Forschungswerkstatt, Schmetterlingsliste und Abluftreinigung – Höfken zeichnet Ideen für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz aus

„Umweltschutz braucht engagierte Menschen, Unternehmen und Initiativen. Die Preisträger des Umweltpreises zeigen eindrucksvoll, wie mit innovativen und kreativen Ideen praktischer Nutzen für die Umwelt, die Wirtschaft und für die Gesellschaft entsteht“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Mainz zur Vergabe des Landesumweltpreises 2014. Der Preis ist mit insgesamt 9000 Euro dotiert. Er geht zu gleichen Teilen an sechs Bewerbungen, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden. „Der Umweltpreis gibt dem besonderen Einsatz für Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen Gesichter und Namen. Wir wollen, dass diese Ideen in unserem Land Schule machen“, sagte Höfken bei der feierlichen Preisverleihung. Als Festrednerin habe man Professor Angelika Zahrnt, die langjährige Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)  gewinnen können, freute sich die Ministerin.

Den Umweltpreis 2014 des Landes Rheinland-Pfalz erhalten:

Eine Gruppe ehrenamtlicher Schmetterlingskundler unter der Leitung von Dr. Axel Schmidt, für die Erstellung einer „Roten Liste Großschmetterlinge“. Die Experten haben über Jahre hin Daten zu über 1100 Arten dokumentiert. „Die Liste ist ein Meilenstein und hilft uns, die heimischen Schmetterlinge besser zu schützen“, so Höfken.

Das Projekt „Energie für Mannebach e.G.“ Im Dorf Mannebach haben vier Nachbarn eine Energiekooperation gegründet und die meisten Bewohner mit ins Boot geholt. Mit dem ehrenamtlich entwickelten, gemeinsamen Betrieb eines Biomasse-Heizkraftwerks mit Nahwärmeversorgung habe das Dorf Pionierarbeit geleistet, findet die Jury.

Das Pfalzmuseum für Naturkunde – POLLICHIA Museum erhielt den Preis für ihr Projekt „Forschungswerkstadt für Menschen ab 5“. Von ressourcenschonender Technik oder Natur und Kunst bis zur mobilen Museumskiste Artenvielfalt – die Werkstatt ist ein Lernort und Impulsgeber für jährlich über 1000 Kinder und Erwachsene.

Für ihr Projekt „Walnusswiese Ehrenthaler Hahn“ bei St. Goarshausen erhält die Firma Melzer Kälte + Klima GmbH gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Dirk Melzer den Umweltpreis 2014. Sie bewirtschaften eine 56000 Quadratmeter große Wallnusswiese unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Geisenheim. „Hier hat sich ein Unternehmen über 25 Jahre zum freiwilligen Engagement im Naturschutz verpflichtet“, würdigte die Ministerin das Projekt.

Das Autohaus Wiaime in Neuerburg wird für die vorbildliche energetische Sanierung einer Kfz-Werkstatt ausgezeichnet. Dabei hat sich das Autohaus komplett und nachhaltig auf umweltorientiertes Handeln ausgerichtet. Die Jury überzeugte die ganzheitliche Sanierung, die auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen „mitgenommen“ habe.

Eine innovative Abluftreinigungsanlage für ihren Paraformaldehyd-Betrieb hat die Firma INEOS Paraform GmbH & Co KG in Mainz entwickelt. Mit der neuartigen Anlage verringert das Unternehmen den Austritt geruchsintensiver und gesundheitsgefährdender Stoffe und geht damit weit über aktuellen Stand der Technik hinaus. „Das Verfahren wäre geeignet, um neue technische Standards zu setzen“, begründet die Jury die Auszeichnung mit dem Umweltpreis.

 

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