Wolfgang Lambertz macht sich für den Ausbau des Funknetzes stark

Cochem. In Sachen Mobilfunk gibt es in der Region noch einiges zu tun. Immer wieder sorgen Funklöcher in Cochem und Umgebung bei der Bevölkerung für Unmut. Aus diesem Grund hat sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem dazu entschlossen, etwas zu unternehmen. „Die grundsätzliche Erreichbarkeit muss heute standardmäßig gewährleistet sein. Der ländliche Raum darf dabei nicht abgehängt werden“, sagt Wolfgang Lambertz.

In einem Brief wendet er sich deshalb an die großen deutschen Mobilfunkanbieter, mit der Bitte, diesen Zustand zu beenden und bestehende Funklöcher im ländlichen Raum zu stopfen.Und zwar bevor in den flächendeckenden Ausbau eines 5-G-Netzes investiert wird. Denn in der vergangenen Woche hat die Bundesnetzagentur bereits damit begonnen, die erforderlichen Lizenzen für den Aufbau eines solchen 5-G-Netzes für Mobilfunk zu versteigern.

„Als diese Nachricht im Radio kam, war ich gerade von Greimersburg nach Cochem unterwegs“, sagt Lambertz. Als er kurz darauf von seinem Büro angerufen wurde, brach die Verbindung ab. In dem Waldgebiet besteht kein Empfang. „Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann im Fall eines Unfalls sogar lebensgefährlich sein“, sagt Lambertz. Obwohl das Enderttal als wichtige Verbindung zwischen Mosel und Eifel, als Einfahrtstor in die Kreisstadt sowie als Zubringer zur Autobahn gilt, herrscht auf der gesamten Strecke Funkstille.

Das mag der eine oder andere möglicherweise als Wohltat empfinden. Doch was, wenn ein Unfall passiert oder man im Notfall dringend jemanden erreichen muss? „Es nervt nicht nur mich und viele andere, dass hier immer der Empfang abbricht, sondern es ist vor allem wichtig, dass man im Falle eines Unfalls in diesem Straßenabschnitt Rettungskräfte alarmieren kann. Das funktioniert bislang dort nämlich auch nicht“, beklagt Lambertz.

Ob die Verantwortlichen der großen Konzerne auf die schriftliche Anfrage des Verbandsgemeindebürgermeisters reagieren, bleibt abzuwarten. „Einen Versuch ist es jedenfalls wert“, sagt Lambertz.

 

 

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