Bätzing-Lichtenthäler: Zahl der Organspender in Rheinland-Pfalz gestiegen

„Jedes Spenderorgan kann zum Lebensretter für einen Menschen auf der Warteliste werden. Ich bin sehr froh, dass die Organspenderzahlen in Rheinland-Pfalz bereits im vergangenen Jahr gestiegen sind und bislang auch während der Corona-Krise keinen Einbruch erfahren haben,“ sagte Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler. „Gerade die umfassende Aufklärungsarbeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie trägt die Organspende in die Breite unserer Gesellschaft und sorgt für ein Bewusstsein für dieses wichtige und sehr sensible Thema. So kommen wir dem Ziel einer gelebten Kultur der Organspende einen Schritt näher“, so die Ministerin anlässlich des morgigen Tages der Organspende. Jedes Jahr steht der erste Samstag im Juni im Zeichen des Dankes und der Aufklärung.

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Organspender in Rheinland-Pfalz wieder gestiegen. Während im Jahr 2018 insgesamt 37 Menschen in Rheinland-Pfalz ihre Organe spendeten, waren es in 2019 49 Organspender. Im Zeitraum von Januar bis April 2020 haben bereits 22 Menschen in Rheinland-Pfalz ihre Organe gespendet. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2018 waren es 7 Menschen. Ein Organspender kann dabei bis zu sieben Organe spenden und damit bis zu sieben Leben retten.

„Diese Spenderzahlen bestärken mich darin, dass die neuen gesetzlichen Regelungen zur Stärkung der Organspende, die auf Bundes- wie auch Landesebene seit 2019 in Kraft sind, einen nachhaltigen Beitrag für die Organspende leisten können“ so die Gesundheitsministerin. „Für mich ist aber klar, wir müssen auch weiterhin die ergebnisoffene Aufklärung stärken und Menschen dazu ermutigen, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Dafür müssen wir Gelegenheiten schaffen. Ein weiterer Schritt kann dabei das im Januar verabschiedete Bundesgesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende sein“, ergänzte Bätzing-Lichtenthäler.

Ziel des Gesetzes ist, die persönliche Entscheidung für oder auch gegen die Organspende zu registrieren und verbindliche Information und bessere Aufklärung zu gewährleisten. Es sieht unter anderem die Einrichtung eines bundesweiten Online-Registers vor, das sich derzeit im Aufbau befindet. Mit Inkrafttreten im Jahr 2022 sind alle für die Ausstellung und Ausgabe von Personalausweisen, Pässen oder Passersatzpapieren sowie von eID-Karten zuständigen Stellen des Bundes und der Länder verpflichtet, Aufklärungsunterlagen auszuhändigen und auf weitere Informations- und Beratungsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit der Abgabe einer Erklärung zur Organ- und Gewebespende in einem Register hinzuweisen.

In Rheinland-Pfalz unterstützt bei der wichtigen Aufklärungsarbeit seit vielen Jahren die „Initiative Organspende Rheinland-Pfalz“ unter Federführung der Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz. Gemeinsam mit der Landesregierung setzt die Initiative kompetent und ergebnisoffen zahlreiche Aufklärungskampagnen zum Beispiel in Schulen, Fahrschulen oder im Rahmen von Veranstaltungen im ganzen Land um. „Unser Ziel ist es, Menschen darin zu unterstützen, sich mit diesem sehr persönlichen Thema auseinanderzusetzen und ihre Entscheidung für oder auch gegen die Organspende zu treffen und zu dokumentieren. Denn dadurch werden die Angehörigen von der Last der Entscheidung befreit“, konstatierte die Ministerin.

„Insbesondere am Tag der Organspende gilt mein Dank allen, die sich rund um dieses wichtige Thema engagieren. Meine Gedanken sind aber auch bei den Angehörigen und Hinterbliebenen und jenen, die noch auf ein lebensrettendes Organ warten“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

 

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