Wat hadde mr ne Spaß!

Wenn Karneval im Lande weilt und Narrenkappen weit verteilt, und wenn ein jeder, Frau und Mann, mal wieder richtig Narr sein kann, dann heißt es: Feiere und sei frei. Denn allzu bald ist es vorbei.Und so ist es. Heute, am Aschermittwoch, ist die schönste Feierei endgültig passè.  Bunt, bunter, Karneval. Das war sie. Die Session 2020 im Prümer Land.

Ist Karneval nur feiern und verkleiden? Falsch gedacht. Denn Fasching feiern, will gelernt sein. Das ist die schmerzliche Erfahrung vieler Neu-Jecken. Sie denken, sie könnten sich einfach so ins Getümmel stürzen. Aber halt – so einfach ist es nicht. Die Polizei Prüm musste eines an den tollen Tagen feststellen: Im Karneval kann so einiges schieflaufen.  Aber alles der Reihe nach. Die durchaus jecke Zeit der Karnevalsumzüge in der Eifel startet mit viel Tamtam im Flecken.

Seit dem 15. Februar steht eines auf jeden Fall fest. Petrus muss ein Schönecker sein. Pünktlich um 14.11 Uhr startete im Schatten der Burg der diesjährige Karnevalsumzug. Und das bei milden Temperaturen und etwas Sonnenschein. Das hat gepasst.

Nicht gepasst hat das, was dann folgte. Kurz und krass: Es zeigte sich aufs Neue, dass alkoholfreier Karneval so wenig denkbar ist, wie ein veganes Steakhaus. Im Verlauf des Abends wurden der Polizei Prüm u.a. sechs Körperverletzungen und ein Handydiebstahl bekannt. Eine Person erlebte die Polizeiinspektion Prüm als Herberge für die Nacht. Wenig freiwillig. Wie man sich denken kann. Es galt, weitere Gefahren zu unterbinden. In fast allen Fällen spielte Hochprozentiges eine Rolle.

Und dann hieß es am 21. Februar: Licht aus – Spot an. Brauchtum – Version 2020. Feiertradition eben mal anders. In Gondenbrett, Gönnersdorf und Esch wurde die Nacht zum Tag gemacht. Hier rockte Prinz Karneval so richtig. Aber alles gut. Wenig Ärger. Kein wirklicher Krawall. Insgesamt trübten im Wesentlichen zwei Körperverletzungen, eine Belästigung und eine Beleidigung die ausgelassene Stimmung. Für diese närrischen Moonlight-Events vergibt die Polizei Prüm – weil alles insgesamt passte – ein lachendes Smilie.

Und dann ging es Schlag auf Schlag. Natürlich nur rhetorisch gemeint.

Erst Bleialf, dann Olzheim und schließlich Prüm. Stimmung und Partylaune pur. Mehr ging kaum. Vampire, Zwerge und Kölsche Mädsche. Das Prümer Land stand Kopf. Närrischer Spaß in und um die Abteistadt. Es wurde geschunkelt, viel gelacht und bis in die Nacht hinein getanzt. Bützchen und flirten sind an Karneval in der Regel erwünscht und sorgen dafür, dass selbst die schüchternsten Singles sich unter dem Schutz ihres Kostüms in versierte „Flirt- Profis“ verwandeln. Apropos: Bützen heißt soviel wie küssen. Das ist während der tollen Tage ausdrücklich erlaubt – doch wie im wirklichen Leben geht es auch im Karneval um das „Gewusst wie“. Aber auch hier: alles gut. Wirklich unangenehme Randerscheinungen blieben aus. Eifler wissen eben gepflegt zu feiern. Ein deutliches „Daumen hoch“ von der Prümer Polizei. Nur weniges ist aufzuarbeiten.

Und dann war da noch das, was man Wetter nennt. Leider regnete es nicht nur Konfetti. Typisches Aprilwetter im Februar. Gruselig, launig und eben nass. Aber egal. Fastnacht ist, wenn es trotzdem Spaß macht.

Das Team der Polizeiinspektion Prüm wird auch im kommenden Jahr gemeinsam mit den Feierlustigen der Region pünktlich an den Start gehen. Als Sicherheitspartner. Präsent und bürgernah. Denn der nächste 11.11. kommt bestimmt.

Wussten sie schon, dass Weiberdonnerstag im kommenden Jahr bereits am 11. Februar ist?

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