Zwölfmal Selbsthilfe, konzentriert in Mechernich

Mechernich. Um die 300 Menschen, davon die Hälfte „Zielpublikum“, die zu den Vorträgen und an die zahlreichen Infostände kamen, hatte der „Mechernicher Gesundheitstag“ heute zu verzeichnen.

Veranstalter war einmal mehr die Arbeiterwohlfahrt um ihren Vorsitzenden Dr. Peter Schweikert. Die Schirmherrschaft hatte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick übernommen.

Der 49jährige Chef von Rat und Verwaltung sagte in seiner Eröffnungsansprache, in einer Zeit teurer, kontingentierter und insgesamt auch kriselnder Krankheitsversorgung komme der Gesundheitsvorsorge eine wachsende Bedeutung zu.

Den sich selbst beim Gesundheitstag im Ärzte- und Apothekenhaus am Kreiskrankenhaus Mechernich an Infoständen vor- und darstellenden zwölf Selbsthilfegruppen aus dem Stadtgebiet Mechernich und darüber hinaus schrieb Schick eine ebenso große und in Zukunft noch wachsende Bedeutung zu: „In Ihren Reihen gibt es Verständnis, Rat und Hilfe für Menschen, die mit vergleichbaren Gesundheitsproblemen und Lösungen zu kämpfen und zu leben haben.“
In den Selbsthilfegruppen (Psoriasis, „Alzheimer Krankheit“, „Aphasie – erworbene Sprachstörung“, Diabetes, „Fibromyalgie“, Huntington-Hilfe, Krebshilfe, Parkinson, Schwerhörigen- und Gehörlosengruppe, Multiple Sklerose, Sehbehinderung und Alzheimergesellschaft) würden Erfahrungen ausgetauscht und gegenseitige Hilfe gegeben. Die Kreise, die von überaus engagierten Ehrenamtlern geleitet würden, seien so etwas wie auf das jeweilige Problem konzentrierte Bürger – und Selbsthilfeinitiativen.

Schick nutzte seine Eröffnungsansprache, um für Öffentlichkeit und Unterstützung der im Stadtgebiet Mechernich kreisweit konzentrierten Selbsthilfegruppen zu werben. Er dankte auch den zahlreichen Referenten, die sich wieder für den Mechernicher Gesundheitstag zur Verfügung gestellt hatten.    

Anders Knutsen, Chefarzt der Orthopädie am Kreiskrankenhaus Mechernich, referierte über „Orthopädie im Wandel der Zeit“, der ärztliche Direktor der Eifelklinik Manderscheid, Dr. Roland Köchel, zum Thema „Psychosomatische Erkrankungen und Johannes Philipzen, Onkologe am Röntgeninstitut Mechernich, über „Neue Therapiemöglichkeiten bei Krebserkrankungen“.

Der Apotheker Dr. Peter Schweikert, Awo-Vorsitzender und Mitorganisator des Gesundheitstages, sprach über „Neue Maßeinheiten bei Diabetes Mellitus“ und Dr. Hartmut Bauer, Chefarzt der Neurologie in Euskirchen, über „Morbus Alzheimer und andere dementielle Erkrankungen“.

Auf dem Gesundheitstag vertreten und darüber hinaus für Menschen des jeweiligen Problemkreises jederzeit ansprechbar sind die folgenden Selbsthilfegruppen und Ansprechpartner: Psoriasis-Selbsthilfe (Hermann-Josef Satzke, Tel. 0 24 43/ 86 66), Angehörigen-Gruppe „Alzheimer Krankheit“ (Schwester Brigitta Santema, 0 24 43/ 17 17 30 oder Dr. Kirstin Wehner 0 24 43/ 904 904)), Selbsthilfegruppe „Aphasie – erworbene Sprachstörung“ (Susanne Hütte-Thomé 0 24 41/ 77 77 28, Ulrike Riek-Milden, 0177/ 61 37 349, Winfried Tobias, 0 22 51/ 92 91 24), Diabetikergruppe Mechernich (Anja Totter 0 24 43/ 314 55 00 oder Dr. Peter M. Schweikert 0 24 43/ 904 904), Selbsthilfe „Fibromyalgie“ (Heidi Löhr-Thelen 0 22 56 / 951 78), Huntington-Hilfe (Sabine Henze 0 24 84/ 14 47), Krebshilfe Mechernich (Ingrid Becker 0 24 43/ 45 72), Parkinsongruppe (Christa Miehl 0 24 43/ 50 92), die  neuen Gruppen Schwerhörigkeit (Marcus Weiß  0 178 / 21 06 762), Sehbehinderung (André Nettersheim, 0 24 43/ 48 269) und Multiple Sklerose (Elisabeth Koll, 0 22 52/ 83 84 00).

 pp/Agentur ProfiPress

 

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