Alt: Qualifizierung von Hebammen zu Familienhebammen stärkt junge Familien

Mainz. Nach der Geburt eines Kindes können Familien in belastenden Lebenssituationen Unterstützung durch besonders qualifizierte Familienhebammen im Rahmen der Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ erhalten. Ein Qualifizierungskurs für Hebammen sowie Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und – pflegerinnen zum Einsatz in Familien, der vom Land Rheinland-Pfalz konzipiert und durchgeführt wurde, konnte jetzt erfolgreich abgeschlossen werden. „Die Geburt eines Kindes und die ersten Lebenswochen und -monate sind für Eltern eine wunderbare und erfüllende Phase. Manchmal kann es aber auch zu Belastungssituationen kommen, die Eltern bis an die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit bringen.Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass sich junge oder auch schon erfahrene Eltern durch eine Fachkraft unterstützen lassen, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht, wichtige Tipps gibt und wertvolle Hilfestellungen für das Kind, die Mutter und die gesamte Familie leistet. Hebammen haben diese zentrale Aufgabe seit jeher und mit Jahrhunderte langer Erfahrung und Tradition übernommen“, betonte Familienministerin Irene Alt anlässlich der Zertifikatsverleihung an die ersten 20 Absolventinnen am Wochenende in Mainz.

Familienhebammen können sowohl in der Geburtsklinik als auch bei den Familien zu Hause eingesetzt werden. Im Vergleich zur originären Hebammentätigkeit haben sie einen zeitlich und fachlich erweiterten Auftrag: Sie haben häufigere und längere Kontakte zu Familien und ihr Einsatzzeitraum erstreckt sich auf das erste Lebensjahr des Kindes. Sie beraten in allen Lebenslagen, unterstützen Mütter und Väter auch in schwierigen Situationen und vermitteln weitere Unterstützungsangebote.

Dazu kann die Kontaktaufnahme zu einem sozialpädiatrischen Zentrum ebenso gehören wie zu einer Familien- oder Erziehungsberatungsstelle, dem Jugendamt oder auch einer niedergelassenen Familienhebamme. Zur Familienhebamme können auch Kinderkrankenpfleger und -pflegerinnen qualifiziert werden. Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung führt mit Förderung durch die Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ sowohl Aufbaukurse als auch Grundqualifizierungskurse für die genannten Berufsgruppen durch.

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