Auf dem Weg zur digitalen Verbandsgemeinde

Daun. Ob Instant-Messenger wie WhatsApp, oder Social-Media Seiten wie Facebook und Instagram – in der heutigen Gesellschaft spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Im Privatleben, im Arbeitsleben und in der Kommune kommt man an diesem Thema nicht mehr vorbei. Für viele ist eine digitale Gesellschaft unerlässlich für ein komfortables und zeitgerechtes Leben.

Eine fortschreitende Entwicklung im Bereich Digitalisierung kann die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel abmildern, so z. B. im Bereich der Telemedizin. Im Vergleich zum Fortschritt in urbanen Regionen zeigt sich im ländlichen Raum ein großes Weiterentwicklungspotenzial.
Der seit dem Jahr 2010 laufende WEGE-Prozess bietet u.a. dafür eine gute Grundstruktur, auf welcher man aufbauen kann. Das bestätigten auch die beiden Moderatoren der Digitalwerkstatt in Daun Ende Januar. Man sei hier im visionären Arbeiten in interdisziplinären Teams geübt.

Eingeladen zur Digitalwerkstatt im Dauner Forum hatte Bürgermeister Werner Klöckner. Veranstaltet und geleitet wurde diese von der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Veranstaltung startete mit einem Impulsvortrag von Frau Heike Bohn, der ehemaligen Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hillesheim und Herrn Sören Damnitz, dem Projektleiter bei der Entwicklungsagentur, die Kernfragen einer Digitalstrategie erläuterten und die Ergebnisse einer, im Voraus gestarteten Teilnehmerumfrage vorstellten. Bei dieser Umfrage ergab sich, dass durchschnittlich 6 von 10 Teilnehmern eine starke bis sehr starke Veränderung des privaten, beruflichen und kommunalen Lebens durch die Digitalisierung in den nächsten vier Jahren erwarten.

Solche Veränderungen auf den Weg bringen – mit diesem Wunsch erarbeiteten die 25 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich aus Kommunalpolitikern, Mitarbeitern der VGV Daun und der Kreisverwaltung sowie Engagierten aus unterschiedlichen Feldern bunt mischten, zusammen eine Digitalstrategie aus unterschiedlichen Handlungsfeldern. Die von den Teilnehmern als am wichtigsten eingestuften Handlungsfelder sind die digitale Infrastruktur sowie die Digitalisierung im Bereich der Dorf- und Stadtentwicklung, der Kommunalen Verwaltung, Bildung und Jugend, Tourismus und Alltagsleben.

Neben einem großen Gestaltungsspielraum ergeben sich aber auch gewisse gesetzte Rahmenbedingungen. Bund und Land haben mit dem Onlinezugangsgesetz beschlossen, dass Verwaltungen ihre Dienstleistungen bis Ende 2022 auch digital anbieten müssen.
Die im Rahmen der Digitalwerkstatt erarbeiteten Maßnahmen werden im nächsten Schritt verwaltungsintern priorisiert und in die entsprechenden Gremien der Verbandsgemeinde Daun eingebracht. Perspektivisch soll die verschriftlichte Strategie in den nächsten zwei Jahren in die Realität umgesetzt werden.

Es bot sich zudem eine Vielfalt an Anschauungsmaterialien und Denkanstößen für die Handlungsfelder. Neben einer GoPro–Kamera, einer Virtual Reality–Brille und einer Amazon Alexa, konnte man einen 3D-Drucker, ein programmierbares Kinderspielzeug sowie eine Drohne mit Kamera bestaunen.  Insgesamt gestaltete sich die Digitalwerkstatt als äußerst interessant und erfolgreich für alle Teilnehmer/-innen. Eine erfolgreiche Gruppenarbeit der Teilnehmenden ermöglichte positive Ergebnisse und das Moderatorenteam lobte im Anschluss die produktive Arbeitsweise während der Veranstaltung.

Mit guten Ideen und Engagement kann sich eine digitale Verbandsgemeinde entwickeln und Daun ist auf dem besten WEGE.

Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Eifelzeitung E-Paper Aktuelle Ausgabe kostenfrei als E-Paper lesen
Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie diese Webseite benutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wir sammeln keine Daten, über die Sie persönlich identifiziert werden können. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Nein  Ja