Bürgermeister macht Wiederaufbauvorschläge für Ahrregion

Sinzig/Mainz (dpa/lrs) – Für den Wiederaufbau des vom Hochwasser schwer zerstörten Ahrtals sind nach Ansicht des Sinziger Bürgermeisters Andreas Geron (parteilos) Ingenieure und Verwaltungskräfte für jede Kommune notwendig. «Wir brauchen Hilfe: Geld, Manpower, Fachkräfte, Ingenieure, die zeitgleich im Ahrtal 20, 30 Brücken bauen», forderte Geron am Donnerstag in Mainz. «Vier Landesbeamte in jeder betroffenen Kommune wären ideal, um diese massiven Schäden schnell zu beheben. Am besten sei es, jeder Kommune einen Ingenieur für fünf bis zehn Jahre zuzuweisen, bezahlt vom Land, sowie eine Verwaltungskraft für Förderanträge. Der CDU-Oppositionsführer Christian Baldauf habe zu Recht von der «Stunde null» gesprochen. Weiterlesen

Hessen sagt finanzielle Unterstützung nach Hochwasser zu

Wiesbaden (dpa) – Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) hat finanzielle Unterstützung von Hessen zur Bewältigung der Hochwasserkatastrophe zugesichert. Hessen sei selbstverständlich bereit, sich an einem Wiederaufbaufonds nach dieser Krise zu beteiligen, erklärte Boddenberg am Donnerstag in Wiesbaden bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Lutz Lienenkämper (CDU) aus Nordrhein-Westfalen. Weiterlesen

Glockengeläut für die Hochwasser-Opfer auch im Bistum Trier

Trier (dpa/lrs) – Auch in den katholischen Kirchen des Bistums Trier werden am heutigen Freitag (18.00 Uhr) als Zeichen der Solidarität mit den Hochwasser-Opfern die Glocken läuten. Das Bistum, in dem das stark von der Flut betroffene Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt, habe Pfarreien, Gruppen und Einrichtungen zur gemeinsamen Andacht eingeladen, teilte es mit. Damit folge das Bistum der Initiative der evangelischen Kirche, die aus Anteilnahme mit den Betroffenen bundesweit die Kirchenglocken läuten lassen will. Weiterlesen

Helfer in Hochwasserregion bereiten sich auf Unwetter vor

Prüm/Mainz (dpa/lrs) – Die Helfer in der von Hochwasser betroffenen Region in Rheinland-Pfalz bereiten sich auf die fürs Wochenende vorhergesagten Gewitter und Starkregen vor. Auch wenn aus derzeitiger Sicht die Wetterprognose nicht als bedrohlich für den Eifelkreis Bitburg-Prüm eingeschätzt werde, könnte es infolge des zurückliegenden Hochwassers vereinzelt kritische Situationen geben, teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Der Katastrophenschutz des Kreises treffe daher in Abstimmung mit den Feuerwehren Vorkehrungen, insbesondere würden Sandsäcke vorbereitet. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, sich über «zuverlässige Quellen» in Radio, Fernsehen und Internet oder entsprechende Warn-Apps auf dem Laufenden zu halten. Weiterlesen

Rund 330 Menschen an der Ahr mit Hubschraubern gerettet

Mainz (dpa) – Nach der Sturzflut an der Ahr in Rheinland-Pfalz haben Einsatzkräfte etwa 330 Menschen mit Hubschraubern von Dächern und Bäumen gerettet. Insgesamt seien bis zu 36 Hubschrauber im Einsatz gewesen, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag in einer Sondersitzung von drei Fachausschüssen des Landtags in Mainz. Zurzeit seien im Kreis Ahrweiler 3500 Kräfte des Katastrophenschutzes, 1050 Polizisten und 853 Soldaten im Einsatz. Die Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen dauerten noch an.

In dem Landkreis seien 62 Brücken zerstört und 13 weitere beschädigt, sagte Lewentz. Auch wurden nach Angaben des Ministers 19 Kindertagesstätten sowie 14 von 60 Schulen stark beschädigt oder zerstört. Lewentz zeigte sich besorgt, dass der für das Wochenende angekündigte Regen die Situation zusätzlich erschweren könnte.

Hochwasser-Gebiete: Weitere Hilfe aus Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (dpa) – Mecklenburg-Vorpommern weitet seine Hilfe in den Hochwasser-Gebieten von Rheinland-Pfalz aus. Wie das Innenministerium in Schwerin am Mittwoch mitteilte, wurde von Ludwigslust aus eine Feldküche in die Krisenregion geschickt. Zudem seien zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort 85 ehrenamtliche Helfer mit weiteren Hilfsgütern aus dem Nordosten entsandt worden. Etwa die Hälfte stellt der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), weitere Kräfte kommen von der Johanniter Unfallhilfe, vom Arbeiter-Samariter-Bund und von Spezialeinheiten der Feuerwehren. Weiterlesen

Viele Staus im Hochwassergebiet Ahrtal

Koblenz (dpa) – Kaputte Straßen und Brücken, schwere Maschinen der Rettungskräfte und viele Helfer mit Autos: Im vom Hochwasser stark getroffenen Ahrtal kommt es deswegen vielerorts zu langen Staus. Die Polizei müsse immer wieder kleinere Straßen sperren, weil einfach abgestellte Fahrzeug den Verkehr behinderten, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Koblenz. Auch der Transport von schweren Geräten und Gastanks sowie die Begutachtung von Straßen und Brücken führe immer wieder zu Sperrungen – und damit zu Staus.

Ahrweiler: 14 Schulen von Flut besonders hart betroffen

Mainz (dpa) – 14 Schulen mit insgesamt rund 7000 Schülerinnen und Schüler sind im Kreis Ahrweiler besonders schwer von der Flutkatastrophe betroffen. Das hat eine erste Bestandsaufnahme in der Region ergeben, wie das rheinland-pfälzische Bildungsministerium am Mittwoch in Mainz mitteilte. Ministerin Stefanie Hubig (SPD) traf sich in Burgbrohl in dem Kreis mit Schulleitern, um einen ersten Eindruck von den Schäden zu bekommen. Weiterlesen

Online-Plattform für Hochwasser-Hilfen errichtet

Mainz (dpa) – Das rheinland-pfälzische Sozialministerium hat eine Online-Plattform extra für Hilfsangebote nach der Flutkatastrophe errichtet. Das Portal «Fluthilfe» solle Hilfsangebote und Hilfesuchende zusammenbringen, hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Bürgerinnen und Bürger können Angebote einstellen und zum Beispiel Sachspenden oder Unterkünfte anbieten. Betroffene können auf der Plattform angeben, was ihnen fehlt. Weiterlesen

Scholz rechnet mit Milliardenaufwand für Wiederaufbau

Berlin (dpa) – Die Bundesregierung rechnet mit Milliardensummen für den Wiederaufbau in den Hochwassergebieten. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) verwies am Mittwoch in Berlin darauf, dass dafür bei der letzten Hochwasserkatastrophe bis heute rund sechs Milliarden Euro notwendig gewesen seien. «Und wir werden deshalb auch jetzt bereit sein, das Notwendige zu mobilisieren und als Bund unseren Beitrag, nämlich die Hälfte davon, zur Verfügung stellen.» Damit solle jetzt sofort begonnen werden. «Es gibt also nichts, womit man zögern muss. Die Zusage, die wir jetzt geben wollen, ist, dass diese Aufbauhilfe gleich beginnen kann.» Weiterlesen

Klimaforscher: Unwetterkatastrophe war «Jahrhundertereignis»

Offenbach (dpa) – Die extremen Starkregenfälle, die in der vergangenen Woche in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Hochwasserkatastrophe auslösten, sind nach Einschätzung von Klimaforschern «mindestens als Jahrhundertereignis» einzustufen. In der am Donnerstag veröffentlichten klimatologischen Einordnung des Deutschen Wetterdienstes hieß es, an einer ungewöhnlich großen Zahl von Stationen im Westen seien bisherige Rekorde weit übertroffen wurden. Weiterlesen

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