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Atomanlage in Cattenom soll bis 2050 in Betrieb bleiben

Cattenom. Das Atomkraftwerk im französischen Cattenom, dessen erster Reaktor 1986 ans Netz ging, soll nach den Plänen des Betreibers bis in das Jahr 2050 laufen. Doch obwohl noch nicht einmal die Hälfte der geplanten Laufzeit erreicht ist, macht das Kraftwerk schon jetzt mehrmals im Monat durch Störfälle auf sich aufmerksam, darunter auch meldepflichtige Störfälle der Stufe 1 und 2 auf der INES-Skala. Der Grund dafür liegt nicht nur im Alter der Anlage begründet sondern auch in Fehlern bei der Betriebsführung. In der Großregion machen sich daher viele Bürger Sorgen über mögliche Unfälle und deren Folgen.
Anlässlich der anhaltenden Probleme im Atomkraftwerk Cattenom besuchen am 23.01.2015 Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen mit einem technischen Experten die Anlage. Sie wollen sich selbst ein Bild vom aktuellen Zustand des Meilers machen und begutachten, inwiefern der Betreiber die von der französischen Atomaufsicht geforderten Nachbesserungen bisher umgesetzt hat.

Neben einer Informationsveranstaltung durch den Betreiber, ist deswegen vor allem die Besichtigung der Anlage mit Zugang zum Nuklearbereich geplant. Teilnehmer bei diesem Termin sind Stephanie Nabinger MdL (Saarburg) als  Atompolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Sylvia Kotting-Uhl MdB (Karlsruhe) als Atompolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion, Corinna Rüffer MdB (Trier) als: Behindertenpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion und Dieter Majer, Dipl.Ing. und Stresstestbeobachter in Cattenom für Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg. Die Gruppe wird dabei vom Direktor des Kraftwerkes Guy Catrix selbst betreut. Ω

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