Blaue Anneliese und Harter Dickkopf

Dohm-Lammersdorf. „Ein unkrautfreier Garten macht nachdenklich!“  steht auf einem Schild am Eingang zum Öko-Nutzgarten von Hans-Jürgen Kesten.

Am Tag der offenen Gartentür stellte er den rund 200 Besuchern alte und neue Gemüsearten sowie verschiedene Getreidesorten vor, von knie- bis mannshoch, die teils mit klangvollen Namen wie „Wunderweizen“ oder „Harter Dickkopf“ auf Informationstafeln beschrieben werden.

Auch diverse Kartoffelsorten wie Bamberger Hörnchen, Rosa Tannenzapfen und Blaue Anneliese wachsen in dem rein biologisch bewirtschafteten Garten, dazwischen Klatschmohn, Phacelia, essbare Blumen und bienenfreundliche Blüten.

Durch den Einsatz von Früh- und Hochbeeten, Vlies, Folientunnel und Gewächshaus wird die Ernteperiode in der oft kalten Vulkaneifel ausgedehnt.

Bei Hans-Jürgen Kesten kommt nur samenfestes Saatgut zum Einsatz, er arbeitet mit bekannten Organisationen wie Dreschflegel, Bingenheimer Saatgut und einer Samenbank zusammen. Mischkulturen, Fruchtwechsel und Gründüngung halten den Boden gesund, für die zusätzliche Düngung sorgen tierische Mitarbeiter: Pferde, Hühner und Ostfriesische Milchschafe.

Beim Rundgang durch den Garten fallen die Schilder an den Beeten und die Plakate mit Erklärungen zu Saatgutgewinnung, Bodenbearbeitung und Kreislaufwirtschaft auf.

Wissenschaft und Erfahrung treffen hier auf die Wertschätzung der Natur und den Wunsch, dies auch an andere weiterzugeben: Hans-Jürgen Kesten hat Informationen zu seinem Garten in einem Flyer zusammengefasst und bietet von Mai bis Oktober Führungen durch seine Gartenanlage (nach telefonischer Terminabsprache) an.

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