Schmerzfrei und sicher leben – mit allen wichtigen Körperfunktionen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des Dauner Krankenhauses kümmern sich um die Schmerzfreiheit der Patienten während Eingriffen und unterstützte sie im Anschluss. Das Wohlbefinden der Patienten steht dabei im Vordergrund

Daun. Trotz der Tatsache, dass die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meist im Hintergrund abläuft, wird im Dauner Krankenhaus ein großes Maß an Fürsorge geleistet. Das Leistungsspektrum der professionellen Mediziner erstreckt sich dabei auf die Durchführung, Überwachung und Nachbetreuung von Regional- und Allgemeinanästhesien (Narkose), die Betreuung von schwer Erkrankten, Schwerverletzten und Patienten nach großen Operationen – und im Anschluss – die Durchführung von besonderen Schmerztherapien.

Dabei ist der Begriff der „Anästhesie“ im Volksmund nicht allen bekannt. Chefarzt Dante Guckes, der gemeinsam mit seinem Chefarzt-Kollegen Miller das rund fünfzigköpfige Team leitet, erklärt: „Unter Anästhesie wird die vollständige Ausschaltung von Schmerz- und Berührungsempfindungen verstanden“. Ein Patient in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) spürt keinerlei Schmerzen und ist auch durch Schmerzreize nicht erweckbar. Dies ist für die Arbeit der Ärzte besonders wichtig.

„Bei operativen Eingriffen kann der Arzt neben der Vollnarkose auch eine örtliche Betäubung mit Medikamenten einleiten“, wie Guckes erläutert. Sein Kollege Steven Miller ergänzt weiter: „Aus einer Vielzahl von uns zur Verfügung stehenden Allgemein- und Regionalanästhesieverfahren wählen wir dabei immer dasjenige aus, welches für den Patienten und den Eingriff am besten geeignet ist“. Im Vergleich zur Allgemeinnarkose spritzt der Anästhesist  bei dem Regionalanästhesieverfahren spezielle Medikamente in die Nähe relevanter Nerven. Dadurch wird die
Schmerzweiterleitung vom Operationsgebiet zum zentralen Nervensystem blockiert.

Die Organisation und Koordination der fünf OP-Säle im Dauner Krankenhaus liegt in der Hand der Abteilung Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin. Neben den Operationsbereichen umfasst das Arbeitsumfeld der Ärzte, die bis zu 5.000 Narkosen im Jahr einleiten, gleichzeitig die Intensiv- und Aufwachstationen und den Aufwachraum, wo eine Versorgung rund um die Uhr besonders wichtig ist. Die Intensivmedizin befasst sich mit der Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Zustände und Krankheiten.

Eine Betreuung auf der Intensivstation kann nach größeren Operationen, Kreislaufproblemen oder auch schweren Grunderkrankungen erforderlich werden. Die Behandlung und Pflege versteht das Pflegeteam als Übernahme, Unterstützung und Wiederherstellung lebensnotwendiger Funktionen des Körpers. Dabei berücksichtigen die Ärzte die individuellen physischen und psychischen Möglichkeiten des Patienten.

Das Ziel ist es, die Patienten durch vorbeugende, heilende und rehabilitative Maßnahmen weitestgehend in die Selbständigkeit zurückzuführen. Dafür werden auch Geräte eingesetzt, die lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung oder Herztätigkeit überwachen und gestörte Organfunktionen unterstützen oder ersetzen.

Hand-in-Hand- Betreuung
Abhängig vom jeweiligen operativen Eingriff leiten die Anästhesisten für die Zeit nach der Operation eine spezielle Schmerztherapie ein. „Absolute Schmerzfreiheit lässt sich nach einer OP zwar leider nicht immer erzielen, aber die Schmerzen lassen sich auf ein Minimum reduzieren“, beschreibt Guckes. Gemeinsam mit Steven Miller und der Krankenpflege wurde ein umfassendes Therapiekonzept erarbeitet, um die Schmerztherapie an die einzelnen Bedürfnisse des Patienten anzupassen. Die enge Zusammenarbeit als gemeinsames Team, bestehend aus elf Ärzten, Pflegepersonal sowie Ergo- und Physiotherapeuten, sind ein wichtiger Punkt in der täglichen Arbeit.

Vor mehr als 20 Jahren wurde in der Abteilung ein umfassendes Stufenkonzept der Eigenblutspende für operative Eingriffe geschaffen, welches sich mittlerweile in der Region etabliert hat. Schon vor Antritt einer Operation kann der Patient sein eigenes Blut für die vorgesehene Operation spenden. Durch die heutigen Möglichkeiten kann selbst bei den operativen Eingriffen die Rückgewinnung von Blutverlusten erfolgen (Ausnahmen bei Operationen an bösartigen Tumoren oder entzündlichen Geweben). So kann auf Fremdblut verzichtet werden.

Präsent zeigt sich das Dauner Krankenhaus auch im Notarztdienst des Landkreises Vulkaneifel. Das Team um Chefarzt Dante Guckes leitet den hiesigen Notdienststandort und ist für die Organisation des Ablaufs verantwortlich. Auch bei innerklinischen Notfällen unterstützten die diensthabenden Kollegen der Anästhesie die Arbeit der anderen Fachabteilungen und sind demnach bei lebensbedrohlichen Notfällen schnell einsatzbereit. Wie in allen weiteren Bereichen setzt sich auch hier das Krankenhaus für die Gesundheit und schnelle Versorgung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ein.