Erste Landrätin im Landkreis Vulkaneifel tritt ihr Amt an

Landrätin Julia Gieseking, SPD

Für den Landkreis Vulkaneifel beginnt am 1. April 2021 ein neues Kapitel. Gut vier Monate nach ihrem Überraschungssieg tritt Julia Gieseking/SPD ihr Amt als Landrätin im Landkreis Vulkaneifel an. Mit überzeugenden 66,4 Prozent hatte sie die Landratswahl gegen Amtsinhaber Heinz-Peter Thiel (parteilos) gewonnen. Nach mehr als 200 Jahren Landkreis-Geschichte wird zum ersten Mal eine Landrätin die oberste Kommunalbeamtin im Kreis.

Dipl.Ing. und Architektin Julia Gieseking/SPD steht nun an der Spitze des Landkreises Vulkaneifel (vormals Daun). Am 31. März 2021 ist Julia Giesking in ganz kleiner Runde zur neuen Landrätin ernannt worden.  Pandemiebedingt fand die Verabschiedung von Landrat Heinz-Peter Thiel und die Ernennung von Julia Gieseking als neue Landrätin ohne Gäste aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, Verwaltung, Wirtschaft und Tourismus statt. (Fotos: Kreisverwaltung Vulkaneifel, Meike Welling)

 

Auf die Frage, was Sie motiviert hatte, Landrätin werden zu wollen, hatte Julia Giueseking im Gespräch mit der Eifel-Zeitung gesagt, dass sie schon immer ein hoher Gestaltungswille antreibt. Egal ob das in ihrem bisherigen Beruf als Architektin war, oder auch in ihrem direkten Umfeld. Ein Konzept zu entwickeln, Kosten zu checken, Sponsoren zu finden und viele Menschen zum Mitmachen zu bewegen – das liegt ihr nach eigenen Worten. Es macht ihr Freude, wenn Projekte gelingen. Auf Ebene des Landkreises steht vieles an, was man gemeinsam anpacken muss, um unsere Heimat zukunftsfest aufzustellen. Das hatte sie sehr gereizt.

Dass Julia Gieseking als erste Landrätin im Landkreis Vulkaneifel ein neues Kapitel aufschlägt, ist für selbstbewußste Frau eine echte Herausforderung. Das weiß sie. Julia Gieseking: „Einflussreiche Positionen werden häufig von Männern besetzt. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich zahlreiche wunderbare Frauen zwar über die Maßen an vielen Stellen in der Gesellschaft engagieren, aber den Schritt in die erste Reihe – auf die Bühne – scheuen. Wenn wir Frauen jedoch unsere Lebensrealität in der Politik abgebildet sehen möchten, müssen wir unsere Komfortzonen hin und wieder verlassen“. Und genau diesen Weg schlägt die neue Landrätin jetzt ein.

Wie Julia Gieseking Ihre neue Aufgabe als Landrätin angehen will, hatte sie gesagt: „Ich möchte das gerne mit dem Hausbau vergleichen. Gebäude sind kein Selbstzweck, sie müssen vom Menschen her gedacht werden, um ihre Funktion erfüllen zu können. Und vom Menschen, von den Bürgerinnen und Bürgern her, muss meiner Meinung nach auch die Arbeit einer Landrätin gedacht werden. Verwaltung ist schließlich auch kein Selbstzweck. Und um das leisten zu können, muss man ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen haben. Meine Tür wird daher immer offen stehen. Der Kreis steht in den Bereichen Corona, Gesundheit, Demografie, Digitalisierung, Energie- und Verkehrswende vor großen Herausforderungen. Es werden viele Entscheidungen zu treffen sein. Das kann man nicht mit einer Basta-Politik angehen. Lösungen und Wege müssen gemeinsam entwickelt und offen kommuniziert werden. Auch das will ich als Landrätin tun“.

 

 

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