Handball Aktuell – TuS 05 Daun

TuS 05 Daun – HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch 26:28 (14:12)

Es bleibt Alles beim Alten: die Serie der Hunsrück HSG in der Eifel hält weiter – das Dauner Team von Trainer Markus Willems kann zuhause einfach nicht gegen die Hunsrücker gewinnen, liefert sich aber erneut ein Kopf-an-Kopf Rennen.

Neuzugang Stefan Keil der sich gekonnt gegen die Abwehr durchsetzt Foto Michael Schröder mjs-foto.de
Neuzugang Stefan Keil der sich gekonnt gegen die Abwehr durchsetzt
Foto Michael Schröder mjs-foto.de

Die Entscheidung fiel in der allerletzten Minute: 59 Minuten lang hatten sich der TuS Daun und die HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch einen harten Kampf geliefert, zunächst mit Vorteilen für den Gastgeber, später mit Plus bei der HSG. So urteilten zumindest die Verantwortlichen der Gäste.  Als die Gäste das 23:26 erzielt hatten, schien die Vorentscheidung gefallen, aber Daun kämpfte sich wieder heran. Hierfür zeichnete die Umstellung der Dauner Abwehr nach Ansicht von Willems verantwortlich: „Wir haben die Halbspieler der Gäste offensiver bekämpft“ verriet der TuS Coach. Was folgte, bestätigte die Auffassung Willems: Zwei weggeworfene Bälle im Angriff der Gäste und es hieß 26:26. Gästespieler Benjamin Dämgen war es dann vorbehalten, eine Balleroberung zum Konter zu nutzen, ehe in der letzten Sekunde Mannschaftskollege Andreas Denzer nach einem weiteren Ballgewinn zum 26:28 in akrobatischer Seitlage einnetzte. Doch Dauns Trainer Markus Willems hadert mit der Schlussminute und dem Schiedsrichtergespann: „Beim 26:26 hätten wir durchaus in Führung gehen können, doch erneut nutzten wir unsere Chance nicht. Beim 26:27 wurden zwei klare Fouls an meinen Spielern nicht geahndet. Hier griffen die Unparteiischen in der entscheidenden Situation ins Spiel ein. Doch selbst müssen wir uns auch den Vorwurf machen, klarste Chancen nicht genutzt zu haben, darunter zwei Siebenmeter im ersten Spielabschnitt. Wäre uns eine deutlichere Halbzeitführung gelungen, wäre es für die Gäste sehr schwer geworden“, glaubt Willems. „Wie erwartet, es war ein enges und hartes Spiel – wie immer in Daun“, meinte HSG Mittelmann Manuel Berg nach der Partie. Tatsächlich herrschte viel Kampf auf beiden Seiten, spielerische Elemente blieben meist Mangelware. Daun bot zudem im rechten Rückraum mit Martin Stumps einen Neuzugang auf. Der ehemalige Dritt- und Zweitligaspieler sollte auch fortan zum wichtigsten Abschlussspieler des TUS avancieren. Es waren aber nicht nur die Würfe des Linkshänders, die der HSG Probleme bereiteten.

„Der Auftrag heute war vor allem, die langen Ballpassagen und Wechselbewegungen der Dauner abzulaufen“, analysierte Trainer Matthias Kornes, „dabei entstand meist durch einen Rückpass und einen nachlaufenden Gegenspieler dann erst die eigentliche Torgefahr.“ Genau diese letzte Aktion bekam aber IKH nicht in den Griff, sei es in der 6:0 Abwehr oder in offensiveren Varianten. „Die Abwehr war nicht in der Lage, unsere Regelbewegungen und die Verschiebung zum Ballort ausreichend konsequent hinzubekommen“, meinte HSG Trainer Matthias Kornes, „da brauchen wir noch einige Zeit, bis das neue System zuverlässig greift.“

So hatte Daun von Beginn an vorlegen können, erst beim 3:4 und 4:6 war die HSG in Front. Dabei hing diesmal Timo Stoffel etwas in der Luft und hatte zudem nicht das Abschlussglück, dafür steuerte Jannick Stürmer wichtige Treffer bei. Bis zum Seitenwechsel war Daun beim 14:12 wieder vorne und verteidigte den Vorsprung mit hohem kämpferischem Einsatz. In Halbzeit zwei das gleiche Bild. Die Gäste arbeiteten sich heran, glichen aus, Daun kam aber zurück. Erst als Alexander Weber zum 21:24 einnetzte, hatten die Hunsrücker einen deutlicheren Vorsprung erspielt. der aber war nach dem 23:26 wieder dahin, als es in die dramatische Schlussminute ging. „Schön geht anders, aber in Daun must Du halt immer rackern und kämpfen“, bilanzierte Alexander Weber. „Letztlich wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen, so wurde es eine unglückliche Niederlage, das Remis hätte dem Spielverlauf entsprochen! In unserem Spiel habe ich durchaus spielerische Elemente erkennen können, vor allem im ersten Spielabschnitt.

Bei uns hat sich allerdings im zweiten Spielabschnitt  der Kräfteverschleiß bemerkbar gemacht, teilweise wurden gegen uns auch Stürmerfouls geahndet, die keine waren. Mit Martin Stumps haben wir einen Spieler bekommen, der für leichte Tore aus dem Rückraum sorgen wird. Insgesamt ein gutes Spiel von ihm, obwohl er seine Schulter noch nicht voll belasten kann. Da ist noch Luft nach oben“, verrät der Dauner Coach.

Daun: Lofi, Neis S., Neis H. – Willems J., Keitsch (1), Schnupp (5), Willems L. (3), Scholl (2), Brümmer (4/2), Praeder (3), Rahn, Stumps (7), Keil (1)


Weitere Ergebnisse:
Landesliga Herren: TuS Daun II – TV Bitburg III 32:24
wB-Jugend: TuS 05 Daun – HSG Tiefenstein/A/S   8:23


Vorschau auf Samstag, 26.09.2015:
mB-Jugend: 14:30 Uhr TuS 05 Daun – HSC Schweich
mE-Jugend: 12:00 Uhr DJK St. Matthias Trier – TuS 05 Daun / Trier Feyen
Landesliga Herren: 17:30 Uhr HSG Kastellaun/S III – TuS 05 Daun II / Simmern
Rheinlandliga Herren: 19:30 Uhr TS Bendorf –  TuS 05 Daun / Bendorf


Vorschau auf Sonntag, 27.09.2015:
14:00 Uhr mD-Jugend Fortuna Saarburg – TuS 05 Daun / Saarburg
16:45 Uhr wB-Jugend HSG Mertesdorf/R – TuS 05 Daun / Mertesdorf

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