Reaktion der FWG Vulkaneifel zur Schließung der Chirurgie im Gerolsteiner Krankenhaus

„The same procedure as (the year before) last year Miss SABINE (B-L)?“

Nur, das es nicht witzig ist, sondern nahezu unglaublich und katastrophal. Vor zwei Jahren hatten wir fast die gleiche Situation mit der Schließung der Geburtenstation in Daun.

Wiedermal wird ein Teil unserer ländlichen Gesundheitsinfrastruktur ersatzlos gestrichen. Wieder einmal geben die Verantwortlichen ein Zeitfenster vor, das keinen Spielraum zum Handeln lässt.

Der Krankenhausträger macht sich diese, sicherlich rein kalkulatorische Entscheidung meines Erachtens sehr einfach. Man schiebt einfach die Kündigung des Chefarztes der Chirurgie als Schuldigen nach vorne. Dadurch wird eine neue Dimension an Verantwortungslosigkeit an den Tag gelegt. Herr Dr. Leffler ist nicht der Letzte der unter diesen Umständen das Klinikum verlassen wird! Bedeutet jetzt jede Kündigung eine weitere Schließung einer Station oder Abteilung im Marienhaus Klinikum? Wie lange wird denn ohne Chirurgie eine Innere Abteilung oder die Anästhesie oder Intensivmedizin Bestand haben können? Und wie lange wird es dann noch dauern bis die Psychiatrische Station nach Bitburg verlegt, und somit das Klinikum in Gerolstein in Gänze geschlossen wird?

Statt einer ständig überraschten Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtentähler (SPD) brauchen wir allerspätestens jetzt endlich ein vernünftiges Gesundheitskonzept aus dem Gesundheitsministerium für unsere gesamte ländliche Region! Damit uns in den nächsten Jahren ein: „The same procedure as every year“ im Gesundheitswesen erspart bleibt.

(FWG Vulkaneifel, Josef Utters)

 

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