Aktuelles zur Windkraft bei Wiesbaum und Umgebung

Vor 5 Jahren, im Jahr 2014, war das Thema Windkraft in Wiesbaum in aller Munde. Die Kommunalwahlen standen an und Mitglieder der damaligen „Bürgerinitiative Wiesbaum-Mirbach“ bewarben sich um einen Sitz im Ortsgemeinderat und im Rat der Verbandsgemeinde Hillesheim. In den Ortsgemeinderat Wiesbaum konnten schließlich 7 Bewerber einziehen, in den Verbandsgemeinderat Hillesheim zogen aus Wiesbaum 3 Bewerber ein. Für dieses Vertrauen danken wir Ihnen. Die von den Einwohnern gewählten Ratsmitglieder konnten in den Folgejahren erreichen, dass die Windkraftplanungen im Wald Richtung Flesten-Üxheim und Richtung Dollendorf ad acta gelegt werden mussten. Es wurde von der Verbandsgemeinde eine immens hohe Summe an Steuergeldern für Gutachten regelrecht „verbraten“, mit dem Ergebnis, dass Rotmilane und Schwarzstörche den Bau von Windrädern unmöglich machten. Es wurde mit Tricks wie z.B. Flugraumanalysen versucht, das Vorhaben dennoch zu realisieren; doch letztendlich kam der Stopp der Planungen.

Wer aber jetzt meint, das Thema sei erledigt, der irrt! In den vergangenen Wochen wurden Grundstückbesitzer von Flächen zwischen Wiesbaum, Feusdorf und Birgel von Mitarbeitern des Windkraftprojektierers BayWa kontaktiert. Die BayWa möchte dort auf 100 Hektar (ein Quadratkilometer) 5 Windräder bauen. Jedes Windrad soll 240 Meter hoch sein (zum Vergleich: der Kölner Dom ist 157 Meter hoch). Wer die Bauvorhaben z.B. in Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren verfolgt hat, der weiß, wenn erst einmal fünf Windräder stehen, kommen weitere hinzu. Auf einer Fläche von 100 Hektar können problemlos 14 bis 16 Windräder gebaut werden!

Beeinträchtigungen der Gesundheit durch Infraschall und Schlagschatten sind mittlerweile von der Uni Mainz nachgewiesen worden, hohe Wertverluste der Immobilien sind bekannt, große Einbußen beim Tourismus sind Fakt. Vom Schlagschatten beeinträchtigt werden in der Hauptsache morgens die Bürger von Feusdorf und abends die Bürger von Wiesbaum. Gewinner sind ausschließlich die Windkraftprojektierer. Die Grundstücksbesitzer können nur verlieren. Sie können davon ausgehen, dass die Betreibergesellschaft nach 20 Jahren, wenn die hohen Subventionen aus der EEG-Umlage auslaufen, insolvent sind. Der nötige Rückbau der Anlagen liegt dann in der Verantwortung der Grundstücksbesitzer. Bei Rückbaukosten von 800.000 bis 1 Million Euro ist die Pachteinnahme über 20 Jahre mehr als aufgebraucht.

Das Land forderte seinerzeit, dass mindestens 2 % der Fläche einer VG für Windkraft zur Verfügung gestellt werden muss. Mittlerweile weicht man davon ab und sagt, dass circa 2 % genug sind. Die große VG Gerolstein hat mittlerweile 1,8 % ihrer Fläche für Windkraft freigegeben, das sollte reichen. Der Flächennutzungsplan der großen VG Gerolstein ist noch nicht unterschrieben und könnte geändert werden. Die Fläche zwischen Wiesbaum, Feusdorf und Birgel darf nicht für Windkraft freigegeben werden, das Naturschutzgebiet und die schöne Eifellandschaft müssen erhalten bleiben.

Deshalb liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Wiesbaum, Mirbach und Umgebung: Wehret den Anfängen, geht am 26. Mai zur Wahl und wählt aus den Bewerbern um einen Sitz in den Gemeinderat diejenigen Vertreter, die für den Erhalt unserer schönen Heimat stehen!

Leo Mertes, Wiesbaum, Rene Dittus, Florian Ehlen, Karl-Heinz Ehlen, Dirk Schiffer, Marianne Schmitz, Gregor Trierscheid

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