Künstliche Intelligenz in der Glasscheibenkontrolle

  • Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern hat Helmut Meeth GmbH & Co. KG bei der Umsetzung eines KI-Projekts begleitet
  • Ziel: Künstliche Intelligenz in der Qualitätskontrolle einsetzen
Geschäftsführer Helmut Meeth (li.) und IT-Leiter Markus Jungbluth (Fotos: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern / A. Sell).

Wittlich/Kaiserslautern. Gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern hat die Helmut Meeth GmbH & Co. KG aus Wittlich ein Digitalisierungsprojekt zum Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der optischen Qualitätskontrolle von Fensterscheiben durchgeführt. Die Digitalisierung ist für den Mittelständler aus Rheinland-Pfalz kein Neuland. Mit dem Einsatz von KI-Technologien geht das Unternehmen aber noch einen Schritt weiter.

Die Helmut Meeth GmbH & Co. KG, ein mittelständischer Hersteller von RAL-geprüften Fenstern und Türen in Wittlich, wagt sich nach zahlreichen Digitalisierungsmaßnahmen nun auch an Künstliche Intelligenz heran. Gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern hat das KMU ein Projekt durchgeführt, um die optische Qualitätskontrolle der Fensterscheiben mithilfe von KI zu automatisieren.

Durch KI Mitarbeiter entlasten

Gemeinsam mit den KI-Trainern des Kompetenzzentrums Kaiserslautern hat das Projektteam von Helmut Meeth, allen voran IT-Leiter Markus Jungbluth, das bis dato analoge optische Prüfverfahren der Glasscheiben unter die Lupe genommen. Die Glasprüfung ist ein wichtiger, aber zeitaufwändiger und personalintensiver Vorgang. „Da steht ein Mitarbeiter davor und kontrolliert mit bloßem Auge die Scheiben auf Fehler. Das ist eine sehr anstrengende und ermüdende Aufgabe“, erklärt Jungbluth. Die Folge: Viele Mitarbeiter müssen rotieren. „Wir brauchen die Mitarbeiter an anderen Stellen in der Fertigung“, wünscht sich Geschäftsführer Helmut Meeth.

Schnell war klar: Die Qualitätskontrolle der Glasscheiben soll in Zukunft eine Künstliche Intelligenz übernehmen. Die mit einer speziellen Kamera aufgenommenen Bilder der Scheiben überprüft ein Algorithmus automatisch, erkennt die jeweiligen Fehlerarten und markiert dabei die fehlerhaften Scheiben. Diese werden im nächsten Schritt dann automatisiert aussortiert. Diese Lösung bietet ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz an, da es über das Wissen und die Erfahrung mit KI, Kameras und Automatisierungslösungen verfügt. Geschäftsführer Meeth schätzt, dass die KI-Lösung ab dem nächsten Jahr im Einsatz sein wird.

Das Kompetenzzentrum Kaiserslautern unterstützt

„Bei der Problemstellung der Helmut Meeth GmbH handelt es sich um einen typischen Anwendungsfall, bei dem KI-Technologien dem Menschen monotone und anstrengende Arbeit abnehmen können. Der Mensch kann sich dann auf andere, spannendere Aufgaben konzentrieren: eine Win-Win Situation“, beschreibt KI-Trainer und Projektleiter Manuel Heid vom Kompetenzzentrum Kaiserslautern den Nutzen des Projekts.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und dem Handwerk. Die Projektbegleitung gehört zu den Leuchtturm-Projekten der KI-Trainer in der Region: Innerhalb eines Zeitraums von jeweils sechs Monaten werden die KMU bei der Umsetzung eines KI-Projekts unterstützt und dadurch zum Vorbild für andere Unternehmen.

Weitere Infos zur Projektbegleitung mit der Helmut Meeth GmbH & Co. KG gibt es hier: https://kompetenzzentrum-kaiserslautern.digital/projektbegleitung/helmut-meeth-gmbh-co-kg/

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