Offizielles Schreiben an Ministerinnen Hubig und Bätzing-Lichtenthäler

Mehr Anerkennung der Arbeit und besserer Schutz für Erzieher/innen

Als großer Träger von 151 Kindertageseinrichtungen in der Region Trier mit ca. 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – davon mehr als 2.500 pädagogische Fachkräfte –  engagieren wir uns für die Bildung, Betreuung und Erziehung von ca. 13.000 Kindern im Alter von 3 Monaten bis 14 Jahren. Aus dieser Position heraus haben wir uns in einem offiziellen Schreiben am 22. Januar an die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, sowie an die Ministerin für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler, gewandt.

In diesem Schreiben äußern wir uns konkret zur Situation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Herausforderungen für uns als Träger und fordern die Ministerinnen dazu auf, stärker für die von uns formulierten Positionen einzutreten. Dabei geht es uns vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie vor allem um eine deutlichere Unterstützung der Interessen (Stichwort „Impfstrategie“) und größere Anerkennung der besonderen Leistung von pädagogischem Fachpersonal im öffentlichen und politischen Diskurs, sowie eine differenziertere und klarere Kommunikation von Seiten des Landes.

Hier einige zentrale Auszüge aus unserem Schreiben:

„(…) Und so leisten insbesondere die Erzieherinnen und Erzieher in unseren KiTas seit beinahe einem Jahr Außergewöhnliches:

Da Ihnen das Wohl der Kinder und die Unterstützung der Familien sehr am Herzen liegen, tragen sie mit viel Engagement und Herzblut Sorge dafür, dass die Kleinsten in unserer Gesellschaft einen halbwegs normalen Alltag unter Pandemie-Bedingungen leben können und fördern die Bildung und Entwicklung der Kinder mit unverändert hohen pädagogischen und qualitativen Standards unter sich immer wieder verändernden Rahmenbedingungen und Regelungen. Damit entlasten sie sowohl die Eltern als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeber gleichermaßen. (…)

Damit wird mehr als deutlich, wie essentiell die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern ist und wie wenig Hygieneschutz im Vergleich zu anderen Berufen möglich ist.  Dennoch vermissen wir in der öffentlichen Diskussion und in politischen Stellungnahmen eine entsprechende Anerkennung und Wertschätzung. Auch im politischen Diskurs stehen weder die Arbeit, noch der Gesundheitsschutz unserer pädagogischen Fachkräfte im Fokus der Debatten. (…)

Setzen Sie sich verstärkt für Erzieherinnen und Erzieher ein und machen Sie deren wertvolle Arbeit und auch ihre Sorgen sichtbar.

Dazu gehört für uns auch, dass Sie auf eine Veränderung der Impfstrategie hinwirken. Erzieherinnen und Erzieher müssen so gut wie möglich geschützt werden. Da die geltenden AHAL-Regelungen in den KiTas nur eingeschränkt umgesetzt werden können, muss diese Berufsgruppe beim Impfen in Gruppe 2 vorgezogen werden – gerade auch im Hinblick auf die Viren-Mutationen, die nach jetzigem Erkenntnisstand besonders Kinder betreffen. (…)

Ein weiteres Thema, das uns bewegt, betrifft den Zuständigkeitsbereich des Landes: Homeoffice. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass übertragene Aufgaben auch von pädagogischen Fachkräften zuhause ausgeführt werden können. Gerade nach den neuen Corona-Regelungen, die aus der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und –präsidenten mit der Bundeskanzlerin entstanden sind, muss im Sinne einer Kontaktreduzierung am Arbeitsplatz die Arbeit im Homeoffice von Seiten des Landes auch für die pädagogischen Fachkräfte mitgetragen und finanziert werden, die nicht in Leitungspositionen tätig sind.

Die äußerst dynamischen Entwicklungen in den vergangenen Monaten haben uns als Unternehmen auf allen Ebenen extrem gefordert. Immer wieder geraten wir dabei unter großen Druck, weil die vom Land getroffenen Beschlüsse nicht die jeweilige Situation in unseren Einrichtungen und auch nicht unsere Möglichkeiten als großer Träger treffen. In den KiTas gibt es völlig unterschiedliche Voraussetzungen und dadurch gilt: Nicht alles ist überall möglich. Aber wir machen viel möglich – wenn man uns lässt. Denn die konkreten Planungen und Entscheidungen hinsichtlich der praktischen Umsetzung vor Ort liegen bei uns als Träger. Diese Realität wird jedoch von politischer Seite kaum oder nur unzureichend an die Öffentlichkeit kommuniziert. So entstehen Erwartungen, die an einigen Stellen enttäuscht oder nur unvollständig erfüllt werden können; erhöhter Druck und Frustration bei allen Beteiligten sind die Folge. Zur Entlastung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort wünschen wir uns hier eine differenziertere, deutlichere und unterstützende Kommunikation von Seiten des Landes.“

 

Die katholische KiTa gGmbH Trier ist die gemeinnützige Trägergesellschaft katholische Kindertageseinrichtungen im Raum Trier mbH im Einzugsgebiet der Landkreise Trier, Trier-Saarburg, Birkenfeld, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Vulkaneifel sowie Cochem-Zell. Sie unterstützt die in ihrer Trägerschaft stehenden Einrichtungen in allen Fragen der Verwaltung, sowie bei pädagogischen, personellen und organisatorischen Fragestellungen und bündelt Fachkompetenzen und Ressourcen.

Derzeit  sind 151 Einrichtungen in der katholischen KiTa gGmbH Trier zusammengeschlossen. Die katholische KiTa gGmbH Trier ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und erfüllt den gesetzlichen Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung.

 

Herausgeber:

Katholische KiTa gGmbH Trier

Jesuitenstraße 13

54290 Trier

Tel.      +49 (0)651 999875-0

Fax:     +40 (0)651 999875-10

geschaeftsstelle@kita-ggmbh-trier.de

Weitere Informationen: www.kita-ggmbh-trier.de

 

Pressekontakt

Sarah Hoffmann

Tel. +49(0)651 999875-33

kommunikation@kita-ggmbh-trier.de

 

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wir sammeln keine Daten, über die Sie persönlich identifiziert werden können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Nein  Ja