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Hilfe für Hunderte Kinder in Paketen aus der Region verteilt

Die Johanniter-Weihnachtstrucker sind von ihrer großen Fahrt zurück. Alle im Regionalverband Trier-Mosel gespendeten Carepakete mit Grundversorgungsgütern unterstützen jetzt bedürftige Familien in der nord-rumänischen Stadt Bistrita.

Am frühen Morgen des 28. Dezember starten die Trucks in die Dörfer und ländlichen Gegenden. Begleitet werden sie dabei von der Polizei, der Jandameria, der Feuerwehr sowie vielen Freiwilligen des Partnervereins Tasuleasa Social.

Trier/Region. Bewegte Tage und fast 17.000 gefahrene Kilometer liegen hinter den rund 140 haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker am 26. Dezember 2018 auf den Weg nach Albanien, Bosnien-Herzegowina, nach Nord- und Zentral-Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine aufgemacht hatten. Jetzt sind sämtliche Sattelschlepper wieder zurück in der Heimat. Die Ladeflächen sind leer, aber die Herzen und Köpfe der Teilnehmer sind voll von berührenden Begegnungen und unvergesslichen Erfahrungen. Alle 664 Pakete, die von den Johannitern im Regionalverband Trier-Mosel gesammelt wurden, haben ihre Zielfamilien über eine Schule in Bistrita (Nord-Rumänien) gefunden.

44 LKW mit 88 ehrenamtlichen Fahrern waren in sechs Konvois gemeinsam mit je zwei Konvoi-Leitern sowie zahlreichen Helfern und Fotografen am zweiten Weihnachtsfeiertag Richtung Südosteuropa aufgebrochen.  In den Zielregionen wurden die mit 56.172 gespendeten Hilfspaketen voll beladenen Lastwagen voller Vorfreude erwartet. „Teilweise hatten die Kinder schon seit Tagen unserer Ankunft entgegen gefiebert“, sagt Alexander Kraus, der den Konvoi nach Bistrita in Nord-Rumänien begleitete, wo die Pakete aus Trier hingereist sind. Auch ganze Familien oder alte Leute waren, teils mit Pferdefuhrwerken zu den Verteilstellen gekommen.

Pferdefuhrwerke gehören nach wie vor ins Straßenbild Rumäniens. Gerade in den ländlichen Gebieten sind sie noch allgegenwärtig.

Diese befinden sich, je nach Region, in Schulen, Kirchengemeinden, Klöstern, bei privaten Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen. „Wir haben wie jedes Jahr alle Pakete persönlich an die vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger übergeben“, ergänzt Alexander Kraus: „Uns ist wichtig, dass tatsächlich die Personen ein Paket bekommen, die dies auch wirklich brauchen.“ Konkrete Dörfer und Schulen werden im Zielland Rumänien vom Partnerverein, Tasuleasa Social, ausgewählt. Durch gute Ortskenntnis weiß der Verein, der sich aus einer Johanniter-Initiative heraus gegründet hat, wo die Not am größten ist.

Insgesamt fast 2.500 Paketen hatte allein der Konvoi von Kraus geladen – darauf auch alle 664 Pakete, die Einzelspender, Schulklassen, Vereins- und Firmengruppen von Morbach und Hermeskeil bis Wittlich und Bitburg, Saarburg und Konz zum Sammelpunkt der Johanniter in Trier gegeben hatten. Alle Pakete aus unserer Region sind in der nord-rumänischen Stadt Bisitra an Schulen verteilt worden, wobei mit vorab erstellten Listen bedürftige Familien erreicht wurden. „Manche der Kinder kommen in Badeschlappen und für die kalte Jahreszeit viel zu dünner Kleidung, andere sind mit ihren besten Anziehsachen herausgeputzt“, schildert Kraus seine Eindrücke.

Paket für Paket wird übergeben. Alle Kinder, die jeweils an der Schule sind, erhalten eines der Geschenke aus Deutschland.

„Viele zeigen ihre Aufregung und Freude ganz offen, lachen uns an, schenken uns selbst gemalte Bilder und sprechen mit uns – dabei sind auf beiden Seiten Hände und Füße im Einsatz“, schmunzelt er. „Andere sind uns gegenüber eher scheu, aber sobald sie mit dem Paket in den Armen wieder zu ihren wartenden Familien gehen, strahlen sie von einem Ohr zum anderen“ Eins ist wichtig, da sind sich alle Beteiligten einig: „Die Menschen fühlen sich in ihrer schwierigen Lebenssituation gesehen und merken, dass wir daran Anteil nehmen und sie nicht im Stich lassen. Wir danken den vielen Mitpackern aus unserer Region, die uns geholfen haben, diese Zeichen der Hoffnung bis nach Rumänien zu senden“, sagt der Trierer Johanniter-Regionalvorstand Daniel Bialas.

Warten auf die Eltern – alleine ist es dann doch zu schwer das Paket nach Hause zu tragen oder den Schlitten zu ziehen.

Informationen zum Johanniter-Weihnachtstrucker gibt es im Internet unter www.johanniter-weihnachtstrucker.de.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit mehr als 14 000 Beschäftigten, rund 30 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und über 1,4 Millionen Fördermitgliedern zählt der gemeinnützige Verein zu einer der größten Hilfsorganisationen in Europa. Zu den Aufgabenfeldern der Johanniter-Unfall-Hilfe zählen unter anderem  Erste Hilfe, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit knapp 300 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten. Mehr Informationen zu den Johannitern in Trier-Mosel finden Sie unter www.johanniter.de/trier

Alle Weihnachtstrucker-Pakete aus unserer Region haben die Johanniter an Schulen im nord-rumänischen Bistrita ausgegeben. Teilweise viele Stunden warteten die Kinder mit ihren Verwandten bis ihre Namen von den Verteillisten aufgerufen wurden. Mit Handwägen, Schlitten und sogar Pferdekutschen fanden die in Trier gesammelten Pakete zur Überwinterungshilfe dann den Weg zu den Familien. Ein Kollege hat den Transport dorthin begleitet und vor Ort Bilder gemacht.

 

 

 

 

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