Helfer in Hochwasserregion bereiten sich auf Unwetter vor

Prüm/Mainz (dpa/lrs) – Die Helfer in der von Hochwasser betroffenen Region in Rheinland-Pfalz bereiten sich auf die fürs Wochenende vorhergesagten Gewitter und Starkregen vor. Auch wenn aus derzeitiger Sicht die Wetterprognose nicht als bedrohlich für den Eifelkreis Bitburg-Prüm eingeschätzt werde, könnte es infolge des zurückliegenden Hochwassers vereinzelt kritische Situationen geben, teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Der Katastrophenschutz des Kreises treffe daher in Abstimmung mit den Feuerwehren Vorkehrungen, insbesondere würden Sandsäcke vorbereitet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich über «zuverlässige Quellen» in Radio, Fernsehen und Internet oder entsprechende Warn-Apps auf dem Laufenden zu halten.

Nach Einschätzung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) könnte es an der Ahr bei Starkregen wegen verstopfter Kanalisation zu «erneuten Wasseranstauungen in einigen Bereichen» kommen. Die Fachleute arbeiteten aktuell an einer entsprechenden Einsatzplanung, teilte die Behörde am Freitag mit.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Rheinland-Pfalz und das Saarland in den Frühstunden des Samstags und am Vormittag vereinzelt mit ersten gewittrigen Regenfällen von Südwesten her. Die Wahrscheinlichkeit für örtlichen Starkregen mit Mengen um 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde «ist aber noch gering», erklärte der DWD am Freitag. Ab den Mittagsstunden werde es gebietsweise teils kräftige Gewitter geben. Dabei könne es lokal eng begrenzt zu Unwetter durch heftigen Starkregen mit Mengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen. Vereinzelt könne es auch Sturmböen bis 85 Stundenkilometer und Hagel mit Korngrößen bis zwei Zentimeter geben.

In der Nacht zum Sonntag würden die Gewitter wieder abklingen. Am Sonntag sei im Tagesverlauf verbreitet mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Dabei sind laut DWD auch einzelne Gewitter «mit Starkregen bis in den Unwetterbereich» möglich.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes in Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, sagte im Radioprogramm SWR Aktuell, die Einsatzplaner in den Hochwassergebieten bereiteten sich auf den angekündigten Starkregen vor. «Im Moment wird gerade massiv schweres Gerät ins Einsatzgebiet geschickt und auch dort vorgehalten, um alles passierbar zu machen», sagte Hachemer.

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