht in den für sie notdürftig errichteten Camps, in denen die Menschen unter provisorisch gespannten Zeltplanen auf dichtestem Raum unter unvorstellbar schlechten medizinischen sowie hygienischen Bedingungen leben müssen. Die Rohingya dürfen derzeit ihre Camps weder verlassen noch einer Arbeit nachgehen.

Mit einem Teil der übergebenen Spende wird der Verein Hilfe der Rohingya e.V. in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Partnerorganisation Project Kombol eine weitere Wasserpumpe errichten lassen. Auf diese Weise erhalten die Menschen zuverlässigen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Auch wird ihnen so auch ermöglicht, sich regelmäßig die Hände zu waschen, was die Ausbreitung von Covid-19 in den Camps verhindern oder verlangsamen kann. Der Bau der Wasserpumpe beginnt ab sofort.

Ein weiterer Teil der Spende wird dazu verwendet die Situation der Frauen zu verbessern. Die Frauen fühlen sich in den verwahrlosten Camps zunehmend verunsichert, berichten von Belästigungen und Vergewaltigungen. Auch ist das Thema der weiblichen Menstruation ein mit großer Scham behaftetes Tabu- Thema, über das viele Frauen und Mädchen noch unzureichend aufgeklärt sind. Die Spende ermöglicht die Beschaffung und Verteilung von Notfallpaketen. Sie enthalten wiederverwendbare Binden, Seife, Schmerzmittel, eine Broschüre zum Thema Menstruation, eine Trillerpfeife zur Abschreckung sowie Desinfektionsmittel. Die Spende ermöglicht außerdem Workshops zum Thema Menstruation, die voraussichtlich ab September stattfinden können, wenn die Einreise wieder erlaubt ist.

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