113 Schräm führten zum Jubiläumssieg

Kurt Friedhelm aus Bad Neuenahr ist 35. Rheinlandmeister – Anni Oswald aus Walsdorf siegte als älteste Teilnehmerin in der Damenwertung

Kurt Friedhelm aus Bad Neuenahr (2. von rechts) ist neuer Rheinlandmeister im 7-Schräm.

Ulmen. Spannung herrschte wieder bis ganz zum Schluss des Turniers. Erst nach mehr als fünf Stunden Spielzeit stand fest, wer die 35. Rheinlandmeisterschaft im 7-Schräm in Ulmen gewonnen hatte, die unter der Schirmherrschaft der Landtagsabgeordneten Anke Beilstein (CDU) aus Ernst stand. Er heißt Kurt Friedhelm, kommt aus Bad Neuenahr und setzte sich knapp mit 113 Schräm durch, erhielt dafür eine Urkunde und den Siegerpokal sowie einen Geldpreis in Höhe von 400 Euro und darf sich nun ein Jahr lang Rheinlandmeister im 7-Schräm nennen.
Den 2. Platz belegte Björn Kaltenborn aus Saffig vor dem Schrämgleichen Toni Schüller aus Kottenheim, die beide 111 Schräm erreichten. Hier entschied das Losglück zugunsten des Spielers aus Saffig, der sich über 150 Euro und der Drittplazierte über 100 Euro Preisgeld freuen können. Beide erhielten auch jeweils einen Pokal und ein Urkunde. In der Damenwertung setzte sich mit Anni Oswald aus Walsdorf, die mit 91 Lenzen zugleich die älteste Teilnehmerin im gesamten Feld war, mit 89 Schräm gegen ihre 14 Mitkonkurrentinnen durch und erhielt zum Lohn einen Pokal und einen Sachpreis. In der separaten Mannschaftswertung (44 Teams aus jeweils 4 Spielern/innen beteiligten sich) setzten sich Harry Haubrichs und Werner Peters (beide aus Utzerath) gemeinsam mit Alfred Roden (Schönbach) und Karl-Heinz Kutscheid aus (Ulmen-Meiserich) und 358 Schräm vor Teams aus Faid mit 337 Schräm und aus Kottenheim (334 Schräm) durch.

Einig waren sich alle 305 Teilnehmer/innen dahingehend, erneut ein faires und professionell geführtes Turnier erlebt zu haben, bei dem alle Spielerinnen und Spieler jederzeit ruhig, sachlich und kameradschaftlich miteinander umgingen, was aber nicht heißen soll, dass die einzelnen Spiele nicht dennoch heiß umkämpft und spannend bis zum Schluss waren. „Es war wieder eine tolle Veranstaltung und eine große Werbung für dieses überwiegend in der Eifel beheimatete Kartenspiel. Es bringt auf einzigartige Weise junge und ältere Menschen, Frauen und Männer zusammen und es ist schön, dass dieses Kartenspiel eine gewisse Renaissance im Gegensatz zu den vielen Computerspielen erfährt,“ so die Schirmherrin Anke Beilstein in ihrem Grußwort, die den Veranstaltern für die großartige Organisation dankte.

Nachdem Erich Michels vom veranstaltenden Ulmener 7-Schräm-Club und der Ulmener Stadtbürgermeister Thomas Kerpen die „Schrämer und Schrämerinnen“ im voll besetzten Bürgersaal begrüßt hatten, mussten fünf Durchgänge mit jeweils fünf Runden in unterschiedlichen Zusammensetzungen an den jeweiligen Tischen gespielt werden. Gewinner war am Ende derjenige, der in der Addition aller 25 Runden die meisten Punkte (=Schräm) aufweisen konnte. Schon wenige Minuten nach Beendigung der Schlussrunde lagen die Endergebnisse vor, da die Auswertung in Verantwortung von Werner Schaaf, Nadine Michels und Jennifer Löffler computergestützt erfolgen konnte und ausgezeichnet funktionierte.

Die Damenwertung sicherte sich klar und deutlich Anni Oswald aus Walsdorf (rechts) als älteste Teilnehmerin mit immerhin 89 Schräm aus Mülheim-Kärlich.

Die Siegerehrung nahmen die Schirmherrin Anke Beilstein, der 1. Beigeordnete der Verbandsgemeinde Ulmen, Karl-Josef Fischer, der Ulmener Stadtbürgermeister Thomas Kerpen und der Ulmener Sparkassenfilialleiter Helmut Dohr (er hatte auch mitgespielt und immerhin den 12. Platz erreicht) mit hilfreicher Unterstützung der Veranstalter vor. In der Einzelwertung gab es neben den Pokalen und Urkunden Bargeld in unterschiedlicher Höhe für die ersten drei Plätze, weitere 37 wertvolle Sachpreise für die insgesamt besten 40 Platzierten zu gewinnen. In der Damenwertung erhielten alle angetretenen Schrämerinnen einen Preis und in der Mannschaftswertung wurden die besten sieben Teams mit Preisen belohnt.

Als älteste Teilnehmerin mit 91 Lenzen erhielt Anne Oswald aus Walsdorf ebenso einen Sonderpreis wie Bernhard Wagner aus Büchel, der im letzten Durchgang mit 43 Schräm die meisten Punkte errang. Ein weiterer Sonderpreis ging an Sascha Denkel aus Ulmen für die originellste Bekleidung an diesem Tag – er hatte einen komplett mit Spielkarten bedruckten bunten Anzug als Garderobe für dieses Kartenturnier gewählt.


Der 35. Rheinlandmeister hatte nur 2 Schräm Vorsprung
In der Einzelwertung gab es folgendes Ergebnis: 1. Kurt Friedhelm, Bad Neuenahr (113 Schräm); 2. Björn Kaltenborn, Saffig (111); 3. Toni Schüller, Kottenheim (111); 4. Tim Bayer, Ulmen (109). 5. Klaus Förster, Düsseldorf (108). Hier noch die weiteren Bestplatzierten aus dem Kreis Cochem-Zell bis Platz 20: 7. Christian Max, Kennfus (102); 10. Rolf Mohrs, Ulmen (99); 12. Helmut Dohr, Ulmen (96); 13. Alexander Hein, Faid (95); 19. Bernhard Wagner, Büchel (91).
In der Damenwertung siegte Anni Oswald aus Walsdorf (89 Schräm) vor Lydia Schikowski aus Darscheid mit 76 und Nicole Altmaier aus Koblenz mit 69 Schräm.
Die Mannschaftswertung gewannen mit 21 Schräm Vorsprung folgendes Team mit 358 Schräm: Harry Haubrichs und Werner Peters (beide aus Utzerath) gemeinsam mit Alfred Roden (Schönbach) und Karl-Heinz Kutscheid aus (Ulmen-Meiserich) vor einem Team aus Faid mit 337 Schräm und einer Mannschaft aus Kottenheim mit 334 Schräm.

Wilfried Puth

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