Wüst und Laschet sollen in U-Ausschuss zur Flut aussagen

Düsseldorf (dpa) – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und sein Vorgänger Armin Laschet (CDU) sollen am kommenden Mittwoch im Landtags-Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe aussagen.

Das entsprechende Programm zur Zeugenvernehmung soll am Montag endgültig beschlossen werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Ausschuss-Kreisen erfuhr. Weiterlesen

Böhmermann spricht über seine Pläne für 2023

Köln (dpa) – Satiriker Jan Böhmermann (40) geht mitsamt Orchester 2023 auf Musik-Tour. «Das Orchester und ich haben nach fast zwei Jahren Pandemie langsam genug vom Drinsitzen und wollen raus. Uns fällt die Studiodecke auf den Kopf», sagte der Moderator des «ZDF Magazin Royale» der dpa in Köln.

Zudem sei es einfach etwas anderes, wenn man das Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld, das in seiner Sendung für die Musik zuständig ist, live erleben könne. Wegen der Corona-Pandemie werde es aber genügend Vorlauf geben – daher erst der Start 2023. In der Vergangenheit war Böhmermann mit dem Orchester bereits zweimal auf Tour gewesen. Weiterlesen

Impfgegner vor Karl Lauterbachs Wohnung

Köln (dpa) – Vier Impfgegner haben vor der Kölner Privatwohnung des SPD-Politikers Karl Lauterbach eine unangemeldete Demonstration veranstaltet.

Die Polizei beendete die Versammlung am vergangenen Freitagabend, wie die Kölner Polizei auf dpa-Anfrage bestätigte. Am Montag wurde bekannt, dass Lauterbach neuer Gesundheitsminister wird. Weiterlesen

Kostümhändler Deiters kämpft weiter mit den Corona-Folgen

Wer sich eine Pappnase oder ein Karnevalskostüm kaufen will, der hat bei der rheinischen Handelsfirma Deiters die große Auswahl. Die jecke Jahreszeit ist enorm wichtig für das Unternehmen. Aber wird Karneval diesmal überhaupt groß gefeiert?

Frechen (dpa/lnw) – Der Kostümhändler Deiters hofft auch in Corona-Zeiten auf einen unbeschwerten Karneval mit vielen feiernden Menschen im Februar. Wenn die Infektionszahlen dank der Impfungen zurückgingen, werde unter 2G- oder 2G-plus-Bedingungen sicheres Feiern ohne Ansteckungsrisiko möglich sein, sagte Firmeninhaber Herbert Geiss der dpa in Frechen. «Die Inzidenz muss sinken, und sie wird auch durch die in den letzten Tagen eingeleiteten Maßnahmen sinken»

Die Firma mit 280 Festangestellten und 31 Filialen in Deutschland macht normalerweise etwa zwei Drittel ihres Geschäfts mit Karnevalsartikeln. Wegen Corona brach der Umsatz nach den Worten von Geiss um rund 90 Prozent ein. Nach einer langen Geschäftsflaute, bei der nur über den Online-Shop etwas Geld in die Kassen kam, machten die Deiters-Filialen Anfang Oktober wieder auf. «Wir hatten dann ein starkes Halloween-Geschäft und starke Karnevalsverkäufe zum 11.11.», sagt Geiss. Weiterlesen

Hoher Geistlicher des Erzbistums Köln bittet um Beurlaubung

Köln (dpa) – Nach scharfer Kritik an hohen Kosten zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln hat ein enger Mitarbeiter von Kardinal Rainer Maria Woelki um Beurlaubung gebeten.

Der Bitte des Delegaten Markus Hofmann wurde aber nicht entsprochen, wie aus einer Mitteilung des Erzbistums Köln vom Dienstagabend hervorgeht. Stattdessen habe ein übergeordneter Geistlicher angewiesen, den Vorgang dem Vatikan vorzulegen und von einer Beurlaubung des 53-Jährigen abzusehen. Hofmann leitet das Kölner Generalvikariat mit rund 600 Beschäftigten. Weiterlesen

Warenhauskonzern Galeria beantragt weitere Staatshilfen

Frankfurt/Main (dpa) – Deutschlands letzter großer Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat weitere Staatshilfen beantragt, um die Corona-Krise bewältigen zu können.

Galeria-Finanzvorstand Guido Mager sagte in einem am Dienstag veröffentlichen Gespräch mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», der Antrag auf weitere Millionen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung sei am Wochenende gestellt worden. «Wir erwarten eine wohlwollende Entscheidung noch in diesem Kalenderjahr»

Wie viel Geld der Handelsriese am Ende benötigen wird, steht nach Aussagen von Mager noch nicht fest. «Die aktuellen Pandemieszenarien reichen bis zu einem Betrag von 220 Millionen Euro. Hoffentlich brauchen wir diese Summe nicht», sagte er. Alles hänge davon ab, wie die Entwicklung in den nächsten Monaten weitergehe.

Der Warenhauskonzern gehört zum Firmenimperium des österreichischen Immobilienmilliardärs René Benko. Galeria hatte bereits Anfang dieses Jahres ein Darlehen über 460 Millionen Euro vom WSF erhalten, um die Liquidität in der Pandemie zu sichern.

Rückgang durch Corona-Zahlen

Galeria sei danach auf eine sehr guten Weg gewesen und habe sogar im ersten Halbjahr 2500 neue Mitarbeiter eingestellt, sagte Mager.Aber die hohen Infektionszahlen, 3G im Nahverkehr, 2G im Einzelhandel, die Absage von Weihnachtsmärkten und verkaufsoffenen Sonntagen hätten dann zu einem starken Rückgang der Besucherzahlen in den Innenstädte geführt.

«Das kommt einem Quasi-Lockdown mitten im Weihnachtsgeschäft gleich», sagte er. Der Konzern rechne nun im Dezember mit einem Umsatzrückgang um 40 Prozent. Galeria habe aufgrund dieser neuerlichen Pandemiefolgen den Wirtschaftsstabilisierungsfonds um ein ergänzendes, verzinstes Darlehen gebeten. Diese Möglichkeit dazu sei schon im ersten Vertrag im Falle weiterer Pandemiewellen vorgesehen gewesen.

Galeria sei mit rund 17.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen – 20.000 mit Tochtergesellschaften – ein großer Arbeitgeber, betonte der Manager. Und das Unternehmen sei «systemrelevant für die deutschen Innenstädte». Mager sagte: «Wenn Warenhäuser schließen, schlägt das voll auf die Innenstädte durch – besonders auf mittlere und kleine»

 

 

 

Eigene Trunkenheit wird häufig unterschätzt

Witten (dpa) – Nach dem Genuss von Bier und Wein unterschätzt einem Experiment zufolge ein großer Teil der Menschen ihren Atemalkoholwert – und überschätzt ihre Fahrtauglichkeit.

Den alkoholträchtigen Versuch an der Universität Witten-Herdecke im Ruhrgebiet beschreiben Mediziner im Fachmagazin «Harm Reduction Journal». 90 Teilnehmer aus Deutschland – mit guter körperlicher Fitness und durchschnittlich 24 Jahre alt – waren für die Studie aufgefordert, sich unter kontrollierten Bedingungen mit Pils und Weißwein zu betrinken. Dabei sollten sie unter anderem einschätzen, wann sie die gesetzliche Promillegrenze zum Autofahren erreicht hatten. In Deutschland liegt diese bei einem Wert von 0,5 Promille.  Weiterlesen

Millionenbetrug mit Coronatests: Vorwürfe zurückgewiesen

Bochum (dpa) – Auf dem Höhepunkt der dritten Coronawelle sollen zwei Unternehmer aus Bochum den Bund um rund 25 Millionen Euro betrogen haben. Seit Donnerstag müssen sich ein 48-Jähriger und sein 26 Jahre alter Sohn vor dem Bochumer Landgericht verantworten.

Laut Anklage wurden in den von ihrem Unternehmen betriebenen rund 70 Bürgerteststellen im ganzen Bundesgebiet fast eine Million Tests zu viel abgerechnet. Darüber hinaus sollen dem Bund überhöhte Sachkosten in Rechnung gestellt worden sein.

Recherchen von NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» hatten den mutmaßlichen Betrugsskandal aufgedeckt. Bei spontanen Zählungen vor den Teststellen soll sich eine gewaltige Diskrepanz zu den am Ende des Monats abgerechneten Bürgertests ergeben haben. Beide Angeklagte wurden Anfang Juni festgenommen. Der 26-Jährige, der zwar offiziell Geschäftsführer des Unternehmens war, die Geschicke aber angeblich weiterhin von seinem Vater leiten ließ, ist inzwischen wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Weiterlesen

BVB: Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr vollumfänglich

Dortmund (dpa) – Die Hauptversammlung der Aktionäre von Borussia Dortmund wurde überschattet von der Corona-Pandemie. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke appellierte an die Politik, die Corona-Entscheidungen mit Maß und Mitte zu treffen.

Der Verein sei wegen der hohen Infektionszahlen bereit, die Zuschauerzahl um zwei Drittel von 81.000 auf rund 26.000 zu reduzieren, sagte Watzke. Dabei betonte er bei der Onlineveranstaltung, dass der Fußball kein Treiber des Infektionsgeschehens sei. Der BVB-Geschäftsführer rief die Politik auf, keine populistischen Forderungen aufzustellen, «um von den eigenen Versäumnissen abzulenken». Weiterlesen

Vergiftungsfälle: Ermittler werten Datenträger aus

Köln (dpa) – Nach Bekanntwerden mehrerer schwerer Vergiftungsfälle bei Frauen im Umfeld eines 41-Jährigen aus Hürth werten Ermittler sichergestellte Datenträger aus.

Es handle sich um eine «Vielzahl» elektronischer Speichermedien, die bei dem Beschuldigten gefunden worden seien und gesichtet werden müssten, erklärte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Auch würden seine Finanzströme durchleuchtet und weitere Zeugen vernommen. Das mögliche Motiv des 41-Jährigen sei noch völlig unklar, sagte ein Sprecher. Weiterlesen

Landtagskandidatur: Staatskanzleichef Liminski erleidet Niederlage

Siegburg (dpa/lnw) – Der Chef der Düsseldorfer Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU), ist bei der Wahl des CDU-Kandidaten für den Landtagswahlkreis 29 im Rhein-Sieg-Kreis zur Landtagswahl 2022 einem Lokalpolitiker unterlegen. Wie ein Sprecher des CDU-Kreisverbands Rhein-Sieg der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte, bekam Liminski im zweiten Wahlgang 65 Stimmen, sein Kontrahent Sascha Lienesch 78 Stimmen. Demnach gab es vier Enthaltungen. Im ersten Wahlgang war neben Liminski und Lienesch noch Matthias Schmitz als dritter Kandidat angetreten. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» hatte zuvor über Liminskis Niederlage berichtet. Er hat bislang kein Landtagsmandat.

 

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