Besuch aus Tansania im UNESCO-Geopark Vulkaneifel

Daun. Seit 2018 hat Afrika südlich der Sahara seinen ersten UNESCO-Geopark, den Ngorongoro-Lengai Geopark in Tansania. Der Ngorongoro Krater ist ein weltberühmtes Schutzgebiet, das aufgrund seiner Tierwelt viele Touristen anzieht und für seine Natur- und Kulturwerte auch als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet ist. Leider laufen viele Touristen achtlos an den im Weltmaßstab bedeutenden geologischen und paläontologischen Sehenswürdigkeiten vorbei. Dazu zählen der jüngste aktive Stratovulkan Oldoinyo Lengai oder die Olduvai-Schlucht, die als „Wiege der Menschheit“ gilt. Der UNESCO-Geopark soll dies ändern und den Besuchern die vielfältigen herausragenden Sehenswürdigkeiten der Region näher bringen.

v.l.n.r.: Eden Gebregiorgisch, Joel Samuel, Andreas Schüller, Selestinus Emanuel, Lutz Möller (Foto: Deutsche UNESCO-Kommission)

Wie es möglich sein könnte, geologische und paläontologische Höhepunkte für Besucher erfahrbar zu machen, darüber haben sich der Manager des Geoparks Ngorongoro-Lengai, Selestinus Emanuel, und der stellvertretende Generalsekretär der UNESCO-Kommission Tansanias, Joel Samuel, bei einem fünftägigen Besuch in Deutschland erkundigt.

Zum Auftakt besuchten sie die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn, um mit Lutz Möller, stellvertretender Generalsekreträr der deutschen UNESCO Kommission und Andreas Schüller, Geschäftsführer des Natur- und Geoparks Vulkaneifel darüber zu diskutieren, welche Chancen UNESCO-Geoparks mit sich bringen. Gleichzeitig lernten sie die Arbeit des deutschen Nationalkomitees für UNESCO Global Geoparks kennen, für das die Deutsche UNESCO-Kommission als Geschäftsstelle wirkt.

Anschließend ging es für drei Tage in die Vulkaneifel. Hier erhielten die tansanischen Kollegen einen Einblick in die Organisationsstruktur des ältesten deutschen Geoparks und lernten die intensive Zusammenarbeit des Geoparks mit den Kommunen vor Ort kennen. Zur Veranschaulichung der Themenkomplexe Gästeinformation und erdgeschichtliche Umweltbildung, besuchten die Gäste eine ganze Reihe von Umsetzungsbeispielen. Besonders wichtig war dabei der Austausch über den Aufbau und die Gestaltung der Besucherinformation in Gelände.