Großes Interesse an multimodaler Schmerztherapie im St. Joseph-Krankenhaus Prüm

ctw PRESSEFOTO2 Multimodale Schmerztherapie Infoabend Nachbericht Pruem StJP Nov 2013Infoabend der Reihe „Treffpunkt Krankenhaus“ sehr gut besucht – Angebot besteht seit März – vier Behandlungsplätze

Prüm. Im St. Joseph-Krankenhaus Prüm wird seit diesem Jahr die multimodale Schmerztherapie angeboten. Sie richtet sich an Patienten mit chronischen Schmerzen und verbindet verschiedene Therapieansätze. Um die Behandlung vorzustellen, hatte das Prümer Krankenhaus zusammen mit dem Förderverein zu einem Informationsabend eingeladen. Dr. med. Thomas Erb, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Dr. med. Christian Elsen, leitender Oberarzt der Abteilung für Anästhesie, Heidrun Pusch aus der Abteilung Physikalische Therapie, Marita Laures, Krankenschwester, Pain Nurse und Aromapflegerin, sowie Professor Dr. Dr. Joachim Nadstawek, Leiter der Ambulanz für Schmerzmedizin der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, informierten die zahlreichen interessierten Gäste in der mit ca. 180 Besuchern voll besetzten Cafeteria.

ctw PRESSEFOTO1 Multimodale Schmerztherapie Infoabend Nachbericht Pruem StJP Nov 2013Wenn der Schmerz keine Warnfunktion mehr ausübt und keine organischen Ursachen mehr hat, kommt die multimodale Schmerztherapie zum Einsatz. Etwa bei Rücken-, Gelenk-, Kopf- oder Nervenschmerzen, die chronifiziert sind. Neben der medikamentösen Therapie kommen die invasive Schmerztherapie mit Nervenblockaden, nicht-medikamentöse Therapien, wie Ergotherapie, Musiktherapie, Akupunktur, sowie intensive Physio- und Psychotherapie zum Einsatz. Die Experten der verschiedenen Fachdisziplinen arbeiten dabei eng zusammen und stimmen sich regelmäßig ab. Der stationäre Aufenthalt im St. Joseph-Krankenhaus dauert im Durchschnitt 10 bis 14 Tage. Über den Tag verteilt kommen individuell abgestimmt die einzelnen Elemente zur Anwendung.

Der stationäre Aufenthalt dient dazu, die Synergien der Einzelmaßnahmen bestmöglich zu nutzen und das Konzept, das mehr ist als die Summe dieser einzelnen Maßnahmen, optimal umzusetzen. Ziel ist es die Lebensqualität zu verbessern, die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen und zu lernen, mit dem Schmerz umzugehen. Wichtig ist dabei das eigenverantwortliche Handeln des Patienten, er ist aktiver Teil der Therapie und sollte das Konzept verinnerlichen. Studien haben gezeigt, dass die multimodale Therapie besser und nachhaltiger wirkt als eine monomodale Behandlung, bei der ausschließlich Schmerzmedikamente oder Physiotherapie zum Einsatz kommt.

„Zurzeit gibt es vier Behandlungsplätze für das Therapieangebot im St. Joseph-Krankenhaus“, sagt Uwe Szymanski, kaufmännischer Direktor des St. Joseph-Krankenhauses. Die Wartezeit für einen Platz liegt bei etwa 14 Tagen. Dr. Elsen, Prof. Nadstawek und Dr. Erb hatten zuvor eine Fachfortbildung für Ärzte und Pflegekräfte zur Vorstellung der multimodalen Schmerztherapie am St. Joseph-Krankenhaus angeboten, die mit rund 110 Gästen ebenfalls sehr gut besucht war. Dr. Ursula Hansen, Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises, war von der Resonanz und der Relevanz beider Veranstaltungen überwältigt. Weitere Informationen: Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, Düren.

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