Unternehmen planen Preiserhöhungen auf breiter Front

München/Wiesbaden (dpa) – Die deutschen Verbraucher müssen im kommenden Jahr weiterhin mit starken Preiserhöhungen rechnen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, sind die Preise für Importgüter im Oktober so stark gestiegen wie seit 41 Jahren nicht mehr.

Laut Ifo-Institut wollen jetzt «so viel Firmen in Deutschland ihre Preise erhöhen wie nie zuvor». Das Institut hob deshalb seine Inflationsprognose für 2022 an.

Die Münchner Konjunkturforscher befragen monatlich rund 7000 Unternehmen nach ihren Plänen für ihre Verkaufspreise. Per Saldo stieg der Index der Preiserwartungen im November auf 45 Punkte, «einen neuen Rekordwert seit dem Beginn der Umfragen» nach der deutschen Wiedervereinigung 1991. «Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen für die Verbraucherpreise», sagte der Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, Timo Wollmershäuser, am Freitag. Weiterlesen

Trotz Engpässen: Der Black Friday lockt die Schnäppchenjäger Konsum

Konsum
Von Erich Reimann, dpa 

Düsseldorf (dpa) – Schnäppchenjagd mit Hindernissen: Der Rabatttag Black Friday steht in diesem Jahr unter keinem guten Stern

Denn die Lieferengpässe etwa im Elektronikhandel und bei Textilien überschatten sowohl die traditionellen Rabattschlachten im Internet als auch die Rotstiftaktionen in den Einkaufsstraßen – und könnten so manchem Verbraucher den Spaß verderben. Dabei steht die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland nach einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in den Startlöchern, um am Black Friday – dem 26. November – auf Schnäppchenjagd gehen. Der Schnäppchentag ist mittlerweile einer der umsatzstärksten Verkaufstage im Jahr. Der Einzelhandel erwartet nach einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) am Black Friday und dem folgenden Cyber Monday Rekordumsätze in Höhe von rund 4,9 Milliarden Euro. Nicht zuletzt weil immer mehr Menschen die Rabatttage für Weihnachtseinkäufe nutzen. Weiterlesen

Spritpreis fällt nach wochenlangem Höhenflug

München (dpa) – Sinkende Benzinpreise sorgen für Entspannung an der Zapfsäule. Der Preis für Superbenzin der Sorte E10 gab binnen Wochenfrist um 2,1 Cent pro Liter nach, wie der ADAC am Mittwoch mitteilte.

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags wurden demnach 1,671 Euro pro Liter fällig. Davor war E10 zwölf Mal in Folge auf Wochensicht teurer geworden und hatte nur noch knapp unter seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2012 gelegen. Weiterlesen

Schnäppchenjagd mit Hindernissen am Black Friday

Shopping
Von Erich Reimann, dpa

Düsseldorf (dpa) – Schnäppchenjagd mit Hindernissen: Der Rabatttag Black Friday steht in diesem Jahr unter keinem guten Stern.

Denn die Lieferengpässe etwa im Elektronikhandel und bei Textilien überschatten sowohl die traditionellen Rabattschlachten im Internet als auch die Rotstiftaktionen in den Einkaufsstraßen – und könnten so manchem Verbraucher den Spaß verderben.

Dabei steht die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland nach einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in den Startlöchern, um am Black Friday – dem 26. November – auf Schnäppchenjagd gehen. Der Schnäppchentag ist mittlerweile einer der umsatzstärksten Verkaufstage im Jahr. Der Einzelhandel erwartet nach einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) am Black Friday und dem folgenden Cyber Monday Rekordumsätze in Höhe von rund 4,9 Milliarden Euro. Nicht zuletzt weil immer mehr Menschen die Rabatttage für Weihnachtseinkäufe nutzen. Weiterlesen

Banker fordern EZB-Antwort auf Inflation

Frankfurt/Brüssel (dpa) – In der Finanzbranche mehren sich angesichts stark steigender Inflationsraten Forderungen nach einem Ende der Geldschwemme der Europäischen Zentralbank.

«Das vermeintliche Allheilmittel in den vergangenen Jahren – niedrige Zinsen bei vermeintlich stabilen Preisen – hat seine Wirkung verloren, denn jetzt kämpfen wir mit deren Nebenwirkungen», sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing am Montag zum Auftakt der Euro Finance Week in Frankfurt. Die Geldpolitik müsse gegensteuern – «und das eher früher als später», mahnte Sewing, der auch Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken ist. Weiterlesen

Lagarde: Bedingungen für Zinsanhebung 2022 nicht erfüllt

Brüssel (dpa) – Die Europäische Zentralbank (EZB) stellt weiter keine Leitzinserhöhung in Aussicht.

Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen für eine Zinsanhebung im kommenden Jahr erfüllt seien, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Montag vor dem Europäischen Parlament. Man erwarte weiterhin eine Abschwächung der Inflation im kommenden Jahr. Diese werde aber langsamer voran gehen als ursprünglich erwartet. Weiterlesen

USA: Inflation so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr

Washington (dpa) – Der Preisauftrieb in den USA hat sich im Oktober von hohem Niveau aus weiter beschleunigt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium um Mittwoch in Washington mitteilte.

Das ist die höchste Inflationsrate seit dem Jahr 1990. Analysten hatten im Schnitt nur mit einer Beschleunigung auf 5,9 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte die Rate 5,4 Prozent betragen.

US-Präsident Joe Biden sagte mit Blick auf den Anstieg, es habe höchste Priorität für ihn, diesen Trend umzukehren. Er habe den Nationalen Wirtschaftsrat angewiesen, weiter insbesondere gegen den Anstieg von Energiekosten vorzugehen. Das jüngst beschlossene Infrastrukturpaket solle außerdem helfen, Engpässe in Lieferketten zu reduzieren und den Warenverkehr zu verbessern. Weiterlesen

Lieferengpässe im Handel dauern wohl noch lange

Konjunktur
Von Alexander Sturm und Wolf von Dewitz, dpa

München (dpa) – Verbraucher in Deutschland müssen sich angesichts globaler Lieferprobleme noch lange auf Verzögerungen im Handel einstellen.

Ob Fahrräder, Spielekonsolen, Autos, Heimwerkerbedarf oder Möbel: Die Nachschubprobleme machen sich in vielen Branchen bemerkbar und dürften so schnell nicht verschwinden. Das hat Folgen: Wartezeiten sind lang oder manche Produkte nicht verfügbar. Und im Weihnachtsgeschäft dürften die Preise steigen.

Wie weit die Probleme reichen, zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter rund 1000 Einzelhändlern. Demnach erwarten sie Lieferprobleme bis weit in den Sommer 2022 hinein. Im Schnitt rechnet die Branche noch für zehn Monate mit Engpässen. «Die Produktauswahl wird zu Weihnachten und lange danach eingeschränkt sein», sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. Weiterlesen

Gegen Europas Gaskrise – Gazprom will Lieferungen hochfahren

Energiekrise
Von Ulf Mauder, dpa 

Moskau (dpa) – Die Gaskunden in Europa können nach Monaten der Energiekrise von dieser Woche an auf zusätzliche Energielieferungen aus Russland hoffen.

Knapp zwei Wochen ist es her, dass Russlands Präsident Wladimir Putin unter dem Druck steigender Preise und schlecht gefüllter Speicher den staatlichen Gasriesen Gazprom anwies, die Reserven in Deutschland und Österreich aufzufüllen. Zuerst sollten noch die heimischen Vorräte aufgefüllt werden. Doch nun soll Gazprom auch die Ventile für Europa weiter aufdrehen.

Russlands Staatsmedien jubelten, Putin sei der «Retter in der Gasnot» und bewahre die EU vor dem Kälteschock. Kurz vor dem Start bekräftigte ein Sprecher Putins, der Plan stehe, Gazprom liefere nach dem 8. November noch mehr als die vereinbarten Pflichtmengen. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hatte die Ankündigung Moskaus begrüßt. Ende Oktober waren laut Verband die von Gazprom belieferten Anlagen in Deutschland nur zu 21 Prozent gefüllt, unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Gasspeichern.  Weiterlesen

Söder bringt geringere Mehrwertsteuer für Benzin ins Spiel

Berlin (dpa) – CSU-Chef Markus Söder hat sich angesichts steigender Energiepreise für eine Senkung der Mehrwertsteuer für Benzin ausgesprochen. «Beim Benzin sollten wir überlegen, ob wir die Mehrwertsteuer vorübergehend auf den ermäßigten Satz reduzieren», sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Für die Wirtschaft sollte ein gedeckelter Industriestrompreis eingeführt werden. Zudem müssten die EEG-Umlage zur Ökostromförderung auf null und die Stromsteuer auf europäisches Mindestmaß reduziert werden, sagte Bayerns Ministerpräsident. Er hatte erst kürzlich die Koalitionsverhandler von SPD, Grünen und FDP aufgefordert, die Mehrwertsteuer auf Energie und Kraftstoffe zu senken. Weiterlesen

Gas wird teurer: Weitere Versorger erhöhen Preise

Verbraucher
Von Helge Toben, dpa

München/Berlin (dpa) – Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher müssen für Gas zum Heizen und Kochen demnächst tiefer in die Tasche greifen. Weitere Gasversorger wollen in Deutschland ihre Preise erhöhen.

Seit August hätten mittlerweile 98 Gasgrundversorger ihre Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt, berichtete das Vergleichsportal Check24 am Dienstag in München. Vor gut sechs Wochen zählte das Portal erst 50. Verbraucherinnen und Verbraucher müssten diesen Winter mit einer Welle an Gaspreiserhöhungen rechnen, sagte Steffen Suttner von Check24.

Im Durchschnitt lag der Anstieg bei 17,3 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit einem Jahres-Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden bedeute dies zusätzliche Kosten von durchschnittlich 263 Euro pro Jahr, berichtete das Portal. Betroffen seien bislang insgesamt rund 560 000 Haushalte. In Deutschland gibt es laut Statistischem Bundesamt rund 42,8 Millionen Wohnungen (2020). Knapp die Hälfte aller Wohnungen wird mit Gas beheizt. Als ein Hauptgrund für die aktuell steigenden Gaspreise gilt die weltweit gestiegene Energienachfrage infolge des Konjunkturaufschwungs nach der Corona-Krise. Weiterlesen

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