Trier protestiert in Büchel gegen neue Atomwaffen

„Recht umsetzen heißt Atomwaffen abziehen und neue verhindern“

Trier/Büchel. Am Donnerstag 28. Juli werden Aktive der Arbeitsgemeinschaft Frieden in Büchel gegen die dort von Bundeswehrsoldaten einsatzbereit gehaltenen Atomwaffen protestieren. Die Aktion findet im Rahmen der 20 Wochen Aktions-Präsenz „ Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt!“ statt, die noch bis 9. August andauert. Wer mitfahren will, melde sich bitte unter buero@agf-trier.de oder Telefon 0651 9941017 mit Angebot oder Bedarf an Mitfahrplätzen.
„Wir fordern mit unserer Aktion von der Bundesregierung den Stopp der nuklearen Aufrüstung in Deutschland, den Abzug der Atomwaffen aus Büchel und das Verbot von Atomwaffen. Die Landes­regierung ist aufgefordert sich gegen die atomare Bedrohung einzusetzen, die von Büchel in der Eifel ausgeht!“, so Hermann Anell von der AG Frieden Trier

„In Büchel sind etwa 20 US-Atombomben stationiert. Sie lagern einsatzbereit, um auf Befehl – im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe der NATO – durch Bundeswehr-Piloten mit deutschen Tornado-Kampfjets ins Zielgebiet geflogen werden zu können. Diese Massen­vernichtungswaffen sollen ab 2020 durch neue zielgenauere US- Atombomben kostspielig aufgerüstet werden. Und das, obwohl am 26. März 2010 der Bundestag in einen überparteilichen Beschluss die Bundesregierung aufforderte, auf den Abzug dieser Atombomben hinzuwirken!“ kritisiert Markus Pflüger von der AGF.

„Es ist unerträglich dass Bundeswehrsoldaten üben auf US-Befehl die Atombomben abzuwerfen . Die nukleare Teilhabe Deutschlands widerspricht dem Atomwaffensperrvertrag (1970) und dem 2+4-Vertrag (1991), sie muss endlich beendet werden. Deutschland muss die internationalen und nationalen Abrüstungsverpflichtungen umsetzen, die im Völkerrecht und Grundgesetz festgelegt sind. Wir setzen uns mit unseren Aktionen für die Umsetzung geltenden Rechtes ein!“, betont Markus Pflüger.

Die Aktion der AGF Trier findet im Rahmen der „ Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt! 20 Wochen Aktions-Präsenz in Büchel“ statt. Die 20 Kalender-Wochen stehen für 20 Atombomben: Seit 26. März 2016 bis zum Nagasaki-Gedenktag, 9. August 2016, führen Gruppen und Einzel­personen am Atomwaffen-Stützpunkt Büchel Mahnwachen und andere gewaltfreie Aktionen durch.

Der Standort Büchel dient nicht nur der „Verteidigung“ und Abschreckung, sondern von hier wird auch aktiv Krieg geführt.“ kritisiert die Friedensbewegung die zentrale Rolle von Büchel im Syrien-Krieg und weiter: „Büchel spielt eine zentrale Rolle beim völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz in Syrien: Zu den vier Tornados des schleswig-holsteinischen Militär-Stützpunktes Jagel wurden im Januar 2016 zusätzlich zwei Tornados, sowie weitere zwanzig Militärangehörige aus Büchel, für mindestens ein Jahr für Einsätze in Syrien auf den Militärstützpunkt Incirlik/Türkei verlegt. Diese Tornados sind seitdem im sinnlosen, rechtlosen und extrem teuren Syrienkrieg im Einsatz.“

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wir sammeln keine Daten, über die Sie persönlich identifiziert werden können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Nein  Ja