HWK-Konjunkturumfrage: Regionales Handwerk trotzt der Krise

Bau- und Ausbaugewerke sowie Gesundheitshandwerk am zufriedensten

Trier. Das regionale Handwerk behauptet sich im Konjunkturabschwung. Die Unternehmen profitieren von einer starken Binnennachfrage, niedrigen Zinsen, geringer Arbeitslosigkeit und kräftigen Lohnsteigerungen. Dies zeigt sich bei der Herbst-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Trier (HWK), bei der rund ein Sechstel der rund 7.000 Mitgliedsbetriebe befragt wurde.

Aktuell geben 93 Prozent der Befragten an, mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden zu sein. Die Handwerksbetriebe haben alle Hände voll zu tun. Sieben von acht Befragten melden eine Auslastung von mehr als 70 Prozent. Branchenübergreifend reicht der Auftragsbestand im Schnitt für 12,4 Wochen. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten hat in den Betrieb investiert.

Die besten Werte bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage haben Zimmerer, Dachdecker, Maler, Elektrotechniker, Zahntechniker, Augenoptiker sowie die weiteren Gewerke aus dem Bauhaupt-, Ausbau- und Gesundheitsgewerbe. Hier zeigen sich alle Befragten aktuell zufrieden.

Auch auf die kommenden Wochen blicken die Unternehmer optimistisch. Insgesamt rechnen 92 Prozent mit gleichbleibender oder gar verbesserter Geschäftslage. Im Gesundheitsgewerbe (Augenoptiker, Zahntechniker, Hörakustiker, Orthopädieschuhmacher und -techniker) und im Gewerbe der personenbezogenen Dienstleistungen gehen sogar alle Umfrageteilnehmer von einer zumindest gleichbleibenden Lage aus.

Die meisten Handwerker geben beim aktuellen Auftragsbestand und der Umsatzentwicklung gleichbleibende Ergebnisse an. Ebenso rechnet eine überwiegende Zahl der Befragten damit, dass die Werte beim Auftragsbestand und beim Umsatz konstant bleiben.

Drei Viertel der befragten Betriebe halten ihren Personalstamm, 18 Prozent konnten sogar weiteres Personal einstellen. Lediglich sechs Prozent geben eine gesunkene Beschäftigtenzahl an. 84 Prozent der Befragungsteilnehmer gehen davon aus, dass sich die Beschäftigtenzahl in den kommenden Monaten nicht verändern wird. Fast jeder Zehnte möchte seinen Personalstamm sogar weiter aufbauen. Der Wirtschaftszweig hofft, mit sicheren Arbeitsplätzen qualifizierte Arbeitnehmer ins Handwerk bringen und damit gegen den Fachkräfte- und Lehrlingsmangel vorgehen zu können. Die HWK beurteilt die Umfrageergebnisse vor dem Hintergrund der schwächelnden gesamtwirtschaftlichen Konjunktur positiv. Das regionale Handwerk ist weiterhin gut aufgestellt.