Bad Birnbad feiert 40. Geburtstag der Chrysantiquelle

Rottal Terme - LuftbildBad Birnbach. Der 21. September 1973 war ein Glückstag für die damalige Gemeinde Birnbach gewesen. Bei Erdgas- und Erdölbohrungen stießen die Arbeiter in 1.618 Meter Tiefe auf Thermalwasser in dem ländlich geprägten Ort. Das Wasser, auf das man gestoßen war, ist bis zu 70° C warm. Dass das Geld für die eine Million Mark teure Bohrung gut angelegtes Geld ist, war den Birnbachern damals noch nicht bewußt.

Ein Gutachten der Universität München bestätigte die Heilkraft der fluoridhaltigen Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Wasseranalyse. Heute weiß man, das Bad Birnbacher Thermalwasser gilt in seiner Zusammensetzung besonders gesundheitsfördernd und ist sowohl für den Badebetrieb als auch für therapeutische Anwendungen geeignet. Es soll unter anderem der Osteoporose-Prophylaxe dienen, rheumatische Beschwerden lindern sowie Erkrankungen des Bewegungsapparats und des Kreislaufsystems.

Hier beginnt der Süden

Die vorbereitenden Maßnahmen zum Bau der heutigen Rottal Terme (in Anlehnung an die  italienische Schreibweise ohne „h“ geschrieben, weil man damit in Birnbach den beginnenden Süden“ symbolisieren möchte) waren nach der erfreulichen Analyse bald angelaufen. Die Namensgebung der Quelle wurde dem Ortsheiligen Chrysantus gewidmet. Seit dieser Zeit heißt die Quelle Chrysantiquelle. Knapp drei Jahre später, am 23. Juli 1976, füllte das heilende, warme Thermalwasser die ersten Schwimmbecken der neuen „Rottal Terme“.

Auf den Tag genau wurde Geburtstag gefeiert

Bürgermeister Hasenberger  (2.v.l.) und seine Ehrengäste, darunter auch Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber (2.v.r.) bei der Chrysantiquelle im Kurpark
Bürgermeister Hasenberger (2.v.l.) und seine Ehrengäste, darunter auch Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber (2.v.r.) bei der Chrysantiquelle im Kurpark

2013 hat Bad Birnbach mit mehreren Festveranstaltungen über das Jahr hin auf diesen besonderen Geburtstag erinnert und hin gefeiert: In einem Festakt mit reichlich lokaler, regionaler und landesweiter Politprominenz bis hin zum bayrischen Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber wurden am Samstag, 21. September 2013 insgesamt 40 Jahre Chrysantiquelle gefeiert.

Bürgermeister Josef Hasenberger: „Es ist sehr beeindruckend, wie sich Birnbach seit dem Fund des heilkräftigen Wassers verändert hat. Wir sind sehr stolz auf die heutige Rottal Terme. Bad Birnbach hat sich zu einem der modernsten Gesundheitszentren entwickelt“. Bewusst haben sich die Namensgeber damals für die italienische Schreibweise des Wortes „Terme“ entschieden – also ohne „h“, um damit den „beginnenden Süden“ zu symbolisieren“. Hasenberger: „Wir werden alles daran setzen, auch in den nächsten 40 Jahren ausgezeichnete Gesundheitsangebote und medizinisch sinnvolle Wellness auf höchstem Niveau zu bieten, damit sich unsere Gäste in Bad Birnbach auch in Zukunft wohlfühlen“.

Natur pur  

Ja, die Visionäre und Gründungsväter der heutigen „Rottal Terme“ haben mit großer Weitsicht aus dem ehemaligen Bauerndorf Birnbach einen echten „Hotspot“ in der Deutschen Bäderlandschaft geschaffen. Kein mondäner Badeort mit Spielcasino. Das besondere Alleinstellungsmerkmal, das bei immer mehr Gästen große Beliebtheit findet, ist der ländlich geprägte Charakter des Badeortes – die Landlust – Lust auf Natur pur. In Bad Birnbach legt man großen Wert auf den persönlichen Kontakt. Man kennt sich, man weiß sich zu schätzen. Die Bad Birnbacher sind stolz auf ihre Therme. Das zeigen sie auch ihren Gästen. Man fühlt sich hier wie zu Hause. Hier darf man übrigens auch über den Kurpark-Rasen laufen, der keineswegs akkurat geschnitten daher kommt.

Zum Schluss noch ein Geheimtipp: Unter dem Motto: Wandern mit Sinn“ sollten Sie unbedingt einen Ausflug mit Wanderführer Sepp Kagerer machen. „Auf den Spuren der Heiligen“ rund um Bad Birnbach gibt es inmitten einer traumhaft schönen waldreichen Hügellandschaft jede Menge Kultur zu entdecken.   Weitere Informationen über Bad Birnbbach, die „Rottal Terme“, Übernachtungsmöglichkeiten und aktuelle Freizteitangebote finden Sie unter www.badbirnbach.de.                           (Peter Doeppes)

 

Chronologie

Die Entwicklungsschritte Bad Birnbach der letzten 40 Jahre

1973 bis 1976

Thermalbohrung und Konzept

Das Thermalwasser aus 1.618 m Tiefe wird erschlossen. Es ist bis zu 70° C warm und drängt mit einer Schüttung von 7 Litern pro Sekunde an die Oberfläche. Ein interdisziplinäres, wissenschaftliches Gutachten ist entscheidend für die Planung Bad Birnbachs in Bezug auf Städtebau, Landschaft, Verkehr, Kur und Touristik. Das Institut für Medizinische Balneologie und Klimatologie der Universität München begutachtet und bestätigt die Heilkraft der fluoridhaltigen Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid- Therme. Die vorbereitenden Maßnahmen zum Bau der Rottal Terme laufen an.

1976

Rottal Terme ohne „h“ startbereit

Am 23. Juli 1976 wird die Rottal Terme eröffnet.

1977

Grundstückspolitik steuert die Entwicklung zum ländlichen Bad

Durch vorsorgliche Grundstückskäufe seitens des Zweckverbandes Thermalbad Birnbach werden relativ kurzfristig die ersten größeren Hotelinvestitionen möglich. Eine verbindliche Bauleitplanung legt den Grundstein für die bis heute gültige architektonische Entwicklung des „Ländlichen Bades“. Tagesgäste aus bis zu 200 km Entfernung sorgen bereits für regen Badebetrieb. Der „Neue Marktplatz“ entsteht als Bindeglied zwischen dem historischen Ortskern und dem geplanten Kurgebiet.

1979

Heilquelle staatlich anerkannt

Birnbach wird als Erholungsort, die Rottal Terme als Heilquellenkurbetrieb staatlich anerkannt. Der zweite Bauabschnitt der Therme, das „Erholungsbad“, geht in Betrieb. Damit vergrößert sich die Thermalwasserfläche von 210 auf 560 Quadratmeter.

1984

Erfolg fordert Investitionen

Wieder wird die Rottal Terme größer. Jetzt stehen den Badegästen, die mittlerweile aus ganz Deutschland kommen, zwölf verschiedene Innen- und Außenbecken zur Verfügung. Es entsteht unter anderem das Kaskadebecken, das mit seinem Thermenpilz zum Wahrzeichen wird.

1987

Birnbach wird Heilbad

Birnbach wird durch das staatliche Prädikat „Heilbad“ zu Bad Birnbach. Es ist damit das jüngste unter Bayerns Bädern. Unter dem Motto »Baden wie im Bilderbuch« steigt die Auslastung der inzwischen entstandenen Gästebetten auf 55 Prozent – eine Traumzahl im deutschen Tourismus.

1990

Investitionen in den Zukunftsmarkt Gesundheit

Der gezielte, aber dennoch sanfte Ausbau des „Ländlichen Bades“ geht weiter. Nun entsteht das Therapiebad der Rottal Terme, das am 1. Januar 1990 als modernstes Therapiebad Europas in Betrieb ging. In engster räumlicher Verbindung entsteht gleichzeitig eine Berufsfachschule für Physiotherapeuten, Masseure und medizinische Bademeister. Forschung und Lehre gehen hier Hand in Hand – auch das ist vorbildlich für Bayern.

1995

Was später Wellness wird, heißt in Bad Birnbach VITARIUM

Das jüngste Kind der Rottal Terme geht in Betrieb, das Vitarium. Diese einzigartige Saunalandschaft mit ihrem wunderbaren Ambiente lässt die hüllenlosen Körper all das erleben, was ein paar Jahre später mit dem neuen Begriff „Wellness“ zusammengefasst wird. Die Bekanntheit und Beliebtheit des „Ländlichen Bades“ steigt durch das Vitarium noch einmal deutlich an. Im Jahr 1999 rundet eine neue Exklusiv-Sauna, übrigens Bayerns Größte, das Angebot des Wohlfühlparadieses ab.

2000

Beste Ergebnisse zur Jahrtausendwende schaffen Arbeitsplätze

Nach knapp 25 Jahren Rottal Terme verzeichnet Bad Birnbach im Jahr 2000 104.546 Gästeankünfte mit 933.236 Übernachtungen, 696.510 Behandlungen in der Rottal Terme, eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 8,9 Tagen und eine Bettenauslastung von 58,9 Prozent. Der Gesundheitstourismus ist mittlerweile der größte Arbeitsplatz-Motor in Bad Birnbach und im Rottal.

2001

Artrium und Therapiebad setzen neue Maßstäbe in Kultur und Kur

Das „Ländliche Bad“ bekommt einen neuen Begegnungspunkt: das Artrium. Dieses moderne, helle und freundliche Kultur- und Veranstaltungszentrum liegt im Mittelpunkt zwischen dem Kurgebiet und der so genannten „Alten Hofmark“ und ist weit mehr als nur ein „Haus des Gastes“. Zeitgleich eröffnet die Rottal Terme den neuen Außenbereich des Therapiebades, der in einem alten Bauernobstgarten eingebettet ist. Damit bekommt die Medizin ein neues freundliches Gesicht. Das Angebot hält, was die Architektur verspricht: eine harmonische Verbindung zwischen ernsthafter Therapie und erlebnisreichen Schönheits- und Wellnessangeboten in einer gelungenen Atmosphäre. Insgesamt

stehen im „Ländlichen Bad“ jetzt 2.100 m² Heilwasserfläche in 30 Becken mit 28 bis 40°C zur Verfügung.

2005

Gut ist nicht gut genug

Im Frühjahr 2005 findet der Spatenstich für die „neue“ Rottal Terme statt. Die Philosophie „Das ländliche Bad“ ist allgegenwärtig. Im ersten Bauabschnitt, im Vitarium, entstehen bereits verschiedene

Themenruheräume mit Schaukelstühlen und Wasserbetten, ein Kaminzimmer und Salettl, das einzigartige Prießnitzbad, eine ebenfalls einmalige Salzsteingrotte aus original Himalayasalzstein, ein Sole-Tempel, der tief durchatmen lässt und schließlich die neue Kristallsauna bereichern nun das Angebot.

2006

Europas längster Thermenbach ist eröffnet

Am 22. Dezember ist es endlich soweit: der Thermenbach, die neue Attraktion im Erholungsbad, geht in Betrieb. Dieser einzigartige Strömungskanal mit Klang- und Lichteffekten erstreckt sich im Freien auf einer Länge von 105 Metern. Bei der Architektur wird ganz auf das Erfolgsrezept des ländlichen Bades gesetzt und die Gestaltung auf den Kurpark und die nahe gelegenen Rottauen abgestimmt.

2007

Bella Vista Golfpark

Seit vielen Jahren liebäugelt der Markt Bad Birnbach, sein einzigartiges ländliches Bad mit einem attraktiven Golfplatz abzurunden. Nun ist es soweit. Am 16. September 2005 findet der Spatenstich für den 9-Loch Kurzplatz und die Driving Range statt. Im Jahr 2006 ist Baubeginn für den 18-Loch Golfplatz in unmittelbarer Nähe zur Rottal Terme und zum Ort. Seit Ostern 2007 ist die Driving Range, der 9-Loch Kurzplatz und die spielGolf!-Anlage in Betrieb. Am 24. August 2007 wird der gesamte Bella Vista Golfpark feierlich eröffnet. Damit ist das Rottal nicht nur Deutschlands schönste Bäderlandschaft, hier findet sich auch die größte Golfplatzdichte – gemessen an Einwohnerzahlen – mit 12 Plätzen in drei Heilbädern auf einem Umkreis von rund 25 Kilometern.

2009

Neuerungen in der Rottal Terme

Ganz neu erstrahlt seit August 2009 der neue Eingangs- und Umkleidebereich der Rottal Terme. Seit dieser Neuerung sind auch das Erholungsbad und die Saunalandschaft verschmolzen und der ganze Wohlfühlbereich heißt nun „Vitarium“ und teilt sich in den Textilbereich und der Saunalandschaft auf. Viele neue Attraktionen entstehen in diesem Jahr, unter anderem ein völlig neuer und ländlicher Ruhe- und Aktivgarten und ein „Marktplatz“ der für die Gäste ein kommunikativer Treffpunkt ist.

2010

Markenentwicklung

Nach einem 2-jährigen Marken-Entwicklungsprozess stellt das ländliche Bad im Januar 2010 im Rahmen eines Markenerlebnistags die Umsetzungswerkzeuge für das ländliche Bad der Zukunft vor. Auf der Grundlage der ländlichen Werte wird ein Qualitätsentwicklungsprozess mit Seminaren und Workshops, betrieblicher Einzelberatung, Investitionsförderung, usw. eingeführt. Das Konzept findet bis in das Bayerische Wirtschaftsministerium und den bayerischen Landtag hinein hohe Anerkennung.

Eine neue Dimension der Erholung – endlich fertig

In einem glanzvollen Festakt mit hochrangigen Vertretern aus der Politik wird am 24. September die neue Rottal Terme im ländlichen Bad eröffnet. Schon seit Anfang Juli 2010 dürfen sich alle Besucher auf weitere Besonderheiten wie Textilsaunen, eine Infrarot-Spezialanwendung, ein Gradierwerk – der Ort zum Durchatmen, einen Salzwasser-Floating-Pool sowie auf einen ganz neuen Wellness- und Verwöhnbereich freuen. Ein erlebnisreiches und vielseitiges Thermalbade- und Saunavergnügen ist für alle Besucher in der Thermenwelt mit der Garantie zum Wohlfühlen nun noch mehr geboten.

 

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