Landesrat für digitale Entwicklung: Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Digitalen Wandel zu gestalten, bleibt wichtige Aufgabe der Landesregierung

„Der Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur hat mich unterstützt, die Digitalisierung in Rheinland-Pfalz mit vielen erfolgreichen Projekten entscheidend voranzutreiben“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer anlässlich der vorerst letzten Sitzung des Expertengremiums. „Den digitalen Wandel weiter zu gestalten, bleibt auch in Zukunft als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe ein zentraler Schwerpunkt der Landesregierung.“ Die vorerst letzte Sitzung in dieser Legislaturperiode fand aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens als Videokonferenz statt.

„Die Digitalisierung ist ein wichtiges Instrument im Umgang mit der aktuellen Pandemie-Situation“, betonte die Ministerpräsidentin.  „Mit dem Digitalpakt Schule und unserem Nachtragshaushalt werden die digitale Infrastruktur der Schulen verbessert und mobile Endgeräte für Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte angeschafft. Hinzu kommt die Förderung der Ausbildung von IT-Administratoren und -Administratorinnen für die schulische Infrastruktur.“

Weitere Schwerpunkte des Landesrates waren die Unterstützung beim Breitbandausbau und der Erarbeitung einer Digitalstrategie. „Aktuell sind 44 im Rahmen des Bundesförderprogramms initiierte Breitbandinfrastruktur-Projekte in der Umsetzung. Nach deren Abschluss werden über 12.483 Kilometer Glasfaser in Rheinland-Pfalz neu verlegt sein“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Landesrat habe einen wichtigen Teil dazu beigetragen, den Weg für ein flächendeckendes Gigabit-Netz im Land zu ebnen.

Lange vor der tatsächlichen Umsetzung berät der Landesrat bei wichtigen technologischen Trends: Die Diskussionen zu Künstlicher Intelligenz (KI) sind in die kürzlich veröffentlichte KI-Agenda eingeflossen. Die Investitionen in die Förderung, Forschung und Vernetzung von KI werden bis 2023 durch die Landesregierung verdoppelt. Weitere Themen waren die sozialen Netzwerke und ihre Algorithmen, Datensouveränität und Netzneutralität. Auch für die Arbeit des Runden Tischs Mobilfunk sind die Hinweise der Experten wichtig. 99,2 Prozent aller Haushalte in Rheinland-Pfalz verfügen heute schon über Mobilfunk auf Basis von 4G/LTE. „Der flächendeckende 5G-Ausbau ist das nächste Ziel, das wir ambitioniert verfolgen. Viele der im Landesrat diskutierten Trends wie autonomes Fahren oder Smart Metering sind auf hohe Bandbreiten und kurze Latenzzeiten im mobilen Internet angewiesen“, erklärte Staatssekretärin Heike Raab.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte das interdisziplinäre Gremium zum Beginn ihrer Amtszeit im Jahr 2013 einberufen. Der Landesrat ist neben der „Strategie für das digitale Leben in Rheinland-Pfalz “ und dem Digitalkabinett der Landesregierung ein wichtiger Baustein bei der Gestaltung der Digitalisierung in Rheinland-Pfalz. Aktuelle Mitglieder sind:

  • Prof. Dr. Linda Breitlauch, Inhaberin des Games- und 3D-Lehrstuhls an der Hochschule Trier. Sie war die erste Professorin für Game-Design an der Hochschule für Design und Informatik in Düsseldorf.
  • Prof. Dr. Leonhard Dobusch, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation an der Universität Innsbruck. Vertreter für die Interessengruppe „Internet“ im ZDF-Fernsehrat und Autor auf netzpolitik.org.
  • Mirko Drotschmann, bekannt als „MrWissen2go“, einer der größten deutschsprachigen Bildungschannels auf Youtube mit bis zu 2,5 Mio. Zuschauern, und Geschäftsführer der objektiv media GmbH in Nierstein bei Mainz.
  • Prof. Dr. Thorsten Faas, Professor für Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der FU Berlin. Von 2012 bis 2017 lehrte er an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.
  • Florian Hager, Channel Manager der ARD-Mediathek und stellvertretender Programmdirektor in der Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen. Zuvor war er Programmgeschäftsführer bei „funk“ in Mainz.
  • Julia Kasper, Gründerin und Geschäftsführerin von holzgespuer.de, einem 3D-Online-Konfigurator für Möbel aus Rhens bei Koblenz. Mitglied des Beirats „Junge Digitale Wirtschaft“ beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
  • Laura-Kristine Krause, Deutschland Direktorin von „More in Common“ und Co-Vorsitzende des Vereins „D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt“, ein progressiver Think Tank, der die Digitalisierung aktiv, konstruktiv und kreativ mitgestalten will.
  • Sarah Kübler, Start Upperin und Geschäftsführerin der Youtube- und Influencer-Marketing Agentur HitchOn GmbH in Mainz. Sie ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Influencer Marketing e. V.
  • Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering und Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering Dependability am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Kaiserslautern.
  • Nico Lumma, Managing Partner bei Next Media Accelerator in Hamburg, der Start Ups berät und begleitet. Gemeinsam mit Laura-Kristine Krause war er Co-Vorsitzender des Vereins „D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt“.
  • Julia Probst, Aktivistin für Inklusion und Barrierefreiheit, Lippenleserin, twittert unter @EinAugenschmaus für die Belange von Menschen mit Behinderung.

 

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