Positive Zwischenbilanz am Ende der Hauptsaison

Der rheinland-pfälzische Tourismus beendete die Hauptsaison mit einer positiven Zwischenbilanz. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems besuchten von Januar bis Oktober 2010 knapp sieben Millionen Gäste das Land, das waren zwei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das ist das beste Ergebnis der Tourismusbranche für den Zeitraum Januar bis Oktober in den vergangenen zehn Jahren. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,1 Prozent auf 19,2 Millionen und stellt somit das drittbeste Resultat dieses Jahrzehnts dar.

In den neun rheinland-pfälzischen Tourismusregionen verlief die Entwicklung uneinheitlich. Im Gebiet Westerwald-Lahn gingen sowohl die Gäste- als auch die Übernachtungszahlen zurück. Die Regionen Eifel, Hunsrück und Mosel-Saar verbuchten zwar weniger Übernachtungen, die Gästezahlen stiegen jedoch. Die übrigen fünf Reisegebiete verzeichneten von Januar bis Oktober ein Gäste- und Übernachtungsplus, wobei die Zuwächse in Rheinhessen am größten waren. Dort gab es im Vorjahr jedoch infolge der Wirtschaftskrise auch die stärksten Rückgänge, da der Tourismus in dieser Region stark von Geschäftsreisenden und vom Rhein-Main-Flughafen geprägt ist.

Bei den touristischen Anbietern war ebenfalls eine uneinheitliche Entwicklung zu beobachten. Während Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie die Hotels überdurchschnittliche Steigerungen der Gäste- und Übernachtungszahlen registrierten, mussten die großen rheinland-pfälzischen Ferienzentren sowie die Privatquartiere und gewerblichen Kleinbetriebe im Vergleich zu den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 rückläufige Zahlen hinnehmen.

Rheinland-Pfalz wird bei Gästen aus dem Ausland immer beliebter. Hier stieg die Besucherzahl überdurchschnittlich um vier Prozent auf knapp 1,6 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Gästen lag bei fast 4,5 Millionen. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Zeitraum von Januar bis Oktober 2009. Die Niederlande sind mit großem Vorsprung (1,96 Millionen  Übernachtungen / plus 1,2 Prozent) das wichtigste Herkunftsland. Gäste aus Belgien buchten in den ersten zehn Monaten 777.000 Übernachtungen (minus 1,8 Prozent). Den dritten Platz belegten die US-Amerikaner mit 360.000 Übernachtungen (plus 3,6 Prozent).

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