Land bessert bei Bundesförderung nach: 2,7 Millionen Euro zusätzlich für Digitalisierung der Ausbildung in Gesundheitsfachberufen

Die enorme Bedeutung der Gesundheitsfachberufe für die Menschen in Rheinland-Pfalz zeigt sich gerade in der Corona-Pandemie besonders deutlich. Nicht nur mit ihrer Arbeit unter den aktuell erschwerten Bedingungen verdienen sich Krankenpflegehilfskräfte, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, Sanitäter und viele mehr Anerkennung und Respekt. Als Zeichen der Wertschätzung und zur Stärkung der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen startet das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie nun die „Digitalisierungsinitiative Gesundheitsfachberufeschulen 2020 Rheinland-Pfalz“ mit einem Volumen von 2,7 Millionen Euro – und stärkt damit eine Sparte, die beim vom Bund finanzierten Programm „DigitalPakt Schule“ nicht bedacht worden ist. Die Mittel dafür stammen aus dem Nachtragshaushalt des Landes.

„Mit dieser Initiative möchte ich ein Zeichen der besonderen Wertschätzung für die Gesundheitsfachberufeschulen in Rheinland-Pfalz setzen, die während der Corona-Pandemie Großes leisten. Die Ausbildung dort ist für mich eine Herzensangelegenheit“, sagte Arbeits- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Gerade in der aktuellen Krisenzeit forderten die wichtigen Digitalisierungsprozesse die Gesundheitsfachberufeschulen besonders heraus. So war beispielsweise auch für sie von Mitte März bis Anfang Mai nur onlinegestützter Fernunterricht möglich, der auch seitdem ergänzend fortgesetzt wird. „Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und ihren Einsatz“, teilte die Ministerin mit. „Aber mir ist bewusst, dass Dank allein nicht reicht. Daher habe ich mich entschlossen, die Gesundheitsfachberufeschulen bei der Digitalisierung finanziell zu unterstützen, um so die Fachkräfte für morgen zu sichern“.

Im Rahmen der „Digitalisierungsinitiative“ können staatlich anerkannte Gesundheitsfachberufeschulen in Rheinland-Pfalz nun jeweils einen einmaligen Förderbetrag in Höhe von bis zu 15.000 Euro plus eines Betrags von 400 Euro pro auszubildender Person beantragen. Davon profitieren mehr als 70 dieser Schulen im Land mit über 3.800 Auszubildenden. Gefördert werden Aufbau, Erweiterung oder Verbesserung der digitalen Vernetzung, die Herstellung eines drahtlosen Netzzugangs, Anzeige- und Interaktionsgeräte sowie schulgebundene Laptops, Notebooks oder Tablets. Die Initiative unterstützt Gesundheitsfachberufeschulen mit den folgenden Ausbildungsfeldern:

– Gesundheits- und Krankenpflegehilfe; Physiotherapie; Ergotherapie; Hebammen und Entbindungspfleger; Logopädie; Diätassistenz; Podologie; Pharmazeutisch-technische Assistenz; Notfallsanitäter; Masseure / medizinische Bademeister; Medizinisch-technische Laboratoriums-Assistenz; Medizinisch-technische Radiologie-Assistenz sowie Operationstechnische Assistenz.

Aus der Erfahrung, dass der Mittelabruf für den vom Bund finanzierten „DigitalPakt Schule“ aufgrund mangelnder Begleitung nur zögerlich voranschreitet, hat das Arbeitsministerium ein vereinfachtes Antragsverfahren entwickelt. Außerdem werden bei der rheinland-pfälzischen Digitalisierungsinitiative für die Gesundheitsfachberufeschulen auch projektvorbereitende und -begleitende Beratungs- und Schulungsleistungen gefördert, wenn sie einer wirtschaftlichen Projektumsetzung dienen. Zudem wurde vom Ministerium ein Rahmenkonzept erstellt, an dem sich die Schulen orientieren können.

Zum Hintergrund:

Im Rahmen der Fachkräfteinitiative des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie wurde vereinbart, dass die Ausbildungszahlen in allen Gesundheitsfachberufen gesteigert werden. Damit dies funktioniert, müssen auch während der Corona-Krise die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu zählt auch die Stärkung der Strukturen für onlinegestützten Fernunterricht.

 

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