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Gut versorgt nach einem Krankenhausaufenthalt

Kooperationsvereinbarung zu Modellprojekt soll Übergang aus dem Krankenhaus ins häusliche Umfeld bei Pflegebedürftigkeit für Betroffene vereinfachen 

Vulkaneifel. Viele von uns haben sich bestimmt schon einmal die Frage gestellt, wie es denn weitergeht, wenn irgendwann Pflegebedürftigkeit bei sich selbst oder einem nahen Angehörigen eintritt. Geht man nach den Wünschen der Betroffenen, so möchten die meisten in ihrer eigenen Wohnung bleiben. Aber geht das dann noch? Und welche Alternativen gibt es? Oft werden die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen von der Notwendigkeit einer pflegerischen und hauswirtschaftlichen Versorgung während eines Krankenhausaufenthaltes überrascht.

Dann ist schnelle und gute Beratung und Hilfestellung gefragt. Wie so eine Beratung und Unterstützung auszusehen hat und wie vor allem die Kooperation zwischen dem Sozialdienst der Krankenhäuser, den Pflegestützpunkten und möglicherweise auch dem Sozialamt als Kostenträger gut gestaltet werden kann, war Kernpunkt des vom Land Rheinland-Pfalz finanzierten Modellprojektes „Patientenorientiertes Case Management für ältere, chronisch kranke Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt“, an dem sich neben 12 weiteren Landkreisen und kreisfreien Städten der Landkreis Vulkaneifel beworben hat.

Nachdem das Land dem Landkreis den Zuschlag erteilt hatte, erfolgte der offizielle Startschuss des Projektes in der Regionalen Pflegekonferenz im Dezember 2017. Während des Jahres 2018 fanden dann mehrere Treffen zwischen den Sozialdiensten der Krankenhäuser in Daun und Gerolstein, den beiden Pflegestützpunkten und dem Sozialamt der Kreisverwaltung statt. Ebenso hat die Kreisverwaltung alle Anbieter ambulanter, teil- und vollstationärer Pflegeleistungen eingeladen, um über den Bestand und auch die Lücken im Versorgungssystem zu sprechen.

Ziel der Treffen war es, bereits während und unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt mehr Handlungssicherheit und Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit herzustellen und durch gegenseitige frühzeitige Information den pflegebedürftigen Menschen und seinen Angehörigen eine bedarfsgerechte und den Wünschen entsprechende Unterstützung zu bieten. Dabei geht es vor allem darum, die Überleitung aus dem Krankenhaus oder Fachkrankenhaus in das häusliche Umfeld oder in bedarfsgerechte Versorgungsangebote gemeinsam frühzeitig zu planen und passgenauer zu steuern.

Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch FOGS – Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialwesen mbH aus Köln. Die Ergebnisse des Modellprojektes wurden in einer Kooperationsvereinbarung zusammengefasst, die vor wenigen Wochen von den Leitungen der Krankenhäuser in Daun und Gerolstein, der Kooperationsgemeinschaft der Pflegestützpunkte im Landkreis Vulkaneifel und vom Landrat unterzeichnet wurde.

„Die nun abgeschlossene Kooperationsvereinbarung soll dazu beitragen, den Übergang aus dem Krankenhaus in das häusliche Umfeld für Betroffene zu vereinfachen. Dazu ist der regelmäßige Austausch und die Zusammenarbeit aller Beteiligten unerlässlich“, so Landrat Heinz-Peter Thiel. Das Projekt ist damit beendet, der Prozess einer sich weiter verbessernden und verlässlichen Versorgungslandschaft, zu der neben der guten Beratung auch ein bedarfsgerechtes Angebot an pflegerischen und hauswirtschaftlichen Leistungen gehört, geht jedoch weiter.

Für Fragen zum Projekt steht Dietmar Engeln, Tel. 06592/933-271, E-Mail: dietmar.engeln@vulkaneifel.de, zur Verfügung.

 

 

 

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